Wasser sparen – Jeder Tropfen zählt

Weltweit wird die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser zum Zukunftsthema. Der verantwortliche und sparsame Umgang mit Wasser ist das Gebot der Stunde – für jeden einzelnen.

In 3 Minuten verschwinden 20 Liter Wasser im Abfluss

Durchschnittlich verbraucht jeder Bundesbürger täglich etwa 120 Liter Trinkwasser. Allerdings werden gerade mal zweieinhalb Liter tatsächlich zum Trinken und Kochen benötigt. Der Rest wird zum Baden und Duschen, zum Händewaschen, Wäschewaschen, Geschirrspülen und für die Toilettenspülung eingesetzt.

Wasser sparen mit modernen Sanitärarmaturen

Wassersparen beginnt am Handwaschbecken: Moderne Armaturen mit besonderem Innenleben können dabei helfen. So spart der Einhandhebelmischer gegenüber der Zweigriff-Mischbatterie deutlich an Wasser, da die gewünschte Temperatur sofort eingestellt werden kann.

Durchflussbegrenzer begrenzen den Wasserausfluss, egal wie weit der Wasserhahn geöffnet ist. Beim Kauf einer neuen Armatur sollten sie am besten schon eingebaut sein, auch als einfach einzubauende Zusatzteile werden sie im Fachhandel angeboten. Im Fachhandel erhalten Sie einen Durchflussbegrenzer für nur circa fünf Euro. Ein 4-Personen-Haushalt spart damit täglich zwölf Liter am Waschtisch und rund 15 Liter in der Dusche. 

Armaturen mit Spar- bzw. Ökotaste oder Einrastung des Mischhebels ermöglichen eine Wasser sparende Nutzung mit 4 Liter pro Minute. Wasserhähne mit Selbstschlussventilen oder elektronischer Steuerung sind eine besonders sparsame Alternative.

Duschen statt Vollbad

Der BUND hat ausgerechnet, dass ein Vollbad in der Wanne rund 140 Liter Wasser benötigt. Beim Duschen hingegen fließen pro Minute etwa 20 Liter Wasser durch die Leitung; bei einer Durchlaufmengenbegrenzung noch weniger. Besser ist es also, das Duschen dem Baden vorziehen; das reduziert den Wasserverbrauch um etwa 60 bis 80 Liter. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann über 300 Euro jährlich an Energie- und Wasserkosten sparen, wenn das Vollbad durch die Dusche ersetzt wird.

Wasser sparen mit Sparduschkopf

Wassersparende Duschköpfe funktionieren ähnlich wie Strahlregler: sie lassen weniger Wasser mehr erscheinen. Im Gegensatz zu einfachen Lochbrausen nutzen sie dadurch das Wasser besser aus und lassen unabhängig vom Druck nahezu immer gleich wenig Wasser durch. Sparduschköpfe sollten außerdem einen kleineren Strahlwinkel haben, damit weniger Wasser ungenutzt zur Seite spritzt.

Für die Dusche eignet sich eine Thermostatbatterie. Hier wird ein unnötiges Ablaufen von zu kaltem oder heißem Wasser dadurch vermieden, dass sich die Temperatur vor dem Duschen einstellen lässt.

Zweimengenspülung am WC, der Einhebelmischer am Waschtisch, Thermostat an der Wanne und in der Dusche: Moderne Armaturen sparen Wasser und Energie. 

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Spülkästen mit Stopptaste

Rund ein Drittel des täglichen Wasserverbrauchs in einem Haushalt geht zu Lasten der Toilettenspülung. Während ältere Spülkästen bei jeder Betätigung 9 bis 14 Liter Wasser durch die Leitung schicken, kommen wassersparende Spülkästen mit 6 bis 9 Litern aus. Außerdem verfügen sie über eine Spar- bzw. Stopptaste, so dass je nach „Größe“ des Geschäftes auch 3 Liter für eine hygienische Spülung völlig ausreichen. Die Standardspülmenge ist über den Füllstand regulierbar und sollte auf 6 Liter eingestellt sein.

Grauwasser Recycling

Grauwasser ist der Abfluss von Bade- und Duschwasser sowie von Waschtischen. Nach einer Reinigung kann das Wasser für die Waschmaschine, zur Toilettenspülung und Bewässerung eingesetzt werden. Der beson­dere Vorteil ist, dass der tägliche Grauwasseranfall von etwa 50 Liter pro Person dauerhaft dem Bedarf für Toiletten und Bewässerung entspricht. Durch die doppelte Nutzung werden der häus­liche Trinkwasserbedarf und der Abwasseranfall um ca. 30 Prozent reduziert. Kompakte Auf­bereitungsanlagen für die er­forderliche Reinigung des Grau­wassers werden auch für Wohngebäude angeboten.

Sparsame Haushaltsgeräte

Auch für Wäschewaschen und Geschirrspülen wird viel Wasser gebraucht, nämlich fast 20 Prozent des täglichen Wasserbedarfs. Achten Sie deshalb beim Kauf von neuen Geräten auf den Wasserverbrauch. Ältere Waschmaschinen schlucken noch über 100 Liter, eine moderne, sparsame Maschine verbraucht 40 bis 50 Liter Wasser für fünf Kilo Wäsche.

Intelligente Geschirrspüler und Waschmaschinen entscheiden selbst, abhängig von Verschmutzungsgrad und Beladungsmenge, wie viel Wasser sie für ein optimales Ergebnis benötigen.

So können Sie kostenlos Wasser sparen

  • Beim Händewaschen, Zähneputzen oder Einseifen unter der Dusche das Wasser abstellen. Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen.
  • Wenig baden, der Wasserverbrauch beim Baden ist dreimal so hoch wie beim Duschen. Außerdem müssen vor allem Kinder nicht täglich duschen, es gibt ja auch noch das gute alte „Waschen!“
  • Alle Dichtungen an den Armaturen überprüfen, ein tropfender Wasserhahn kann bis zu 5000 Liter Wasser im Jahr verschwenden.
  • Wasch- und Spülmaschine immer nur voll gefüllt einschalten, Sparprogramme ausnutzen. 
  • Durch das Spülen von Hand werden durchschnittlich 10,5 Liter Wasser pro Person und Tag verbraucht. Ein Geschirrspüler der Energie-Effizienzklasse A verbraucht für die gleiche Menge Geschirr lediglich 2,27 Liter.
  • Vorwäsche nur bei stark verschmutzter Wäsche einstellen.
  • Die umweltfreundlichste Art und Weise, die Wäsche zu trocknen, ist die Wäscheleine.
  • Benutzen Sie Spül-Stopptasten beim WC oder die kleine bzw. große Taste bei Spülkästen oder die Spartaste bei Druckspülern.
  • Verzichten Sie auf Rasensprengen. Nach Trockenzeiten wird der Rasen nach wenigen Regentagen wieder grün. 
  • Pflanzen sollten mit gesammeltem Regenwasser gegossen werden.


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