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Wallbox – die Ladestation fürs Elektroauto zuhause

An der Wallbox laden Sie Ihr Elektroauto schnell und sicher. Am besten mit Strom vom eigenen Dach.

Immer mehr Elektroautos

Seit August 2021 fahren ziemlich genau eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen. Die Nachfrage stieg so stark an, dass bereits im ersten Halbjahr 2021 doppelt so viele E-Modelle unterwegs waren wie im ganzen Jahr 2020. Tendenz: steigend.

Herausforderung: intelligent nutzen. Lösung: das energieautarke Eigenheim. Die Nachfrage nach einer Wallbox, der intelligenten Ladestation fürs Elektroauto zuhause, steigt.

Photovoltaik, Stromspeicher, Wallbox: Der Dreiklang fürs Elektroauto zuhause

Elektromobilität gilt als Schlüsseltechnologie für Treibhausgas-Neutralität und Klimaschutz. Der CO2-Ausstoß lässt sich allerdings nur dann verringern, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt und wenn ausreichend Ladestationen zur Verfügung stehen. An beidem mangelt es derzeit noch enorm. Bei Energiegewinnung und -bereitstellung spielen deshalb Gebäude eine immer größere Rolle.

Auch und insbesondere die Eigenheime: Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach können Eigenheime zum Kraftwerk werden. Mit einem Stromspeicher im Keller lässt sich der eigens produzierte Strom selbst nutzen.

Ein entsprechend ausgestattetes Elektroauto in der Garage kann zusätzlich Strom liefern oder ziehen – je nachdem, was gerade nötig ist. Auch dann, wenn die Sonne mal nicht scheint. Das ist vor allem gut für das Klima, kann aber auch sehr attraktiv für den Kontostand der Immobilienbesitzer sein.

Hierzu gilt es, ein paar Voraussetzungen zu beachten, denn das Thema der dezentralen Stromversorgung ist komplex.

Wallbox statt Haushaltssteckdose

Für ein energieautarkes Eigenheim benötigt man ein Haus, das mehr Strom erzeugt als es verbraucht. In der Regel gelingt das mit der Nutzung einer Photovoltaikanlage inklusive Stromspeicher.

Als Ladestation fürs Elektroauto dient eine Wallbox. Mit einer 11 kW-Wallbox beispielsweise wäre eine 40 kW-Batterie (das sind eher die kleinsten auf dem Markt; die großen haben Speicherkapazitäten bis zu 100 kWh) in rund fünf Stunden aufgeladen. Das ist fast fünf Mal so viel Ladeleistung wie die einer Haushaltssteckdose – die als Ladestation ohnehin fragwürdig ist.

Welche Photovoltaik die richtige ist, hängt von ein paar Faktoren ab. Die wichtigsten:

  • der eigene Anspruch an Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Autarkie vom Netzbetreiber
  • der Stromverbrauch und
  • die verfügbare Dachfläche.

Nimmt man den durchschnittlichen Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie, kommt man auf Werte zwischen 4.000 und 5.000 kWh pro Jahr  im Durchschnitt. Mit etwas Puffer käme für dafür eine Photovoltaikanlage mit 5 kWp in Frage. Diese benötigt für etwa 20 Module eine Fläche von rund 30 bis 50 m2je nach Dachneigung und Dachausrichtung. Der Platz für Stromspeicher und Wechselrichter im Keller spielen dagegen keine allzu große Rolle.

Ein Wechselrichter wandelt den selbst produzierten (Gleich-)Strom in Wechselstrom um und ist etwa so groß wie ein Hängeschrank in der Küche. Ebenso zu vernachlässigen sind Fragen nach dem Platz für die Wallbox in der Garage oder am Carport.

Wallbox muss zum Stromverbrauch passen

Zusätzlichen Stromverbrauch müssen Sie für das Elektroauto einkalkulieren. Inzwischen fluten Automobilhersteller den Markt mit leistungs- und reichweitenstarken Elektroautos, die es auf 250 Kilometer am Tag und mehr bringen. Wer mit solchen Modellen liebäugelt, checkt besser nochmals den eigenen Stromverbrauch auf diese Parameter. Denn Leistungen bestehender Ladestationen genügen für das lange Laden der neuen E-Modelle mit andauernd hohen Leistungen vermutlich nicht mehr.

Beim kompletten Umstieg von Verbrenner auf Elektro – und das will die EU bis 2035 erreichen – kommen hohe Stromverbräuche hinzu. Die meisten Autofahrer legen jährlich zwischen 10.000 und 15.000 km zurück. Bei durchschnittlichen Leistungen eines E-Autos von 15 kWh/100 km wäre ein Stromverbrauch zwischen 1.500 und 2.250 kWh einzukalkulieren. Der wiederum wirkt sich auf die Größe der Photovoltaik-Anlage aus, die demnach mindestens ein bis zwei Nummern größer bestellt werden müsste.

