Designboden – pflegeleicht und vielfältig

Designböden sind in zahlreichen Oberflächen und Optiken erhältlich. Neben Designböden in Holzoptik, gibt es auch solche, die aussehen wie Fliesen oder Beton.

Die modernen Bodenbeläge aus Kunststoff zeichnen sich insbesondere durch ihre Robustheit aus. Sie sind unempfindlich gegenüber Schmutz und Feuchte.

Das macht Designböden zu einem idealen Bodenbelag für stark beanspruchte Räume, Küche und Bad sowie gewerbliche Räume, beispielsweise eine Praxis. 

Außerdem können Sie Designböden einfach mit Wasser reinigen, wodurch Schmutz und Flecken kein Thema mehr sind. 

Auf der anderen Seite haben Designböden in der Vergangenheit auch negative Aufmerksamkeit erlangt. Einige Produkte gaben Schadstoffe an die Raumluft ab oder enthielten gesundheitsschädliche Weichmacher.

In der Regel verzichten Designbodenhersteller heutzutage auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Dennoch sollten Sie darauf achten, um nicht Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie zu gefährden.

Was ist Designboden?

Designböden sind moderne Fußbodenbeläge, die aus Kunststoff gefertigt werden. In der Regel kommt für die Bodenbeläge Polyvinylchlorid (PVC), auch bekannt als Vinyl, zum Einsatz. 

Das Material ist langlebig und robust. Aufgrund der einfachen und hygienischen Reinigung finden Designböden sowohl im Privatbereich als auch in öffentlichen Räumen, wie Arztpraxen oder Cafés Verwendung. 

Die Optiken der modernen Designböden aus PVC reichen dabei von authentischer Holzoptik, über Beton- und Keramik- bis hin zu Steinoptiken. Alle sind in verschiedenen Farbnuancen erhältlich. 

Da Designböden aus Vinyl hergestellt werden, sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass bei der Produktion keine schädlichen Weichmacher zum Einsatz kommen. Diese können die Wohngesundheit negativ beeinflussen. 

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Einfach loslegen!

Ohne große Untergrundvorbereitung kann der „wineo 600 rigid“ von Windmöller verlegt werden. Der Designboden vereint die hohe Stabilität eines Rigid-Cores mit der Elastizität eines klassischen Designbodens.

Diese Kombination sorgt für einen festen Untergrund, der gleichzeitig gelenkschonend, schallschluckend und fußwarm ist. Wegen seiner geringen Aufbauhöhe und einer extrem stabilen Klickverbindung kann er ohne Weiteres sogar auf einem bereits vorhandenen Belag verlegt werden. Foto: Windmöller GmbH

Vorteile von Designboden

Designböden bieten zahlreiche Vorteile. Der wohl größte Vorteil liegt darin, dass ein Designboden im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen in allen Räumen des Hauses zum Einsatz kommen kann.

Einige andere Bodenbeläge sind beispielsweise nicht zur Verlegung in Feuchträumen wie Küche oder Bad geeignet. So lässt sich mit Designboden jede beliebige Optik, beispielsweise Boden in Holzoptik, auch im Bad verwirklichen

Darüber hinaus sind Designböden leicht zu reinigen und vergleichsweise unempfindlich gegenüber Flecken. Deshalb sind sie häufig eine gute Alternative für Allergiker. Auch eine Verlegung auf Fußbodenheizung ist in der Regel möglich, was ein angenehmes Gefühl, auch barfuß, garantiert. 

Verlegung von Designboden

Moderne Designböden werden sowohl als Klicksystem als auch zum Kleben angeboten. Was das Format angeht, haben Kunden die Wahl zwischen Rollware, Dielenformat und Fliesenformat.

Je nach System ist auch die Musterverlegung, ähnlich wie bei Parkett, möglich. Optisch ist Designboden kaum von Echtholz zu unterscheiden.

Material von Designboden

Designböden sind grundsätzlich Fußbodenbeläge aus Kunststoff mit einer Designoberfläche. Allerdings nutzen die Hersteller verschiedene Kunststoffarten. In manchen Fällen ist es außerdem recht schwierig herauszufinden, um welche Kunststoffart es sich genau handelt.

Vinylboden besteht aus Polyvinylchlorid, kurz PVC. Somit ist Vinylbelag die am leichtesten zu identifizierende Art der Designböden.

Da PVC früher aufgrund von gesundheitsschädlichen Weichmachern einen sehr schlechten Ruf hatte, nennt man das Material heute vorzugsweise Vinyl. Einige Hersteller verzichten gänzlich auf PVC und sind auf alternative Kunststoffe umgestiegen. 

Project Floors stellt seine Bodenbeläge nach wie vor aus PVC her. Doch der Hersteller verzichtet bewusst auf phthalathaltige Weichmacher und ersetzt sie  durch "Hexamoll DINCH". Das Produkt kommt auch in medizinischen Bereichen sowie der Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

Am Ende seiner Lebensdauer kann der PVC-Boden recycled werden. Project Floors arbeitet deshalb mit der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AgPU) sowie dem Dualen System Deutschland (Grüner Punkt) zusammen. 

Eine PVC Alternative ist Polyurethan (PU). Wineo Bioboden aus dem Hause Windmöller besteht beispielsweise aus PU. Der Hersteller produziert das Material zu einem Großteil aus pflanzlichen Ölen.

Somit handelt es sich um einen pflanzenbasierten Bio-Kunststoff. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieser biologisch abbaubar oder gar kompostierbar ist. Die Entsorgung erfolgt laut Hersteller über den Haus- oder Sperrmüll.

Der Bodenhersteller Egger hingegen hat versucht, den Kunststoffanteil seiner Designböden auf ein Minimum zu reduzieren. So besteht die Trittschalldämmung aus Kork und die Trägerplatte aus Ultra-Wood-Fibreboard (UWF).

Lediglich die Nutzschicht fertigt der Hersteller aus Kunststoff. Dazu nutzt er thermoplastisches Polyurethan (TPU) und garantiert, dass der Boden zu 100 Prozent frei von PVC und Weichmachern ist. Als Entsorgungsweg empfielt der Hersteller aufgrund des hohen Heizwerts die energetische Verwertung in zugelassenen Anlagen. 

Nachhaltigkeit von Designböden

Um die Nachhaltigkeit von Designböden zu beurteilen, muss man viele verschiedene Aspekte in Betracht ziehen. Ausschlaggebend sind:

  • Material
  • Produktion
  • benötigte Ressourcen
  • Lebensdauer
  • Entsorgung  

Bei kaum einem anderen Boden versuchen die Hersteller so sehr mit Nachhaltigkeit zu werben wie bei Kunststoffbelägen. Achten Sie deshalb vor dem Kauf unbedingt auf unabhängige Umweltzeichen, z. B. den "Blauen Engel". 

Hier finden Sie alle Beiträge zum Thema Designböden:

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