Komfortabel Wohnen im vernetzten Haus

Was vor einigen Jahren noch wie aus einem Science-Fiction-Film schien, ist heute Realität: Smart-Home Systeme vernetzen das eigene Zuhause. Das sorgt nicht nur für mehr Komfort, sondern auch für Sicherheit und geringere Stromkosten. 

 

 

Willkommen in der Zukunft

Morgens fahren die Jalousien automatisch nach oben und der Duft frisch gebrühten Kaffees durchzieht das Schlafzimmer, noch bevor jemand aufgestanden ist. Den Lichtschalter müssen Sie nicht mehr suchen, denn Sensoren erkennen, wann Sie Licht brauchen.

Während Sie auf dem Weg ins Büro sind, kontrolliert der Kühlschrank seinen Inhalt und bestellt – falls nötig – über das Internet Nachschub. Außerdem werden Sie benachrichtigt, falls noch ein Fenster offen ist.

Und sollten Sie keine Lust haben, abends noch Wäsche zu waschen, teilen Sie Ihrer Waschmaschine einfach von unterwegs mit, dass sie sich einschaltet. 

Das vollautomatisierte Komfort-Haus ist keine Zukunftsmusik mehr. Zahlreiche Hersteller bieten Komplettsysteme für den Einbau in Neubauten oder zum Nachrüsten. 

Meist gibt es einen zentralen Router – das digitale Herzstück des Hauses – den man mit Hilfe von Apps auf Smartphones und Tablets steuern kann. Sprachsteuerungen wie "Google Home" oder "Amazon Echo" sind ebenfalls mit Smart-Home-Systemen kompatibel.

Doch eine manuelle Steuerung ist oft gar nicht mehr nötig, denn die Systeme arbeiten mit IFTTT-Technologie. Das steht für "If this then that", auf Deutsch: wenn dies dann das. Dadurch kann man bestimmen, was als Auslöser gesehen wird und wie das System darauf reagiert. Beispielsweise kann man dem System sagen, dass es Musik anschalten soll, wenn man das Haus betritt. 

Sensoren und Kameras – praktische Erweiterungen

Zusätzlich zur Steuerung mit einer App kann man das System um Kameras und Sensoren erweitern. Es gibt Innen- und Außenkameras, steuerbar über die Apps. So kann man jederzeit überprüfen, was zu Hause passiert. Das sorgt auch für mehr Sicherheit im Falle eines Einbruchs. Einige Außenkameras haben eine Freisprechfunktion. Diese ist beispielsweise nützlich, wenn Pakete zugestellt werden.  

Sensoren an Fenstern und Türen helfen dabei, Energie zu sparen. Die Heizung wird automatisch heruntergefahren, wenn ein Fenster geöffnet wird und umgekehrt. Außerdem schickt die App eine Benachrichtigung sobald Fenster oder Türen geöffnet werden während man nicht zu Hause ist oder wenn man vergessen hat, sie zu schließen. Somit bekommt man auch sofort mit, wenn jemand unerlaubt das Haus betritt.

Einige Systeme bieten für diesen Fall gleichzeitig eine Notruffunktion, um Nachbarn oder die Polizei zu alarmieren. 

Smart-Home-System nachträglich einbauen

Auch wenn man ein älteres Haus hat, kann man die Vorteile der digitalen Technik nutzen. Viele Hersteller bieten beispielsweise Steckdosenadapter an, sodass man auch ältere Geräte per Knopfdruck steuern kann. Außerdem kann man Kameras und Sensoren nachträglich verbauen.

In Neubauten ist der Router, sprich die Hauptsteuereinheit, oft fest verbaut. Das muss nicht sein. Zahlreiche Router kann man einfach aufstellen. Sie funktionieren über WLAN

Generell ist in einem vernetzten Hightech-Haus fast alles möglich. Was sinnvoll ist, hängt von den Ansprüchen der Bewohner ab. Dem einen geht es um handfeste Vorteile wie Sicherheit, Komfort und Energiesparen, dem anderen auch um Spiel und Spaß.

Glück­licherweise zeigen sich die meisten Systeme offen für Erweiterung und Nachrüstung. Letztlich bedeutet eine Hausautomatisierung aber, dass alle Systeme des Hauses nicht nur programmierte Ab­läufe wiederholen, sondern aus Veränderungen im Verhalten der Bewohner lernen und sich anpassen können.

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