Holz im Bad: Natur pur

Holzmöbel im Badezimmer? - Das geht auf alle Fälle, denn natürliche Holzmöbel vertragen sich viel mehr mit dem Feuchtraum, als man denkt, und schaffen so ein angenehmes Raumklima. Wie Sie diese Badezimmereinrichtung richtig pflegen und worauf Sie beim Material Naturholz noch achten müssen, erfahren Sie hier!

Natürliches Holz im Badezimmer

Möbel, Böden und Alltagsgegenstände aus ­reinem Naturholz sind etwas ganz Besonderes. Das sieht man, das riecht man, das fühlt man. Viele wünschen sich diese Reinheit des Materials gerade im Bad – doch eben dort taucht auch sofort die Frage nach der Verträglichkeit des Holzes mit den Bedingungen in einem Feucht­raum auf. So problematisch ist das allerdings gar nicht. Man muss zunächst bedenken: Im Wald trotzt das Holz jahr­zehntelang Frost und Hitze, Schnee und Regen – das perfekte Trainingslager für viele weitere Jahre im Bade­zimmer.

Die Gemeinsamkeit der Leidenschaft für dieses Material brachte nun sogar einen renommierten Naturholz-Möbelbauer mit einem Spezialisten für Badeinrichtung  zusammen, die gemeinsam ein Massivholz-Badmöbelprogramm entwickelten. Um die natürlichen Schutzeigenschaften des Holzes optimal zu nutzen, sind dessen Oberflächen nicht versiegelt, sondern mit einem organisch reinen Pflegeöl behandelt, welches hauptsächlich aus Leinöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Karnauba- und Bienenwachs besteht. Der Anteil der Wachse ist gegenüber herkömmlichen Pflegeölen etwas erhöht, um die Widerstandsfähigkeit gegen stehendes Wasser zu stärken. Dennoch bleibt das Holz offenporig, was gerade im Badezimmer viele Vorteile mit sich bringt. Zum Beispiel wirkt die natürlich enthaltene Gerbsäure antibakteriell. Ebenso ist unlackiertes Holz antistatisch und zieht daher keinen Staub an. Es atmet, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. Das Ergebnis ist ein angenehmes Raumklima, das man bei jedem Betreten des Badezimmers spüren kann.

Badmöbel aus der Kooperation Team 7 und Keuco

Die Badmöbel der „Edition Lignatur“ aus der Kooperation Team 7 und Keuco sind individuell gefertigte Unikate aus drei edlen Naturhölzern: Eiche, Eiche Venedig und Nussbaum. Die Schöpfer vom Designbüro Tesseraux+Partner nutzten die Freiheiten, die die Gestaltung von Badmöbeln aus Naturholz mit sich bringt, in vollen Zügen aus.

Die Holzart Eiche Venedig stammt übrigens tatsächlich aus der Stadt der Kanäle: Mit ihren unzähligen, in den sandigen Untergrund gerammten Eichenpfählen ist die Lagunenstadt ein Paradies für den Schiffsbohrwurm. Deswegen müssen die Pfähle ab und zu ausgetauscht werden – ihr Holz findet dann in besonders begehrten Einzelstücken Verwendung.

Die richtige Pflege der Holzmöbel

Unversiegeltes Naturholz verzeiht überdies vieles, Nutzungsspuren und kleinere Beschädigungen, wie etwa Dellen, Kratzer oder Verfärbungen durch Glasränder lassen sich mit einem speziellen Pflegeset im Handumdrehen ausbessern. Bei aller natürlichen Robustheit: Zweimal im Jahr haben die Holzoberflächen der Badezimmermöbel sich etwas Wellness mit Pflegeöl vedient. Dadurch wird das Holz mit der Zeit immer widerstandsfähiger. Und bleibt so unverwüstlich, wie es schon damals im Wald war.

Natur unter den Füßen

Ein Badezimmer mit Parkettboden besitzt eine ganz besondere Atmosphäre. Böden aus Echtholz strahlen Wärme aus und sorgen für ein gesundes Raumklima. Auch das Parkett hat jedoch den Ruf, im Bad etwas problematisch zu sein, da Holz bei Feuchtigkeit aufquillt. Mittlerweile ist das kein Problem mehr, denn die Parketthersteller haben entsprechende Produkte auf den Markt gebracht. Neue Parkettsysteme z. B. mit speziellen Fugen sorgen dafür, dass man Natur pur nun auch in Bad und Küche genießen kann. Der Weg ist frei für einen einheitlichen Look im Haus, was ganz neue architektonische Gestaltungsfreiräume ermöglicht.

Der Parkettboden im Badezimmer sollte aus einem Hartholz bestehen, denn diese kleinporigen Hölzer quellen nur wenig bei Feuchtigkeit auf. Neben den im Schiffsbau verwendeten Tropenhölzern – wie zum Beispiel Doussie, Jatoba, Teak und Merbau – bietet sich als ökologische Alternative Eiche, Douglasie oder Nussbaum an. Das Parkett im Bad muss unbedingt vom Fachmann verlegt werden.

Damit der Holzboden im Badezimmer lange erhalten bleibt, benötigt er eine besondere Pflege. Stehendes Wasser in Form kleinerer und größerer Pfützen sollte möglichst sofort entfernt werden. Ein stabiles Raumklima mit einer Temperatur von um die 20 Grad bei ca. 70 Prozent Luftfeuchte lässt den Parkettboden über lange Zeit bestens im Bad leben. So setzt der Boden aus Naturholz die Badezimmereinrichtung in ein ganz neues Licht.

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