Laminat lässt sich von versierten Heimwerkern auch selbst verlegen. Mit dem richtigen Material, geeigneten Werkzeug und den nötigen Kenntnissen ist das kein Problem.

Vergleich Laminat und Fertigparkett

Die Frage nach dem richtigen Oberboden ist nicht nur eine Frage des Geschmacks: Preislich hat der Laminat-Boden gegenüber Parkett einen großen Vorteil: Einfache Qualitäten – von denen wir jedoch aus unserer Erfahrung heraus abraten – werden schon ab zehn Euro pro Quadratmeter angeboten. Markenböden kosten etwa 20 bis 40 Euro. In dieser Preisregion fängt ein Fertigparkett aber erst an. Der größte sichtbare Unterschied zwischen den beiden Böden ist die Aufbauhöhe: Laminat mit sechs bis acht Millimeter Stärke besteht aus einem HDF-Träger, den Laminatschichten und dem Gegenzug. Fertigparkett ist dagegen kaum unter 14 Millimeter Materialdicke zu bekommen. Diese Maße machen deutlich, dass es sich beim Laminat um einen idealen Renovierungs­boden handelt. Damit können Sie in vielen Fällen auf das Kürzen der Türblätter verzichten. Wenn es doch notwendig sein sollte, handelt es sich nur um ein bis zwei Millimeter. Und diese können oft schon durch Zwischenringe am Scharnier ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil eines Laminat-Bodens: Die Oberfläche muss nicht – wie zum Beispiel beim Parkett – versiegelt werden. Die Fläche ist sofort nach der Verlegung begeh- und belastbar. Es entfallen auch sämtliche weiterführenden Arbeiten wie das spätere Nachschleifen.

Vor dem Verlegen des Laminats

Bevor man jedoch mit dem Verlegen der einzelnen Laminat-Dielen beginnt, muss man Folgendes beachten: Man sollte die Pakete erst unmittelbar vor der Verlegung öffnen, da der Laminatboden sonst zu viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Während der Wintermonate sollen die Dielen einer Verlegetemperatur von 18 Grad angepasst werden. Mittlerweile ganz trendy und zeitgemäß ist der Verzicht auf den weißen Leim als Binde­mittel. Fast jeder namhafte Hersteller hat seine Produktion auf das so genannte Klick-Laminat umgestellt. Neu ist hier der „Tritty“ von Haro, mit dem innovativen Verlege­system „Clic Connect“ kann dieser Boden noch schneller, noch einfacher und mit noch weniger Verlegewerkzeug eingebracht werden.

Klick-Laminat statt Kleben

Da dabei die einzelnen Elemente nicht verleimt werden müssen, kann man den Boden sofort nach dem Verlegen nutzen. Bei einem Umzug lässt sich das Klick-Laminat leicht herausnehmen und man kann es in der neuen Wohnung erneut verlegen. Das spart viel Geld. Doch wie funktioniert dieses System? Durch die stabile Nut/Feder bleibt die Verbindung formstabil erhalten und wird zusätzlich durch eine Verriegelung ergänzt. Die einzelnen Dielen sind mit einem Stegprofil versehen und rasten beim Zusammenfügen ein. Ob sich der Boden für eine Laminat-Verlegung eignet, sollte der Kunde mit dem Holzfachhändler klären. Man kann ihn jedoch auf fast jedem festen Untergrund aufbringen. Wer das Laminat direkt auf dem Estrich verlegen möchte, muss zunächst eine Trittschalldämmung und eine Folie als Dampfbremse aufbringen. Es gibt jedoch auch Böden, die ohne eine solche Schicht auskommen. In der Regel ist dann das Laminat selbst gedämmt und bedarf keiner weiteren Unterlage, wie es Haro mit dem „Tritty Silent Pro“ im Programm hat. Die Verlegerichtung orientiert sich meist nach der Hauptlichtquelle im Raum – zum Beispiel Terrassenfenster oder bodentiefe Elemente. Dabei ist es sinnvoll, wenn die Laminatdielen längs des einfallenden Lichtes verarbeitet werden. Die Raumproportionen und -wirkungen können aber durch die geschickte Wahl der Verlegerichtung und Materialfarben betont werden. Kleine Räume erscheinen durch den Einsatz von einem hellen Dekor größer.

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Tipp für die Laminat-Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung darf die Länge beziehungsweise die Breite der Fläche zehn Meter nicht überschreiten. Weist der Raum mehr als zehn Meter auf, so müssen Dehnungsprofile eingebaut werden. Zur Einhaltung der Dehnungsabstände im Bereich der Türen muss ein Übergangsprofil eingesetzt werden. Dies sollte auch dann geschehen, wenn im angrenzenden Raum der gleiche Boden verlegt wird. Im Bereich der Heizungsrohre wird der Boden ausgespart. Hierfür werden spezielle Heizungsrosetten (auch in der passenden Holzfarbe) über den Fachhandel angeboten. Fazit: Für einen versierten Selbermacher ist das Verlegen von Laminat-Böden kein Thema mehr. Durch die sehr passgenau gefertigten Nut-und-Feder-Verbindungen wird das Zusammensetzen der Paneele zum Kinderspiel. Man kommt schnell voran: In rund vier Stunden ist ein 15 Quadratmeter großer Raum mit dem neuen Boden versehen.

Feuchtigkeit im Boden

Wenn vor dem Verlegen von Laminat ein Nass-Estrich eingebracht wird, muss der Unterboden auf Feuchtigkeit überprüft werden. Dies kann man zum Beispiel mit einem CM-Messgerät machen, das man über den Holzfachhandel ausleihen kann. Nur wenn eine solche Messung durchgeführt worden ist, kann der Boden ohne Bedenken verlegt werden. Man geht immer von einem Grenzfeuchtegehalt mit folgenden Werten aus: Zementestrich maximal 2,0 CM. Bei einer Fußbodenheizung liegt der Wert bei 1,8 CM. Ein Anhydritestrich darf maximal sogar nur 0,5 CM auf der Skala aufweisen. Grundsätzlich ist bei neuen Estrichen nach einer Trockenzeit von mindestens 6 bis 8 Wochen und bei Verlegung auf Fußbodenheizung eine 0,2 mm dicke PE-Folie als zusätzlicher Feuchtigkeitsschutz auszulegen. Die Folienstöße sind ca. 30 Zentimeter zu überlappen und ebenfalls zu verkleben. Anschließend wird die Folie im Wandbereich hochgezogen und nach der Sockelleistenmontage an der Oberkante abgetrennt. Bei nicht unterkellerten Räumen ist eine der entsprechenden Feuchtigkeitssperren zu berücksichtigen.

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