Bodenbeläge für die Küche – robust und feuchteresistent

Ein Bodenbelag für die Küche muss besonderen Ansprüchen genügen – wie diese Produkte. 

Der Klassiker – die Fliese

Die Fliese ist sicherlich ein klassischer Fußbodenbelag für die Küche. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Fliesen sind robust und abwaschbar. Außerdem haben sie kein Problem mit der Feuchtigkeit in der Küche und sind pflegeleicht. 

Wer nun denkt, Fliesen seien altbacken und langweilig, der irrt. Moderne Fliesen für die Küche sind in zahlreichen Formaten, von Mosaik bis Dielenformat, erhältlich. Auch Naturstein- oder gar Holzoptiken sind keine Seltenheit. So kann man beispielsweise die positiven Vorteile der Fliesen mit der behaglichen Optik von Holz vereinen. 

Im Trend liegen besonders großformatige Fliesen und ausgefallene Designs. Geübte Heimwerker können den Bodenbelag außerdem einfach selbst verlegen. Wenn man sie mit einer Fußbodenheizung kombiniert, sind sie zusätzlich angenehm fußwarm. 

Die Reinigung von Fliesen erfolgt einfach mit Wasser und etwas Reinigungsmittel. 

  • Moderne Fliesen geben einem Raum ein besonderes Ambiente. Die marmorierte Optik findet sich im Wandbelag sowie im Außenbereich wieder, was für ein harmonisches Gesamtbild sorgt. Foto: Deutsche Fliese/ Villeroy & Boch
  • Die Kollektion "Pattern" besticht mit hübschen Mustern und passt perfekt in moderne Küchen. Kombiniert mit Holzmöbeln wirkt der Bodenbelag harmonisch und stilvoll. Foto: Jasba
  • Die rechteckigen Fliesen sorgen für ein modernes Erscheinungsbild. Foto: Deutsche Fliese/ Grob Buchtal

Weitere nützliche Informationen zum Thema "Böden selbst verlegen" finden Sie in der aktuellen Ausgabe (11-12/18) von "Umbauen+Modernisieren".

Holzböden – Natur pur

Holzböden wie Parkett oder Kork können ebenfalls in der Küche zum Einsatz kommen. Auch hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Produkt für die Verlegung in der Küche geeignet ist. Am besten lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. 

Parkett gibt es in verschiedenen Ausführungen, wie beispielsweise Fertig- und Massivparkett. Es wird aus Holz hergestellt und überzeugt deshalb durch eine natürliche Optik und Haptik. Bei der Auswahl des Bodens sollte unbedingt auf FSC oder PEFC Siegel geachtet werden. Sie zeigen an, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Besonders beliebt sind aktuell großformatige Dielen und Fischgrätparkett. Wer die positiven Eigenschaften von Parkett möchte, jedoch einen Naturstein-, Fliesen- oder Schieferlook bevorzugt, der wählt Parkett mit besonderen Oberflächenstrukturen. 

Wer großen Wert auf Nachhaltigkeit und Wohngesundheit legt, für den ist Korkboden das Richtige. Lackierte oder versiegelte Korkböden können in der Küche zum Einsatz kommen. Sie sind robust und pflegeleicht, jedoch können sie durch schwere Möbel Dellen davontragen und durch zu starke Sonneneinstrahlung verblassen. 

Die Reinigung von Korkböden erfolgt durch Saugen oder feuchtes Wischen. Wichtig ist hierbei, dass keinerlei Wasser auf dem Boden zurückbleibt. 

Kork ist von Natur aus schmutzabweisend und antibakteriell. Deshalb ist dieser Boden ideal für Allergiker. Durch deine isolierenden Eigenschaften ist er außerdem fußwarm. Bei der Verlegung mit einer Fußbodenheizung sollte der Boden deshalb nicht zu dick sein.

Für die Produktion von Korkböden müssen keine Bäume gefällt werden, da die Bodenbeläge aus nur der Rinde hergestellt werden. Das Schälen schadet der Korkeiche nicht, solange es mit ausreichenden Abständen geschieht. Neben klassischen Korkoptiken, sind sie auch in Stein- oder Holzoptik erhältlich. 

Sowohl Fertigparkett als auch Kork können selbstverlegt werden. Lediglich Massivparkett sollte nur von einem Fachmann verlegt werden.

Laminat – kostengünstige Alternative

Auch Laminat kommt als Bodenbelag für die Küche in Frage. Da nicht jedes Laminat für den Einsatz in der Küche geeignet ist, sollten Sie sich jedoch beim Kauf diesbezüglich beraten lassen. Die Hersteller geben an, ob das Produkt in Feuchträumen verlegt werden kann.

Das Laminat sollte leicht abwaschbar sein und unempfindlich auf Reinigungsmittel reagieren. Der Bodenbelag in der Küche kommt unter Umständen mit Wasserdampf, Fett und Speisen in Kontakt, denn kleckern bleibt beim Kochen und Essen nicht aus. 

Laminat gibt es in Holz- und Steinoptik und in zahlreichen Formaten. So bleibt kein Gestaltungswunsch offen. Weiterer Pluspunkt: Laminat ist deutlich günstiger als Echtholzboden. 

Designboden – zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten

Zahlreiche Hersteller bieten Designböden an, die in der Küche benutzt werden können. Die Böden müssen unempfindlich gegen Reinigungsmittel sein. Feuchtigkeit, Schmutz und Fett darf ihnen ebenfalls nichts anhaben. Die Hersteller geben an, welche Produkte in Feuchträume genutzt werden können. 

Designböden bieten den großen Vorteil, dass sie in allen erdenklichen Optiken erhältlich sind. Von Holz- über Stein- und Betonoptik bis zu Sandoptik ist alles möglich. So bieten Designböden unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. 

Project Floors, bietet in der neuen Kollektion beispielsweise auch Gold- und Metallikoberflächen. Wer es außergewöhnlich mag, wird bei grafischen Mustern oder Mosaikoptik fündig. 

Ein weiterer Pluspunkt von Designböden ist die Unempfindlichkeit gegenüber schweren Möbeln. Auf Holz, wie Parkett oder Kork, hinterlassen schwere Gegenstände oft unschöne Dellen. Viele Designbodenbeläge hingegen trotzen dem Gewicht. 

Vinylboden – Alternative aus Kunststoff

Vinyl und PVC kann als Fußbodenbelag in der Küche zum Einsatz kommen. Auch hier empfiehlt sich eine Beratung bezüglich der Eignung vor dem Kauf. Vinylböden gibt es in zahlreichen Ausführungen, beispielsweise als Dielenformate mit Klick-System zur Selbstverlegung

PVC- und Vinylböden sind nicht-textile, elastische Bodenbeläge. Sie bestehen aus Kunststoff. Deshalb ist es besonders wichtig, beim Kauf auf die in den Bodenbelägen enthaltenen Schadstoffe zu achten. Besonders Weichmacher können die Wohngesundheit beeinträchtigen. 

Erst im April 2017 testete Öko-Test PVC Bodenbeläge. Dabei wurde der Boden von der Herstellung bis zur Entsorgung auf Nachhaltigkeit geprüft. Bei dem Test schnitten über die Hälfte der Produkte schlecht ab. Greifen Sie deshalb auf Qualitätsprodukte mit Umweltsiegel zurück.

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