Vinylboden – Kunststoffboden mit ansprechender Optik

Vinylboden schaut aus wie Holz, Stein oder Fliesen – ist in Wahrheit aber aus Kunststoff. Doch mit dem alten PVC-Bodenbelag aus Omas Küche haben die neuen Designbeläge wenig gemeinsam.

Vinylboden besteht aus Polyvinylchlorid (PVC), ein harter, spröder Kunststoff, der durch die Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren formbar und weich wird. Teilweise ist Vinylboden auch als PVC Boden bekannt. Beide Begriffe bezeichnen ein und dasselbe Produkt. 

Im Handel heißen sie heute Designböden oder Vinylböden, weil der Bezeichnung PVC oder Kunststoff ein verstaubtes, negatives Image anhaftet.

Dabei ist ein Vinylboden keineswegs ein billiger Ersatz für Parkett oder Fliesen. Die PVC Böden sind heutzutage in allen Formen und Farben in zahlreichen Dekoren von Fliesen- über Stein- bis hin zu Holzoptik erhältlich.

Besonders in stark frequentierten oder stark beanspruchten Räumen empfiehlt sich die Verlegung von PVC Boden, da er äusserst robust und feuchteunempfindlich ist.

Der homogene Vinylbodenbelag besteht aus einer oder mehreren Schichten mit gleicher Zusammensetzung und Farbe. Auch durchgehende Muster auf der gesamten Dicke des Belages sind möglich. Heterogene PVC Böden wiederum bestehen aus einer Nutzschicht und weiteren kompakten Schichten.

Neues von der Domotex 2020

Nicht alle Designböden bestehen aus PVC. Die Wineo Bioböden von Windmöller werden aus Polyurethan (PU), einem Bio-Kunststoff, der größtenteils aus Pflanzenölen besteht, gefertigt. Der Hersteller verzichtet bewusst aus Chlor, Weichmacher oder Lösungsmittel. 

(Foto: Wineo/Windmöller GmbH)

PVC Boden – elastisch und robust

Die Bodenhersteller bieten Vinylboden in zahlreichen Ausführungen und Varianten an. Die Designs der nicht-textilen, elastischen Bodenbeläge sind schier endlos, doch alle haben eines gemeinsam: sie sind robust, pflegeleicht und feuchteunempfindlich

Eine Unterart des PVC Bodens, genannt CV Boden (cushioned vinyl) enthält Schaumstoff. Dadurch ist der CV Boden weicher als klassischer Vinylboden und verfügt über bessere Trittschalldämmung.

Außerdem ist es besonders angenehm auf dem weichen Bodenbelag zu laufen. In der Küche bietet er den Vorteil, dass Gläser und anderes Geschirr nicht so leicht bricht, falls es mal herunterfällt. 

Vinylboden in Küche und Bad

Vinylboden ist besonders gut für Feuchträume, wie die Küche oder das Bad geeignet, da Feuchtigkeit dem Bodenbelag nichts anhaben kann. Durch seine attraktive und authentische Oberfläche kann so der Eindruck eines Echtholzbodens in Räumen entstehen, in denen dieser eigentlich nicht genutzt werden kann. 

Darüber hinaus können Sie PVC Boden problemlos reinigen. Flecken oder ein verschüttetes Glas Rotwein sind in kürzester Zeit entfernt. 

Bei der Verlegung in Feuchträumen ist es jedoch sehr wichtig darauf zu achten, dass keine Feuchtigkeit unter den Belag dringen kann. Deshalb müssen Fugen und Ränder gut abgedichtet werden. 

Vinylboden in Holzoptik

Besonders beliebt sind Vinylböden in Holzoptik. Sie wirken natürlich und gemütlich, genau wie Echtholz, z.B. Parkett.

Die Hersteller bieten zahlreiche Farbnuancen und "Holzarten", sodass für jede Wohnsituation und jeden Einrichtungsstil der richtige PVC Boden in Holzoptik dabei ist. Neben Designböden aus PVC ist auch Laminat eine preiswerte Alternative zu teuren Echtholzböden.

Vinylboden in Fliesenoptik

Fliesen sind der wohl klassischste Bodenbelag für Küchen und Bäder. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind leicht zu reinigen, wasserresistent und sorgen für ein sauberes Erschienungsbild. 

Doch Fliesen haben auch entscheidende Nachteile: Sie sind kalt und bieten kein angenehmes Laufgefühl. Und genau dort kommt Vinylboden ins Spiel. Genau wie Fliesen sind PVC Beläge für Feuchträume geeignet. Gleichzeitig sind sie jedoch nicht fußkalt und bieten aufgrund ihrer Elaszität ein angenehmes Gefühl, auch barfuß. 

Um nun Optik und Materialeigenschaften zu verbinden, bieten die Hersteller Vinylböden in Fliesenoptik. 

Vorteile von PVC Boden

Die Vinylboden Vorteile sind vielfältig. Zum einen verfügt PVC Boden über gute Nutzungseigenschaften, wie  Fußwärme, geringer Gehschall sowie Feuchteresistenz.

Zum anderen gelten Vinylböden als sehr hygienisch, weshalb sie auch für Allergiker geeignet sind. Darüber hinaus lässt sich der Bodenbelag auch bei hoher Beanspruchung leicht pflegen.

Geringe Aufbauhöhen ermöglichen außerdem eine problemlose Sanierung auch auf bereits vorhandenen Bodenbelägen. Die natürliche Optik und fühlbare Oberflächenstrukturen sorgen für ein authentisches Holz-, Fliesen- oder Stein-Design.

Vinylboden mit Klick System verlegen

Die Verlegung von Vinylboden ist dank moderner Klick-Systeme auch gut selbst zu schaffen. Neben Klick-Systemen bieten einige Hersteller auch Platten, die ähnlich wie Fliesen verlegt werden.

PVC Designböden können sowohl verklebt als auch schwimmend verlegt werden. Welche Verlegeart Sie wählen, hängt mit dem Produkt und der Einbausituation (.z.B. Verlegung auf Fußbodenheizung) zusammen. 

Vinylboden verlegen – Beispiel Wineo

Bei einer klebstofffreien, schwimmenden Verlegung ist der Boden sofort danach begehbar, während der Kleber erst aushärten muss. Wenn nur ein Teilbereich des Raums oder ein kleines Zimmer mit einem Vinylboden ausgelegt werden soll, gelingen die Verlegearbeiten am Einfachsten mit selbstklebenden PVC-Fliesen im Wunschdekor.

Die Fliesen verfügen über eine selbstklebende Rückseite und können auch von Laien im Handumdrehen auf dem Boden verlegt werden. Diese eignen sich für die Verlegung in kleinen Räumen, wie dem Gäste-WC oder der offenen Küche. 

Wer ein edles Design wünscht, der greift zu Dielen, die ähnlich wie Parkett verlegt werden. Diese sind in zahlreichen Größen, z.B. als XXL-Landhausdielen erhältlich.

PVC Boden reinigen

Die Reinigung von Vinylboden ist kinderleicht. Im Alltag können Sie Staub und Dreck einfach durch Absaugen des Bodens entfernen.

Bei stärkeren Verschmutzungen hingegen können Sie ihn nass wischen, da der Boden unempfindlich gegenüber Wasser ist. Auch der Einsatz von Reinigungsmitteln, Alkohol und Chemikalien ist in der Regel kein Problem, obwohl er in der Regel nicht nötig ist. Informieren Sie sich dennoch, was Ihr Bodenbelag aushält, bevor Sie Chemikalien o.Ä. anwenden. 

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