Hilfreiche Tipps für eine effiziente Küchenplanung

Küchenplanung soll effizient und dennoch ästhetisch sein. Wir zeigen 4 Tipps, wie dieses Vorhaben gelingt.

Wer sich heute nach einer neuen Küche für Haus oder Wohnung umsieht, hat im 21. Jahrhundert einige Elemente und Details mehr zu bedenken als noch vor ein paar Jahren. Eine effiziente Küchenplanung berücksichtigt nicht nur etwaige Einzelheiten und individuelle Vorlieben der Käufer, sondern erfüllt auch aktuelle Standards hinsichtlich Ergonomie, Funktionalität, Technik und Energieeffizienz.

Im Folgenden gibt es vier hilfreiche Tipps, um die neue Küche gemäß den aktuellen Standards umzusetzen.

Tipp 1: Ergonomie und Funktionalität

In der Küche entwickelt jeder Mensch ein eigenes Verhalten. Daraus resultieren je nach Vorliebe unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse. Für den einen sind das vielseitige Stauraummöglichkeiten und effiziente Ordnungssysteme, für den anderen bedeutet das eine spezifische Anordnungen von Gerätschaften und Küchenbereichen. Eine effiziente Küchenplanung berücksichtigt daher in jedem Fall die zwei Punkte Ergonomie und Funktionalität.

Das Arbeiten, Stehen und Zubereiten von Speisen kann zuweilen anstrengend sein. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei der Planung der Küche auf komfortable Ergonomie zu setzen. Damit ist die Platzierung von wichtigen und täglich nutzbaren Geräten wie Backofen und Mikrowelle gemeint. In Greifhöhe ist es weder nötig, die Knie zu beugen, noch sich zu strecken. Dadurch schonen Verbraucher langfristig den Rücken.

Gleiches gilt für eine optimale Höhe für Spüle und Kochfeld. Ideal ist etwa ein sogenanntes Panorama-Kochfeld. Die nutzbaren Felder sind in einer Reihe angeordnet, sodass auch die Kochutensilien auf dem Feld nebeneinanderstehen. Eine entspannte Haltung an der Spüle ist möglich, wenn das Becken an die jeweilige Größe des Küchennutzers individuell angepasst wird, um ein zu starkes Durchdrücken des Rückens zu vermeiden.

Ihr Küchenprofi berücksichtigt diese ergonomischen Ansprüche, um die persönliche Traumküche ohne Kompromisse zu realisieren. Außerdem sorgt eine ergonomisch geplante Küche langfristig für eine gute Körperhaltung sowie barrierefreies Arbeiten. Letzteres ist auch eine Investition in die Zukunft.

Selbiges gilt für die Funktionalität. Auch hier unterstützen die Profis bei einer gelungenen Küchenplanung, damit das finale Konzept den Vorlieben entspricht. Praktisch sind beispielsweise Unterschränke, die durch Vollauszüge geöffnet werden können. Dadurch sind ein schneller Überblick sowie ein strukturiertes Verstauen möglich.

In einer funktional ausgestatteten Küche sollte der Bedienkomfort in jedem Fall gegeben sein. Dies ist unter anderem mit modernen Fronten ohne Griffe realisierbar. Unsichtbare Griffleisten sorgen außerdem für eine aufgeräumte Optik und erzeugen ein minimalistische Raumambiente, was derzeit in puncto Küchen-Styles im Trend liegt.

Tipp 2: Smarte Technologien und App-Steuerung

Ein Thema, das mittlerweile auch die Küche vollständig erobert hat, ist die smarte App-Steuerung. Die Vernetzung von Küchengeräten war in diesem Jahr ein großer Bereich auf der IFA in Berlin. Auf der Internationalen Funkausstellung werden in jedem Jahr die neuesten Technik-Trends präsentiert.

2018 stand die IFA völlig im Zeichen der intelligenten Smart-Home-Technik. Kein Wunder, denn mithilfe dieser Technologie ist es möglich, am Sonntagmorgen von köstlich duftenden Brötchen und einem leckeren Kaffee in der Küche begrüßt zu werden. Das funktioniert per App-Steuerung mit dem Smartphone, sodass Verbraucher mit wenigen Klicks die Kaffeemaschine und den Backofen aufeinander abstimmen.

