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Fußbodenbeläge im Vergleich

Parkett oder Kork? Oder doch lieber Fliesen? Wir erklären die Unterschiede verschiedener Fußbodenbeläge.

Übersicht: Bodenbeläge im Vergleich

Holz, Laminat, Teppich, Fliesen, Kork, Vinyl, Linoleum, Naturstein und viele weitere Materialien stehen als Fußbodenbeläge zur Verfügung.

Pflegeleicht, nachhaltig, ökologisch, bunt oder klassisch: Wir haben für Sie die Bodenbeläge verglichen. Machen Sie sich schlau für den Fußodenbelag, der genau zu Ihnen passt.

Holzböden

Wohnlich, warm und in unzähligen Holzarten, Farben und Oberflächen zu haben: Holzoberflächen haben ihren ganz besonderen Reiz und können den kompletten Eindruck eines Raumes bestimmen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

  • Massivholzböden
  • Fertigparkett, auch Mehrschichtparkett genannt

Massive Holzböden gibt es als Stabparkett oder als Holzdielen. Stabparkett verklebt man vollflächig zu den traditionellen Parkettmustern mit dem Untergrund. Die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack oder Wachs/Öl findet erst nach dem Verlegen statt.

Die stärkeren Massivholzdielen kann man ebenfalls vollflächigverkleben. Häufiger wird inzwischen schwimmend verlegt, sodass lediglich Nut und Feder verleimt oder ineinander „geklickt“ werden.

Besteht der Unterboden aus Spanplatten oder alten Dielen, verschraubt man die neuen Dielen meist durch die Feder hindurch im Untergrund. Der traditionelle Unterbau für Holzdielen –  eine Balkenlage mit dazwischenliegender Dämmung – ist bei einer Renovierung aufgrund der Aufbauhöhe oft nicht realisierbar.

Fertigparkett ist ein aus mehreren Holz- oder Holzwerkstoff-schichten aufgebautes Fußbodenelement mit einer durchschnittlichen Stärke von 12 bis 15 mm und einer gebrauchsfertig behandelten Oberfläche. Die obere Nutzschicht besteht aus einer hochwertigen Holzart und muss laut Norm mindestens 2 mm dick sein. Achten Sie besser auf eine Dicke von mindestens 3,5 mm, damit die Nutzschicht später einen Renovierungsanschliff verträgt.

Lediglich 7 bis 8 mm dick sind die so genannten Echtholz- oder Feinholzböden. Als Nutzschicht dient hier nur ein dünnes Holzfurnier, sodass ein Renovierungsanschliff nicht möglich ist. Durch eine strapazierfähige, abriebfeste Versiegelung ist das Furnier aber lange Jahre gut geschützt.

Laminat

Vor einigen Jahren noch als billiger Parkett-Ersatz behandelt, hat sich Laminat zu einem bewährten Fußbodenbelag gemausert. Abriebfeste Oberflächen und hohe Stoßfestigkeit gehören zu seinen Vorzügen ebenso wie seine Beständigkeit gegenüber Zigarettenglut und UV-Einstrahlung.

Je nach Art der Fertigung unterscheidet man zwischen direktbeschichtetem (DPL) und dem stärker belastbaren „High Pressure Laminate“ (HPL).

Bei lediglich 7 bis 8 mm Dicke ist der Belag ideal für die Renovierung. Inzwischen gibt es sogar wasserverträgliche Ausführungen. Mittlerweile wird zu einem Großteil das schwimmend zu verlegende leimlose „Klick“-Laminat verarbeitet, mit dem auch der Laie kaum Fehler bei der Verlegung machen kann.

Ein dickes Plus: die unglaubliche Dekorvielfalt, die inzwischen weit über Holzdekore hinausgeht.

Teppich

Der Teppichboden ist in der Beliebheitsskala wieder nach oben geklettert, auch der hier und da drapierte Teppich rückt wieder mehr in den Fokus der Designer.

Ein Relikt aus den siebziger Jahren zeigt sich jetzt als topaktuell „reanimiert“: der Flokati und optisch verwandte, hochflorige Arten.

Teppich und -böden sind fußwarm, schallabsorbierend und vermitteln Wärme und Behaglichkeit. Moderne Teppichböden erweisen sich darüber hinaus als fleckunempfindlich und pflegeleicht.

Wichtig: In größeren Räumen sollten Teppichböden vollflächig mit einem lösemittelfreien Dispersionskleber verklebt, mindestens aber vollflächig am Untergrund fixiert werden. Wer auf Kleber ganz verzichten will, kann den Teppichboden auch vom Fachmann verspannen lassen.

Fliesen, Kork, PVC und Linoleum

Fliesen

In Bädern, Küchen und über Heizestrichen sind Fliesen der ideale Fußbodenbelag – langlebig, robust und leicht zu pflegen. Die Verlegung ist vergleichsweise aufwendig. Wichtig ist ein ebener, tragfähiger Untergrund. Dann können versierte Heimwerker diesen Belag durchaus auch selbst verlegen.

Kork

Fußwarm, elastisch und schalldämmend – damit warten Bodenbeläge aus Kork auf. Korkparkett ist quasi ein Fertigparkett mit einer oberen Nutzschicht aus Kork. Es wird schwimmend verlegt. Nur rund 4 mm dünn und deshalb für die Renovierung ideal sind Korkplatten. Man verklebt sie vollflächig mit dem Untergrund. Dieser muss allerdings sehr gerade und glatt sein. Bei der Oberflächenbehandlung hat man die Wahl zwischen Lack oder Öl/Wachs.

PVC

Kaum ein Bodenbelag wartet mit solch einer Designvielfalt auf wie Polyvinylchlorid-Beläge (PVC). Die Nachkriegsinnovation ist immer noch ein vielseitiger und preiswerter Fußboden. Er ist durch feuchtes Wischen unkompliziert zu pflegen, fußwarm und trittschalldämmend. In die Überlegungen bei der Fußbodenentscheidung sollte allerdings auch sein Gehalt an Weichmachern und Chlor einfließen.

Linoleum

Gesundheitlich und ökologisch unbedenklich ist das seit mehr als 100 Jahren bewährte, sehr strapazierfähige Linoleum, vor allem, wenn es nicht vorversiegelt wird. Der hygienische und pflegeleichte Bodenbelag wird aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Es ist antistatisch, leicht fungizid und bakteriostatisch (hemmt also Bakterien-Wachstum). Linoleum sollte vom Profi verlegt werden, der die Nähte mit einem Schweißgerät sorgfältig verschließt.

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