Bei Badezimmern, die in die Jahre oder Jahrzehnte gekommen sind, hilft oftmals nur noch eine Komplettrenovierung, um Anschluss an die Neuzeit zu gewinnen. Die Besitzer erhalten dadurch Wellness auf mehr Quadratmetern im neuen Look.

Badrenovierung

Wenn das vorhandene Bad außer Waschbecken und Wanne nur drangvolle Enge zu bieten hat, die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten für eine Erweiterung aber vorhanden sind, kann es nur eines geben. "Von Grund auf renovieren!" Es ist die Chance, aus einer langweiligen Einheitslösung von anno dazumal ein komfortables Wohfühlbad zu machen.

Eigene Bedürfnisse

Wie das neue Bad auszusehen hat, ist nicht nur eine Frage modischer Trends. Vor allem sollten die eigenen Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Wie viele Personen haben welche Ansprüche? Der Besuch einer Badausstellung zeigt die Vielfalt der Möglichkeiten, gibt ein Gefühl fürs Mach- und Finanzierbare und
bietet Anregungen, für die individuelle Situation die optimale Lösung zu finden. Vielleicht entdeckt man dabei sein Faible für Objekte wie den Whirlpool oder das Dampfbad, woran man andernfalls gar nicht gedacht hätte. Da sowieso manche
Wand fallen muss und neue eingezogen, Türen versetzt und Böden aufgerissen werden, kann man solche Ideen samt Vermaßung gleich in die Planung einbeziehen. Ein anderes Beispiel ist die bodengleiche Dusche. Das notwendige
Gefälle der Bodenfliesen Richtung Ablauf kann bei einer grundlegenden Renovierung problemlos mit berücksichtigt werden.

Der Ausbau des Badezimmers

In den Anfängen des letzten Jahrhunderts gelangte man oft nur über die Küche ins Bad. Wer nun aus diesen beiden Räumen ein großes Bad machen kann, hat nicht nur Fläche satt, sondern zudem reichlich Tageslicht. Er kann gegebenenfalls die Nische des ursprünglichen Badezimmers zu Sauna oder Dampfbad umfunktionieren, kann einen eventuell vorhandenen Küchenbalkon als kleinen Freisitz für den morgendlichen tiefen Atemzug an der frischen Luft nutzen oder den gewonnenen Raum mit einem Hometrainer bestücken, auf dem der Blick während des Trainings nicht auf Fliesen sondern durchs ehemalige Küchenfenster nach draußen fällt. Das geht natürlich nur, wenn klar ist, wo die bisherige Küche einen neuen Platz findet oder noch besser, wenn sie nicht mehr gebraucht wird, weil zwei Wohnungen zusammengelegt werden. Eine andere Variante ist die Ausdehnung über die Hausgrenzen hinaus. Bäder grenzen häufig an Garage oder Carport. Mit Durchbrüchen und Ummauerungen entstehen so schnell großzügige Räume. Selbstverständlich müssen dann Heizung, Fensterauschnitte und Wärmedämmmaßnahmen besonders gut geplant werden. Manchmal reicht auch der Anbau eines Erkers, in dem die Badewanne oder wenigstens die Dusche Platz finden und so den übrigen Raum entlasten. Sobald die ursprünglichen Hausgrenzen überschritten werden, geht jedoch nichts ohne Baugenehmigung. Etwas weniger aufwendige Maßnahmen um Bäder dennoch groß herauskommen zu lassen, sind angrenzende Zimmer
oder Abstellkammern, die „vereinnahmt“ werden.

 

 

 

Was einmal eine großzügige Altbau-Küche mit Balkon war, wurde zum Luxusbad umgebaut. Eine geniale Lösung für den Fall, dass zwei Altbauwohnungen zusammengelegt werden.

Gestaltungsvarianten

Ganz gleich, wo und wie das neue Bad entsteht durch die Technik der Vorwandinstallation ist im Innenbereich nahezu jede Gestaltungsvariante umsetzbar. WCs, Wanne, Duschen und Waschtische können damit unabhängig
vom Verlauf der Raumwände aufgestellt und angebracht werden. Die umgebenden Wände lassen sich bei Bedarf in Leichtbauweise einfach und zügig errichten und müssen mit speziell für Feuchträume geeigneten Gipsfaserplatten beplankt werden. Badvergrößerungen erfordern in der Regel die Anpassung beziehungsweise neue Ausrichtung des bestehenden Heizsystems. Mit Hilfe eines Fachplaners oder Heizungsfachmanns lässt sich sagen, ob man eine komfortable Fußbodenheizung verlegen lassen kann oder ob einzelne Heizkörper sinnvoller sind. Außerdem muss geklärt werden, ob die alte Heizungsanlage den Zusatzbedarf „schafft“ oder das Warmwasser unter Umständen knapp werden könnte.

 

 

Fußbodenheizung, Heizkörper oder eine Kombination aus beidem, das müssen Fachmann und Bauherr gemeinsam entscheiden. Moderne Designheizkörper bieten mehr als nur Wärme, wie dieser mit integrierter Spiegelfunktion. Nie mehr beschlagene Spiegelflächen im Bad!

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Auswahl der Materialien

Die Modernität und Wohlfühlatmosphäre eines Bades wird vor allem durch ein durchdachtes Raum- und Ausstattungskonzept erreicht.

Wichtiger als Designernamen ist die Auswahl der Materialien wie Holz, Fliesen oder Glas, die sich an den persönlichen Vorlieben ausrichtet.

Holz oder Fliesen, Kork oder Linoleum an Böden und Wänden, Putz oder Glasbausteine an Wänden, Keramik oder Glasplatten für die Objekte.

Hier können sich Fantasie und Geschmack austoben. Die Aufteilung in intimere und offenere Bereiche, für die sich Vorwandinstallationen oder frei stehende Heizkörper als Raumteiler einsetzen lassen, machen das Bad zum Erlebnisort.

Originelle Akzente werden am besten durch gewisse Extras gesetzt werden. Sei es die Badewanne auf Podest, als Ecklösung frei im Raum stehend oder unterm Dachflächen oder Gaubenfenster, sei es eine ungewöhnliche Platzierung des Waschtischs oder seien es Farbe, Größe und Verlegungsart der Fliesen.

 

Besonders Fliesen bestimmen entscheident das Bild Ihres Badezimmers. Deshalb kommt Ihrer Auswahl an Farben, Formaten und Dekoren, besondere Bedeutung zu.

Von der Planung zur Nutzung

Für eine Badrenovierung mit Grundrissänderung ist es
sinnvoll, einen Architekten zu Rate zu ziehen. Folgende
Schritte sind zu beachten:


• Architekten suchen
• Raumplanung (Grundrissänderung, Statik)
• Bei Anbauten Bauantrag stellen
• Gewünschte und notwendige Ausstattung festlegen
• Genaue Grundriss- und Raumplanung mit Nischen, Fenster- und                            Türausschnitten
• Fachplanung (Heizung, Sanitärinstallation, Elektroinstallation)
• Fliesenauswahl
• Angebote der verschiedenen Gewerke einholen
• Abriss und Deinstallation des „alten“ Bades
• Fußboden als wasserdichte Wanne sowie Maurerarbeiten
• Fenster und Türen setzen
• Fußbodenaufbau, Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation
• Gegebenenfalls Budgetkontrolle und Anpassung
• Estrich, Gipser, Fliesenleger, Maler
• Anbringen der Sanitärkeramik, Heizkörper, Armaturen, Spiegel, Licht
• Möblierung und andere Einrichtungsgegenstände
• Wasser marsch!

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