7 Tipps für Nachhaltigkeit im eigenen Badezimmer

Im eigenen Bad muss Nachhaltigkeit nicht im ganz großen Stil umgesetzt werden. Auch kleinere Maßnahmen tragen zu einem nachhaltigen und umweltschonenden Lebensstil im häuslichen Badezimmer bei. Hier unsere 7 Tipps für ein nachhaltiges Bad.

Langlebige Produkte fürs Bad

Billigware vom Möbeldiscounter ist reizvoll, aber wirklich nicht zu empfehlen. Mal abgesehen von der Schadstoffbelastung halten diese Möbel nur ein paar Jahre und fallen dann auseinander. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollte man lieber etwas mehr Geld ausgeben und qualitativ hochwertigere Möbel kaufen. Die Mehrkosten gleichen sich durch eine längere Lebensdauer aus. Das bedeutet aber auch: Richten Sie Ihr Bad eher klassisch als trendy ein. Denn mit einer zeitlosen Badausstattung fühlen Sie sich noch in zehn oder zwanzig Jahren noch wohl.

Wasser sparen im Bad

Wasser zu sparen ist überall im Haushalt gut, natürlich auch im Badezimmer. Hier gelingt das mit wassersparenden Armaturen oder Spülkästen mit Wassersparfunktion. Duschen statt Baden ist eine weitere einfache Möglichkeit, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Wenn Sie beim Einseifen noch das Wasser abstellen und die Duschdauer auf das nötige Maß reduzieren, sparen Sie jede Menge kostbares Nass zusätzlich ein.

Energiesparendes Licht im Bad

Auch Energie im Alltag zu sparen gehört zu einem ökologischen Bewusstsein, moderne LEDs gehören dazu. Wer seine herkömmlichen Leuchten durch LEDs ersetzt, kann bis zu 80 % des Stromverbrauchs für die Beleuchtung einsparen. Praktisch dabei: Die bisherigen Leuchten können in der Regel ohne Umbau und Neuverkabelung einfach mit LED Leuchtmitteln weiterbetrieben werden. Möglich wird dies durch sogenannte LED-Retrofits, ein spezielles LED Leuchtmittel, das Glüh- und Halogenlampen sowie Leuchtstoffröhren perfekt ersetzen kann.

Müll vermeiden im Badezimmer

Müllvermeidung ist derzeit aktueller denn je. Das gilt auch und gerade fürs Badezimmer, denn hier fallen besonders viele Plastikverpackungen für Duschgele, Shampoos und Cremes an. Ein erster Schritt könnte sein, die Wasch- und Pflegeprodukte in Großpackungen (oder Nachfüllpackungen) zu kaufen und in dekorative Edelstahl- oder Keramikspender umzufüllen. Noch besser wäre die Verwendung von Glastiegeln oder unverpackten Seifenstücken  - selbst Shampoo gibt es als handliches „Stück“, das ganz ohne Plastik auskommt.

Umgang mit warmem Wasser im Bad

Warmes Wasser benötigt jede Menge Energie. Durchlauferhitzer, die Warmwasser mit Strom erwärmen, sind relativ bekannt. Die modernen Geräte heizen das Wasser nur nach Bedarf auf, es wird kein Warmwasser vorgehalten. Das bedeutet, dass auch nur dann Strom verbraucht wird, wenn warmes Wasser zum Baden, Duschen oder Waschen benötigt wird. Optimal für die Umwelt und noch effizienter ist es, wenn der Strom aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach stammt.

Recycelbare Materialien fürs Bad

Verwenden Sie möglichst nur recycelbare Materialien, wenn Sie ein nachhaltiges Badezimmer einrichten, schließlich wollen Sie der Nachwelt so wenig Sondermüll wie möglich hinterlassen. Natürliche Materialien wie Holz oder keramische Bauteile in Form von Fliesen, Waschbecken oder Toiletten sind in einem „grünen“ Bad bestens geeignet. Auch Glas, Edelstahl oder Aluminium gehören zu den Materialien mit einer hohen Nachhaltigkeit. Besser noch Sie greifen zu Naturbaustoffen wie Kalkputze, Granit oder Marmor. Selbst Lehmfarben und Lehmputze lassen sich im Bad verwenden.

Hygiene im eigenen Bad überdenken

Klar, im Bad spielt Hygiene eine wesentliche Rolle. Aber müssen die Handtücher wirklich jeden Tag gewechselt und die Badematten wöchentlich gewaschen werden? Nein. Handtücher sollte man Hygieneexperten zufolge etwa alle drei Tage wechseln und bei 60 Grad waschen, bei Duschtüchern reicht ein wöchentlicher Wechsel. Wichtig ist, die Tücher nach dem Benutzen immer so aufzuhängen, dass sie gut trocken können, denn in feuchtwarmem Milieu sammeln sich allerlei Mikroorganismen und Bakterien.

Bei den Badematten kommt es auf deren Beschaffenheit an: Einen hochflorigen größeren Badteppich zum Beispiel kann man erst 2-3-mal wöchentlich ausschütteln oder absaugen, bis er dann nach zwei bis drei Wochen gewaschen wird. Kleinere, kurzflorige Badematten gibt man etwa alle 2 Wochen in die Wäsche, da sie generell pflegeleicht zu handhaben sind und relativ wenig Platz in der Waschmaschine beanspruchen. Da die meisten Badematten aus reiner Baumwolle gefertigt sind, kann man diese sehr gut gemeinsam mit Handtüchern zusammen waschen.

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