Seit über zehn Jahren ist der Bereich der elektronischen Kleingeräte im Haushalt ein enormer Wachstumsmarkt in puncto Smart Home, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. bestätigt. Grund dafür sind die teilweise bereits sehr gut funktionierenden Kernbereiche in der Kaffee- und Speisenzubereitung sowie der Bodenpflege.

Des Weiteren legen die meisten Küchennutzer viel Wert auf Lautlosigkeit in der Küche. Das zeigen ebenfalls die Küchenneuheiten am Tag der Küche 2018. Sowohl Kühlschrank als auch Spülmaschine sind die Gerätschaften, die im Regelfall den meisten Lärm im Haushalt verursachen. Sie sorgen dafür, dass sich die Hausbewohner weniger wohlfühlen, weshalb aktuelle Modelle auf leises, geräuscharmes Arbeiten bedacht sind.

Tipp 3: Sparsamkeit und Energieeffizienz

Die Themenbereiche „Sparsamkeit“ und „Energieeffizienz“ sind bei einer gelungenen Küchenplanung von großer Bedeutung. Anhand des sogenannten Energielabels ist es für Verbraucher ein Leichtes, herauszufinden, ob das gewünschte Gerät die Erwartungen hinsichtlich Energieeffizienz und Sparsamkeit erfüllt.

Laut aktuellen Studien ist es möglich, mithilfe von sparsamen Geräten bis zu 300 Euro an Kosten für Strom und Wasser zu sparen. Insbesondere in der Küche gibt es zahlreiche Geräte, die täglich viel Energie verbrauchen.

Ob Dauerläufer Kühlschrank, Backofen oder Geschirrspülmaschine – die meisten Gerätschaften in der Küche sind täglich in Benutzung, weshalb es gerade hier sinnvoll ist, auf sparsame Modelle viel Wert zu legen. Diese Varianten besitzen heutzutage auch raffinierte Programme und Funktionen, die automatisch für mehr Energieeffizienz im Haushalt sorgen.

Übrigens ist es mit der oben genannten Smart-Home-Technologie ebenfalls möglich, ein Plus an Energie zu sparen. Das gelingt durch die Kontrolle der Küchengeräte. Dadurch erfahren Verbraucher sehr genau, wie hoch der Verbrauch im Einzelnen ist.

In diesem Zusammenhang sind Einsparpotenziale klar erkenn- und umsetzbar. Inzwischen gibt es sogar Geräte wie spezielle Geschirrspüler, die in der Lage sind, günstige Tarifzeiten herauszufiltern und nur dann das Geschirr zu spülen.

Tipp: Alle Küchengeräte, die eine Beleuchtung benötigen, sind mit LEDs am besten ausgestattet. Warum? Weil dadurch weitere Energieeinsparungen um bis zu 85 Prozent möglich sind.

Tipp 4: Küchenzonen und Platz

Eine erfolgreiche Küchenplanung legt bereits direkt zu Anfang die unterschiedlichen Zonen und Bereiche fest. In der Regel besteht dieser Raum im Haus aus fünf verschiedenen Bereichen, die zum Spülen, Kochen und Backen, Aufbewahren und Bevorraten sowie zum Vor- und Zubereiten dienen.

Bei einer effizienten Planung sind diese Bereiche aufeinander abzustimmen, um nicht nur stets die richtigen Utensilien für die jeweilige Zone zur Hand zu haben, sondern auch, um die Abläufe in der Küche reibungslos zu gestalten.

Empfehlenswert ist beispielsweise die Platzierung des Geschirrspülers in der Nähe der Aufbewahrungsschränke für Geschirr und Besteck. Kurze Wege sorgen hier für schnelle Arbeitsabläufe. Kochfeld und Backofen finden einen guten Platz in der Nähe der Vorratsschränke, denn so sind Lebensmittel und Gewürze schnell greifbar. Außerdem lässt sich auch das Kochgeschirr in diesem Bereich effizient aufbewahren.

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