Mechanische Sicherung von Fenstern und Türen

Nach Widerstandsklassen aufgeteilte Sicherheitslösungen sind ein effektiver Schutz gegen ungebetene Gäste. Dabei müssen Vorsichtsmaßnahmen nicht hässlich sein – und lassen sich zudem mit Komfort verbinden.

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Zu den bevorzugten Einbruchsmethoden zählt das Aufwuchten oder Aufhebeln von Fenstern. Rund 72 % aller Diebe schleichen sich in dieser Form ein. Gekippte Fenster nehmen 12,2 % als willkommene Gelegenheit wahr, um sich Eintritt zu verschaffen. 9,3 % der Ganoven schlagen das Glas ein und drehen dann einfach am Griff. Wiederum 6,5 % benutzen einen Fensterbohrer, verschieben Rollzapfen oder steigen gleich über ein geöffnetes Fenster ein. Ähnlich sieht die Statistik bei Türen aus.

Widerstandsklassen

Die Sicherheitsausstattung als solche wird über die sogenannten Widerstandsklassen ausgedrückt. Für den privaten Bereich ist die Widerstandsklasse zwei bei Fenstern und Türen völlig ausreichend. Sie hält einfachen Werkzeugen wie Schraubendrehern, Keilen und Zangen mindestens drei Minuten stand. Das entspricht dem klassischen Vorgehen des Gelegenheitstäters, der spätestens nach fünf Minuten vergeblicher Mühe von seinem Vorhaben ablässt. Wer, zum Beispiel bei der Haustür, Widerstandsklasse drei bevorzugt stellt damit sicher, dass Einbrecher mindestens fünf Minuten brauchen, auch wenn sie etwas mehr Erfahrung haben und einen zweiten Schraubendreher sowie „Werkzeuge“ wie Nageleisen und Brechstange einsetzen. Wichtig ist, dass dieses Mehr an Sicherheit nicht durch andere Schwach- stellen wie gekippte Fenster regelrecht ausgehebelt wird.