Und auch bei der Wallbox gelten für größere Elektroautos strengere Regeln. Es könnte ein zwei- oder dreiphasiges AC-Bordladegerät verpflichtend werden und bei Leistungen von mehr als 3,6 kW müssen die Stationen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Ab 112 kW ist sogar dessen Zustimmung erforderlich.

Vehicle to home und Vehicle to grid

Richtig interessant wird das Duo Photovoltaikanlage und Elektroauto, wenn das Auto bidirektional geladen werden kann. Denn dann kann das Elektroauto als zusätzlicher Stromspeicher funktionieren und das Haus mit Strom versorgen, wenn mal keine Sonne scheint. Das ist deshalb besonders attraktiv, weil die meisten Autos in der Regel mehr stehen als fahren.

Für den eigenen Stellplatz mit der eigenen Wallbox daheim lassen sich Lade-Angebote mit den CHAdeMo- oder CCS-Technologien direkt bei den Fahrzeugherstellern finden. Diese Methode, überschüssigen Strom des Fahrzeugs an das Haus abzugeben, lässt sich auch auf das gesamte Stromnetz anwenden.

Beim sogenannten Vehicle to grid können Elektroautos ihren gespeicherten Strom an das öffentliche Netz abgeben. Damit sorgen sie für ein stabiles Netz, das sonst vor allem in sonnen- und windarmen Tageszeiten starken Einspeise-Schwankungen unterliegt. Mit E-Fahrzeugen wären also enorme dezentrale Speicherkapazitäten verfügbar, die für die Energiewende sehr wertvoll sind.

Strom auch für die Heizung

Der ökologisch erzeugte Strom durch die eigene Photovoltaikanlage lässt sich aber noch intelligenter nutzen. Und zwar in Kombination mit einer Wärmepumpe. Stark nachgefragt sind Luft-Wasser-Wärmepumpen. Geschätzter Stromverbrauch im Einfamilienhaus: rund 4.700 kWh.

Das ist eine ganze Menge, aber im Hinblick auf die Kostenanalyse Netzbetreiberstrom versus eigens erzeugter Strom wird der Vorteil deutlich: Die Stromkosten der Netzbetreiber liegen derzeit bei rund 30 Cent für die Kilowattstunde Strom. Tendenz steigend.

Die Gestehungskosten dagegen – so nennt man die Stromkosten für selbst produzierten Strom – liegen in der Regel deutlich darunter. Je nachdem, wie hoch das gesamte Invest für die Anschaffung von Photovoltaik-Anlage, Zubehör sowie Planung und Montage etc. ist. Die Gesamtkosten werden auf die Lebensdauer der Anlage angerechnet.

Rechenbeispiel für PV, Speicher und Wallbox

Kleines Rechenbeispiel: Für eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus mit Photovoltaik, Wärmepumpe und einem leistungs- und reichweitenstarken Elektroauto: Bei einem fiktiven Stromverbrauch von rund 10.000 kWh wäre eine Photovoltaik-Anlage mit 10 kWp erforderlich. Benötigte Dachfläche: mindestens 50 m2. Hier müssten bei einem Satteldach voraussichtlich beide Schrägen genutzt werden. Auch die Schattenseite.

Schätzt man die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage mit 10 kWp liegen inkl. Stromspeicher und Wallbox auf etwa 30.000 Euro und setzt eine Lebensdauer von 20 Jahren an, ließen sich 18 Cent Gestehungskosten veranschlagen. Diese liegen ganze 12 Cent unter dem Preis der Netzanbieter.

Darüber hinaus kann zu viel eigens produzierter Strom in Form von Einspeisevergütungen an den Netzbetreiber verkauft werden. Diese liegt – regional unterschiedlich – zwischen 5 und 8 Cent.

Und: Der Staat fördert über den KfW-Kredit 270 Anschaffungskosten zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien. Die Wallbox wird ebenfalls subventioniert.

Experten hinzuziehen

Experten fragen: Für technische Fragestellungen, die sich auf das Gebäude beziehen wie z.B. die Dimensionierung der Photovoltaik-Anlage, oder inwieweit die Nutzung einer Wärmepumpe sinnvoll ist, ob genügend Platz auf dem Dach vorhanden ist, sind Energieeffizienz-Experten (EEE) gute Ansprechpartner. Sie können ein Konzept erstellen und beraten im Hinblick auf Fördermittel.

Auch die Hersteller von Photovoltaik-Anlagen haben meist selbst kompetente Berater im Team.

Im Hinblick auf die technischen Fragen der Elektroautos sind die Fahrzeughersteller selbst die besten Ansprechpartner.

Fazit zu Autarkie und Wallbox

Den Strom selbst erzeugen lohnt sich also: Nicht nur der CO2-Ausstoß verringert sich enorm, sondern auch finanziell lässt sich – wenn man es fachgerecht umsetzt – ein gutes Geschäft machen.

