Rendezvous der Sinne

Eine Auszeit nehmen, in betörenden Düften schwelgen, den weichen Dampf tief einatmen oder in warmes blubberndes Wasser sinken ... Warum soll das nur im Wellnessurlaub möglich sein? Lieber jeden Tag – zuhause!

Bewegtes Wasser genießen

Warme Schwerelosigkeit. Eine Luftblase löst sich träge vom Grund, trudelt nach oben, bleibt vorsichtig am Oberschenkel hängen. Dann, ein leichtes Kitzeln am Fuß, ein Zupfen im Nacken und plötzlich Sprudeln, Wirbeln und Schäumen.

Ein Vergnügen ist das Bad im sanft blubbernden oder kräftig brodelnden Wasser, denn im Whirlpool wird das Element ganz besonders intensiv erlebt. Der massierende Druck der Düsen lindert Muskelkater, löst Rückenbeschwerden und strafft das Bindegewebe. Abgesehen von der Streichel- oder Massagewirkung verändert sich im bewegten Wasser das Temperaturempfinden: Während sich im ruhigen Bad auf der Haut ein isolierender Schutzfilm bildet, verhindert die Bewegung dies und der Körper kann die wohlige Wärme voll und ganz aufnehmen.

Gerüche wecken Erinnerungen

Sonnenblumen am Wegrand, Sandalen verrutschen auf Kies, weiches Licht, ein Traktor tuckert in der Ferne. Gemähtes Gras . Sommerferien.

Der Geruchssinn ist als einziger direkt mit dem Gedächtnis verbunden. Daher kann ein Duft Erinnerungen an entfernte Orte und lang vergessene Erlebnisse wecken. Gerüche beeinflussen außerdem unser körperliches und seelisches Wohlbefinden, deshalb setzt man Essenzen aus Blüten, Blättern oder Wurzeln seit Jahrhunderten zu therapeutischen Zwecken ein, sei es Massageöl, als Badezusatz oder zum Inhalieren. Probieren Sie es aus: Aromakerzen und Räucherstäbchen verbreiten Wohlgeruch im Bad, Aromadispenser verteilen den gewünschten Duft in Dampfkabinen, für die finnische Sauna mischt man die flüssigen Essenzen ins Aufgusswasser.

Manche mögen's heiß

Wärme. Ruhe. Die Muskeln werden locker, die Poren öffnen sich, die ersten Schweißperlen suchen zögernd den Weg der Schwerkraft über die Topografie des Körpers - und mit ihnen tropfen Stress und Hektik einfach ab.

Ein Dampfbad bewirkt geradezu Wunder sowohl in kosmetischer als auch medizinischer Hinsicht. Dampf befreit die Atemwege und macht sie widerstandsfähig gegen Infekte, selbst chronische Entzündungen werden gelindert. Das tropische Klima eines Dampfbades bei etwa 45–55°C und 80–100% Luftfeuchtigkeit entspannt die Psyche, Aggressionen lösen sich auf, die Haut wird samtweich. Mit einer Dampfdusche lässt sich das private Wohlfühl-Programm auch in einem Bad mit Durchschnittsmaßen verwirklichen. Die Einheiten bestehen aus einer geschlossenen Kabine mit Sitzen, einer Duschgarnitur und häufig Massagedüsen.

Spaßfaktor Fitnessdusche

Sprühender Dampf, wabernder Nebel, perlende Tropfen, prasselnder Regen, sprudelnde Quelle, warmer Schwall, pulsierender Strahl.

Ein feiner Sprühregen aus der Kopfbrause legt sich sanft auf die Haut, ein Knopfdruck und schon zischt ein Strahl aus einer der Seitendüsen. Eine kurze Nackenmassage, einmal wechselduschen heiß-kalt und fünf Minuten später steigt der Morgenmuffel voller Tatendrang aus der Duschkabine. Eine Fitnessdusche benötigt nicht mehr Platz als eine normale Kabine, doch ermöglicht sie mehr Anwendungen: Kopf- und Handbrausen sind auf verschiedene Strahlarten von soft bis prickelnd einstellbar und die in den Seitenwänden integrierten Düsen können Rücken, Nacken, Füße oder Oberschenkel gezielt massieren.

Die Macht der Farben

Rot wie ein scharf gewürztes Gericht in einem indischen Gourmettempel, Orange wie fröhliches Kinderlachen an einem sonnigen Frühlingsmorgen, Grün wie der harzige Geruch nach Tannennadeln, Blau wie das Eintauchen in einen eiskalten Gebirgssee.

Das menschliche Auge kann farbiges Licht in Impulse umwandeln, welche auf den Organismus wirken. Mit Farblicht kann die Stimmung also gezielt beeinflusst werden. Das geht auch zu Hause, am besten in der Sauna oder im Dampfbad, denn dort kann man die wohltuenden Strahlen mit Muße aufnehmen. Jede einzelne Spektralfarbe wirkt anders auf den Gemütszustand: Rot regt an und unterstützt die Haut bei Akne, Gelb beschwingt und hilft gegen Müdigkeit und Depressionen, Blau beruhigt die Nerven und unterstützt die Konzentrationsfähigkeit, Grün harmonisiert und sorgt für Ausgeglichenheit.

Wellness-Rezepte

Relax-Tee

Nach einer Massage-Session im Whirlpool ist es Zeit für eine ruhige Tasse Tee: Überbrühen Sie 1 – 2 EL Orangenblüten mit 1 Liter Wasser und lassen Sie den Tee 5 Minuten ziehen. Machen Sie es sich auf einer Ruheliege bequem.

Bad im Meer

Ein Meerwasserbad strafft die Haut, regt den Kreislauf an und stimuliert den Zellstoffwechsel und die Fettverbrennung. Für ein Vollbad lösen Sie 35gr Salz pro Liter im körpertemperaturwarmen Wasser auf. 15 bis 20 Minuten darin baden.

Kaffee-Dusche

Sie werfen den Kaffeesatz in den Müll? Nicht doch! Mischen Sie ihn mit etwas Speiseöl und rubbeln Sie mit dieser Paste beim Duschen Ihren Körper ab. Das fördert die Durchblutung, macht Ihre Haut zart und Sie topfit.

Aromaöl

Belebend: Bergamotte verströmt einen süßlichen Duft und hellt die Stimmung auf. Lavendel und Lemongrass wirken belebend und anregend, Minze macht den Kopf frei und klärt den Geist. Der würzige Geruch des Rosmarin stärkt das Gedächtnis.

Beruhigend: Der Duft von Arnika und Melisse entspannt, Kamille hat eine beruhigende und ausgleichende Wirkung, frischer Eukalyptus und der Geruch nach Fichten- oder Kiefernnadeln sind wohltuend für die Atemwege.

WAKE-UP

Schalten Sie Ihre fetzigste Lieblingsmusik an und powern Sie sich dazu fünf Minuten lang mit Schattenboxen aus. Damit starten Sie garantiert munter in den Tag.

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