Tipps zum Einbruchschutz

Einbruchsichere Fenster und Türen, Alarmanlagen und eine smart gesteuerte Anwesenheitssimulation tragen maßgeblich zum Einbruchschutz bei.

Entspannt verreisen dank Einbruchschutz

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Vor allem verlassen wirkende Häuser, so zeigen Studien, reizen Einbrecher. Daher ist es wichtig, während längerer Abwesenheit von zu Hause eine Vertrauensperson zu finden, die die Blumen gießt, den Briefkasten leert und die Position der Rollläden vor Fenstern und Türen verändert.

Sie haben niemanden fürs House Sitting? Dann lassen Sie sich doch von smarter Technik unter die Arme greifen!

Ein Blick in die Einbruch-Statistik

Während die Einbruchszahlen laut Polizeilicher Kriminalstatistik bis 2015 kontinuierlich stiegen, sind sie 2018 im dritten Jahr in Folge deutlich gesunken. So registrierte die Polizei letztes Jahr 97.504 Einbrüche und damit gegenüber 2017 einen Rückgang um 16,3 Prozent.

„Viele Bürger haben die alarmierende Situation erkannt und in effektive Sicherheitstechnik investiert“, bemerkt Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative für aktiven Einbruchschutz. So erklärt sich auch, dass 2018 fast die Hälfte aller Einbruchsversuche scheiterte.

Doch welcher Schutz bringt größtmögliche Sicherheit?

Mechanischer Einbruchschutz

Der erste wesentliche Baustein beim Einbruchschutz ist die mechanische Grundsicherung. Diese wird gewährleistet durch moderne Sicherheitstüren, die mindestens die Widerstandsklassen RC 2 (Resistance Class 2) oder RC 3 aufweisen.

  • Bei der Widerstandsklasse RC 2 muss die Tür einem Einbrecher, der mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile zugange ist, mindestens drei Minuten standhalten.
  • Türen der Widerstandsklasse RC 3 bietet einem zusätzlich mit Kuhfuß und zweitem Schraubendreher ausgerüsteten Täter mindestens fünf Minuten Paroli.

Nebeneingangstüren sind mit einem massiven Schubriegel oder einem Querriegelschloss deutlich mehr vor Einbrechern geschützt. Bei den Fenstern haben sich abschließbare Griffe und außen liegende Rollläden bzw. Gitter als zuverlässiger Schutz gegen Einbruch bewährt. Und Kellerschächte sollten am besten mit einer festen Abdeckung gesichert sein.

Smarter Einbruchschutz

Smart-Home-Systeme sind ein weiterer wichtiger Eckpfeiler moderner Sicherheitskonzepte zum Einbruchschutz.

Smarter Einbruchschutz kann beispielsweise während eines Urlaubs Ihre Anwesenheit zu Hause simulieren. Handy, Tablet oder PC

  • schalten die Beleuchtung an und aus
  • setzen die Soundanlage in Gang
  • bewegen den ein oder anderen Rollladen

Doch nicht nur eine Anwesenheitssimulation ist im Smart Home Einbruchschutz möglich. Smarter Einbruchschutz überprüft auch den Status aller vernetzten Komponenten:

  • Ist noch ein Fenster gekippt?
  • Ist die Haustür verriegelt?
  • Ist die Alarmanlage angeschaltet?

Wenn Sie vor Ihrer Abreise von zu Hause eine Sicherung vergessen haben, kann diese von unterwegs aus aktiviert werden, gesetzt den Fall, sie ist elektronisch integriert.

Wirkungsvoll Einbrecher abschrecken kann das Smart Home mithilfe von Bewegungsmeldern, die Scheinwerfer rund ums Haus aktivieren. Macht sich der Einbrecher trotzdem an einem Fenster oder einer Tür zu schaffen, so senden Tür- und Fenstersensoren eine Nachricht an das Handy des Hausbesitzers.

Parallel dazu kann im Soundsystem oder am Rauchmelder die Alarmanlage ausgelöst werden, in der Hoffnung, den Einbrecher von seinem Vorhaben abzubringen. Um ein konkretes Bild der Lage zu Hause zu bekommen, sind die Aufnahmen der Überwachungskameras sogar über Internet abrufbar. So können Sie im Ernstfall sofort die Polizei oder einen privaten Wachdienst alarmieren.

Was kann das Smart Home?

Ein Besuch im Musterhaus mit bau-welt.tv.

Dieser smarte Einbruchschutz funktioniert natürlich nur, sofern alle Geräte ebenfalls mit dem Smart-Home-System verknüpft sind.

Schwachstellen im Einbruchschutz

Ein dritter Hinweis in puncto Einbruchschutz sollte berücksichtigt werden: Geben Sie weder auf dem Anrufbeantworter noch in sozialen Netzwerken bekannt, dass Sie verreisen! Denn über ungeschützte Onlineprofile können Täter schnell ausspähen, ob eine Urlaubsreise geplant ist.

Wer leichtfertig mit der Sicherung seines Hauses umgeht, riskiert Abzüge bei der Erstattung durch die Hausratversicherung!

Für einen umfassenden Einbruchschutz sollten Hausbesitzer vor der Abreise checken:

  • Sind alle möglichen Einstiegshilfen wie Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern im Schuppen oder Keller verstaut?
  • Sind alle Fenster richtig verschlossen? Das gilt auch wenn Sie nur kurz das Haus verlassen.
  • Sind die Türen verriegelt, nicht nur ins Schloss gezogen?

Auf keinen Fall darf ein Schlüssel in einem Versteck außerhalb des Hauses hinterlegt sein.

Absolut sicherer Einbruchschutz

Das Ausstellungshaus der Firma WeberHaus in Wenden-Hünsborn ist mit der Haussteuerung „WeberLogic 2.0“ ausgestattet, die auf der etablierten, kabellosen EnOcean-Funktechnologie basiert. Mit ihrer Hilfe werden Lichtszenen, Rollläden, Einzelraum-Temperaturregelungen, Multimedia, Anwesenheitssimulationen und vieles mehr gesteuert. Über eine zentrale Schnittstelle können alle vernetzten Funktionen im Haus auch von unterwegs via Tablet oder Smartphone reguliert werden.

Zum Einbruchschutz tragen Sensoren an den Fenstern bei, die erkennen ob ein Fenster offensteht oder geschlossen ist. Über die Grundrissdarstellung in der Haussteuerung wird der entsprechende Zustand über Symbole angezeigt.

Vor Verlassen des Hauses schaltet man mit einem Fingertipp die Alarmzentrale im Haus-Management-System scharf. Bei einem Einbruchversuch gehen alle Lichter an, die Raffstores fahren hoch und die eingebundene Musikanlage gibt einen ohrenbetäubenden Lärm von sich. Zusätzlich schickt das System eine Push-Nachricht auf das Smartphone oder das Tablet des Hausbesitzers.

Wenn Sie ganz beruhigt in Urlaub fahren möchten, lassen Sie Ihr Haus vorab von einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle kostenlos prüfen. Hier finden Sie Beratungsstellen in der Nähe.

 

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