Wer seine Photovoltaikanlage mit seinem Elektroauto verknüpft, profitiert in mehrerlei Hinsicht: Der eigene ökologisch erzeugte Strom erhöht sich. Das Elektroauto kann günstig durch die Sonnenenergie geladen werden und umgekehrt kann das geladene Elektroauto gespeicherte Energie auch wieder an das Gebäude oder an das öffentliche Stromnetz zurückgeben. Es besteht also noch Hoffnung auf eine klimaneutrale Zukunft.

Ladestation und Verbraucherrechte

Mit der Wallbox zuhause kommen Besitzer von Elektroautos meistens nicht aus. Sie müssen auch Stromtankstellen und Ladesäulen unterwegs nutzen. 

Hier wurde jetzt der Verbraucherschutz im Ungang mit Stromtankstellen gestärkt, denn nicht alle Regelungen zu Preisangabe, Preisänderungen und Abrechnungsarten sind wirksam

Die Verbraucherzentrale NRW klagte vor dem Landgericht (LG) Karlsruhe gegen die EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Stein des Anstoßes waren sechs Klauseln in den AGBs des Energieversorgers, die das Stromtanken an Ladesäulen regelten.

Die Verbraucherzentrale wertet das Gerichtsurteil in zweierlei Hinsicht als einen großen Erfolg. Es schützt die Verbraucher vor unzulässigen Zusatzkosten und sorgt gleichzeitig für eine transparente Preissituation am Markt. Außerdem sorge das Gericht für klare Strukturen für die zunehmende Zahl von Ladetarifen.

Im konkreten Fall ist eine Vertragsklausel unwirksam, die den Verbrauchern aufbürdet, die jeweils gültigen Preise an verschiedenen Stellen in der EnBW-App, direkt an der Ladesäule oder auf der Homepage des Unternehmens selbst herauszufinden. Laut Gericht mmüssen dem Verbraucher unmittelbar vor Bestellung ganz klar und unmissverständlich in hervorgehobener Art die wesentliche Vertragsmerkmale dargestellt werden.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG hatte sich unzulässigerweise auch das Recht vorbehalten, die geltenden Preise beliebig zu ändern und sich bei ihrer Rechnung auch einen Abrechnungsmodus vorbehalten, bei dem nicht nach der Einheit Kilowattstunden abgerechnet wird.

Versagt wurden dem Energieversorger auch Zusatzgebühren für Standzeiten, die über den Ladevorgang hinausgehen. Auch die Roaming-Gebühr für das Laden an fremden Ladesäulen und fürs Stromtanken an besonderen Orten wie Flughäfen untersagte das Gericht EnBW. Der Verbraucherschutz im Bereich Elektromobilität wurde durch das aktuelle Gerichtsurteil deutlich verbessert.

Staatliche Förderung der Wallbox

Über die staatliche Förderbank KfW wird der Kauf und der Anschluss einer Wallboxbezuschusst. Privat genutzte Garagen oder Stellplätze an Wohngebäuden können pro Ladepunkt mit bis zu 900 Euro gefördert werden. Es handelt sich um das Förderprogramm Nr. 440.

Voraussetzungen sind: 11 kW Ladeleistung  und eine intelligente Steuerung. Es darf nur Strom aus erneuer­baren Energien verwendet werden, z.B. von der eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Eine Liste der geförderten Ladestationen finden Sie auf der entschprechenden KfW-Förderseite.

Preis-Beispiel Wallbox

E.ON Deutschland erweitert das Wallbox-Portfolio für Privatkunden: Mit der E.ON Drive vBox smart steht ab sofort ein neues, KfW-förderfähiges und intelligentes Wallbox-Modell mit einem Einstiegspreis von 719 Euro zur Verfügung. Die Wallbox lässt sich auf Wunsch bequem über die kostenlose E.ON Drive App steuern, die man auch für das Laden unterwegs an rund 34.000 Ladepunkten von E.ON und Partnern in Deutschland nutzen kann. Die Vernetzung der Box erfolgt flexibel entweder kabellos über WLAN oder per LAN-Kabel. Die vBox smart gibt es auf Wunsch auch mit fest angeschlagenem Ladekabel, sodass das Ladekabel des Fahrzeugs im Kofferraum bleiben kann.

Zudem bietet E.ON Kunden auch passende Ökostromtarife an – mit Strom aus erneuerbaren Energien ist das E-Auto nicht nur besonders klimafreundlich unterwegs, er ist auch eine der Voraussetzungen für die Förderung der Wallbox-Installation durch die KfW. Mit innovativen Angeboten wie dem E.ON SmartStrom Öko laden Kunden ihr E-Auto nachts besonders günstig.

Mit dem innovativen Online-Installationscheck erhalten Kunden etwa schnell und einfach ein individuelles Angebot, was der professionelle Wallbox-Einbau und die Leitungslegung in ihrem Fall genau kosten. Weitere Informationen zum Elektromobilitätsangebot von E.ON

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