Regenwasser nutzen mit einer Regenwasserzisterne

Eine Regenwasserzisterne stellt eine nachhaltige und kostengünstige Möglichkeit der Wasserversorgung dar. Das Regenwasser kann sowohl im Garten als auch im haus genutzt werden. 

Die richtige Pumpe für eine Regenwasserzisterne

Hauswasserwerke sind in letzter Zeit zwar in aller Munde, eine Tauchdruckpumpe ist allerdings im Zisternenbetrieb besser geeignet. Die relativ komplexen Hauswasserwerke sind aufwendig zu warten, brauchen einen regelmäßigen Filterwechsel und Rückschlagventile.

Auch gibt es oft Schwierigkeiten beim Trockenfallen der Zisterne. So muss in dem Fall, insbesondere bei preisgünstigen Hauswasserwerken, der Schlauch bzw. der Ansaugbehälter manuell gefüllt werden – aufwendig und eigentlich unnötig. 

Eine Tauchdruckpumpe ist hingegen nicht nur günstiger, sondern benötigt auch keine Filter im Ansaugbereich – man muss hierzu also nicht in die Zisterne hinabsteigen. Verglichen mit anderen Methoden stellt sie die beste Wahl dar.

Elektronische Steuergeräte zur Pumpensteuerung sind heute durchaus bezahlbar und für eine komfortable Nutzung äußerst praktisch. Das Schaltgerät startet die Pumpe bei Druckabfall in der Leitung (ein Wasserhahn wird geöffnet) und schaltet sie bei Anstieg des Drucks wieder ab (Wasserhahn zu).

Moderne Pumpen schalten dabei erst beim endgültigen Versiegen des Wasserstromes ab: So wird ein ständiges An- und Abschalten der Pumpe bei geringen Durchflussmengen vermieden.

Wasserfilter fürs Regenwasser

Gutes muss leider oft auch teuer sein: Wenn Sie einen der herkömmlichen, horizontalen Filter zur Regenwasserfilterung verwenden, werden Sie nach kurzer Zeit kaum noch Durchgang haben. Tannennadeln, Blätter und Schmutz verstopfen den Filter sehr schnell und machen eine häufige Säuberung nötig.

Besser ist in diesem Fall ein sogenannter Wirbelfeinfilter. Dieser scheidet die Schwebeteilchen an der Filterwand ab und hat auch bei starker Verschmutzung noch einen guten Durchgang. Alle 3 Monate muss der Filter allerdings in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden, um ein Zusetzen des Siebs zu vermeiden.

Empfehlungen für Rohre fürs Regenwasser

  • Regenwasserzulauf: 100er KG-Kunststoffrohre (orange). Diese Rohre sind frostsicher und ermöglichen durch ihren großen Durchmesser auch bei Starkregen eine gute Abführung des Regenwassers in die Zisterne.
  • Hausanschluss: Polyethylen Hartkunststoff-Schlauch (DIN EN 12201). Der Schlauch ist zwar wenig biegsam, aber sehr druckfest und dauerhaft. Herkömmliche Schläuche halten nur ein bis zwei Jahre.
  • Wasserleitungen im Haus: Kupferrohre oder Mehrschicht-Kunststoffleitungen. Reine Kunststoffleitungen sollten aufgrund ihrer mangelnden Stabilität nicht verwendet werden.

Nützliches Zubehör und allgemeine Betriebshinweise

In der Zisterne herrscht ein komplexes Mikro-Ökosystem, das über das nachlaufende Regenwasser mit Sauerstoff versorgt wird. Die Sauerstoffzufuhr muss daher immer gewährleistet sein.

In regenarmen Sommern oder Wintern kann man durch einen handelsüblichen Teichbelüfter zusätzliche Luft in die Zisterne führen. Dieser sollte allerdings nur bei geringen Außentemperaturen (im Sommer nachts) eingeschaltet werden, um das Ökosystem nicht durch Warmluftzufuhr zu beeinträchtigen.

Die Reinigung einer Zisterne ist nur in Ausnahmefällen nötig. Der dunkle Belag, der sich an den Zisternenwänden absetzt, sind gutartige Bakterien. Sie unterstützen die Selbstreinigung des Zisternenwassers.

Sollte sich am Boden allerdings aufgrund fehlerhafter Filtrierung eine zu starke Sedimentschicht gebildet haben, muss die Zisterne schonend und ohne Chemikalien manuell gereinigt werden.

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