Die ideale Planung für das Traumbad gibt es nicht. Jeder setzt andere Prioritäten, jeder hat einen anderen privaten „Background“.

Zum Traumbad mit guter Badplanung

Der eine schleust morgens eine 5 köpfige Familie durchs Stauraum geplagte Badezimmer, bei dem anderen herrscht friedliche Ruhe im puristisch eingerichteten Singlebad. Der eine plagt sich mit „Problembädern“ in Form eines Schlauches oder im ausgebauten Dachgeschoss herum, der andere sorgt bereits fürs Alter vor und denkt an die Zeiten, in dem der Eintritt in die Dusche besser barrierefrei sein sollte. Am Anfang jeder Planung steht damit die Frage. „Was erwarten wir von unserem Badezimmer? Welche Funktionen soll es erfüllen?“ Erst dann kommt die Kreativität in Form eines gut geschulten Badplaners ins Spiel.

Badplanung – Lassen Sie sich inspirieren

Aber wo anfangen? Am besten ist: Erst mal Lust und Spaß an der Sache bekommen. Schmökern Sie in einschlägigen Zeitschriften, besuchen Sie die Internet-Seiten der abgebildeten Hersteller, lassen Sie sich deren Kataloge zuschicken und machen sich somit ein Bild über die raffinierten Produkte und umfangreichen Möglich- keiten der Sanitärindustrie. Lassen Sie sich in Fachausstellungen Bad inspirieren. Nach einiger Zeit sind Sie schon ein ganzes Stück klüger. Wichtig: Versteifen Sie sich nicht auf ein einziges Produkt oder eine einzige ausgefallene Idee, denn das könnte die spätere Planung erschweren.

In dieser Phase können Sie sicher schon herauskristallisieren, welche Stilrichtung Sie besonders anspricht und zum Haus passt: Welche Farben mögen wir? Sind diese geeignet fürs Badezimmer, auch auf lange Sicht gern gesehen? Soll eine bestimmte Atmosphäre angestrebt werden, z. B. mediterran-gemütlich oder puristisch-modern oder romantisch-nostalgisch? Wird ein großzügiger, übersichtlicher Raum gewünscht oder gibt es eine Vorliebe für versteckte Nischen und sichtgeschützte „private Eckchen“? Die Bestimmung der Stilrichtung fängt bei Wand und Boden an, wobei sich derzeit ein Trend zu einer Mischung aus gefliesten und verputzten Wandflächen zeigt, während der Boden weiterhin gefliest, aber auch teilweise gerne mit wasserfestem Holzboden ausgestattet wird.

Familienbad, Seniorenbad, Singlebad?

Spätestens jetzt kommt die realistische Bedarfsanalyse ins Spiel: Wie viele Personen nutzen das Bad? Müssen spezielle Bedürfnisse von Kindern oder Senioren mit auf die Liste, sollte Ihr eigenes Älterwerden berücksichtigt werden? Bodengleich eingebaute, großzügige Duschen sind ohnehin stark im Trend und überzeugen neben ihrer puristischen Optik auch mit barriereloser Bewegungsfreiheit.

Im Familienbad machen Sitzgelegenheiten, Einstiegshilfen zur Wanne, ein durch Schiebetür oder Zwischenwand separiertes WC sowie viel Stauraum Sinn. Für die Eigenständigkeit der Kinder kann z. B. ein höhenverstellbarer Waschtisch angedacht werden, auch Doppelwaschtische mit Becken auf unterschiedlichem Höhenniveau, am besten noch unterfahrbar, sind für alle Nutzer, Bedarfs- und Notfälle gerüstet. Wird das Bad – zum Beispiel morgens – von mehreren Personen gleichzeitig genutzt? In diesem Fall ist ein Doppelwaschtisch ohnehin ratsam, mit großem Spiegel(-schrank) dazu. Türen an Möbeln, Duschen etc. empfehlen sich als Schiebetür-Ausführung zugunsten der Bewegungsfreiheit, der Bad-Grundriss sollte für eine entspannte Doppelbenutzung mindestens acht Quadratmeter umfassen. Wer nicht viel Platz für das Bad im Haus erübrigen konnte, findet in Kombiwannen (Badewanne mit erweitertem Duschbereich und Glasabtrennung) sowie in den neuen wegklappbaren Duschwänden seine Favoriten. Müssen Waschmaschine oder Wickeltisch integriert werden? Dann bieten sich gemauerte Nischen an. Wie viel Stauraum wird für Handtücherstapel und Badutensilien benötigt?

So fällt die Bad-Reinigung leicht

Wandhängende Möbel und Sanitär-Elemente – evtl. mit einer pflegeleichten Oberfläche – erleichtern die Reinigung des gesamten Badezimmers.

Vorwandinstallation schafft neue Lösungen

Durch Vorwandinstallations-Elemente lässt sich die Anordnung der Sanitärelemente spannender gestalten als nur „immer an der Wand entlang“, durch halbhohe, ganz nach Wunsch verkleidete Elemente entstehen schöne Raumteiler, Nischen, und auch zusätzliche Ablageflächen im Bad. WC-Spülkästen versteckt man heute eigentlich immer in einer Vorwandinstallation, nur eine schicke Drückerplatte bleibt sichtbar.

Tolle Möglichkeiten für die Dusche

Badplanung – Achten Sie auf die Details

Zum Gesamtkonzept gehören Details wie die Öffnungsrichtung und der
Radius sämtlicher Türen sowie die Lage und Anzahl von Steckdosen und Schaltern.

Wohin mit dem Heizkörper?

An welcher Wand soll der Heizkörper Platz finden? Am besten nahe an der Dusche, denn moderne Bad-Heizkörper dienen auch als Handtuch-„Vorwärmer“ – so hat man das warme Badetuch direkt zur Hand, wenn man tropfend die Dusche verlässt. Eine Kombination mit einer Fußbodenheizung schafft das perfekte Wohlfühl-Klima im Bad.

Badplanung – Unter der Dachschräge

Dachschrägen müssen nicht schrecken, denn maßgefertigte Duschwände oder gar eine Sauna können hier durchaus ihren Platz finden, die Badewanne ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

Ein Lichtkonzept fürs Bad

Vergessen Sie nicht die Planung der Lichtquellen und die gewünschte Lichtstimmung. Spiegelleuchten z. B. rechts und links geben schattenloses, blendfreies Licht. Verschiedene Lichtquellen akzentuieren einzelne Funktionsbereiche. Wer gerne ein Schaumbad in der Wanne nimmt und das Bad als Erholungsort versteht, sollte dimmbares Licht oder Farblichtwechsler in das Raumkonzept einbeziehen. So wird das Bad im neuen Haus eines Ihrer Lieblingsräume.    

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