Familienfreundliche Treppen ohne Stolperfalle

Für die Gestaltung Ihrer Treppe können Sie aus vielen Materialien wählen. Doch welche sind sicher, wenn Groß und Klein schnell darauf laufen?

Rutschfeste Treppen

Treppen sind die häufigste Stolperfalle im Wohnbereich. Daher ist es gerade in Haushalten mit kleinen Kindern, älteren oder gehbehinderten Menschen wichtig, bei der Entscheidung für eine bestimmte Treppe die Sicherheitspakete genauer unter die Lupe zu nehmen.

Empfehlenswert sind rutschhemmendes Material für die Stufen, beidseitige Handläufe sowie eine gute Ausleuchtung der einzelnen Treppenstufen zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die richtige Wahl der Treppe

Der Großteil der Bauherren entscheidet sich für eine Holztreppe, weil sie für Wohngesundheit und Wärme steht. Bei stark frequentierten Treppen sollte man dabei eher auf ein hartes Holz wie Buche, Eiche, Esche oder Ahorn zurückgreifen, damit der Abrieb nicht so groß ist.

In Dicken über 40 Millimeter gelten diese sogar als feuerhemmender Stufenbelag – ein wichtiges Sicherheitskriterium, da die Treppe bei Feuer meist der einzige Fluchtweg aus dem Obergeschoss ist.

Etwas weicher, dafür aber auch preiswerter, sind die Nadelhölzer Fichte, Tanne und Kiefer. Wer seine Holztreppe auch in Strümpfen sicher hinauf- und heruntergehen möchte, kann die Stufen zusätzlich noch mit Anti-Rutsch-Streifen oder rutschhemmenden Matten versehen.

Treppen rutschfest gestalten

Holz: Ahorn, Buche, Eiche und Esche eignen sich für viel begangene Treppen, Kiefer, Fichte oder Lärche für seltener beanspruchte.

Beton: Ortbeton- und Betonfertigteiltreppen sollten mit rutschfesten Beschichtungen oder Anstrichen versehen werden.

Naturstein: Um eine Rutschfestigkeit zu erzielen, sollte der Naturstein nicht poliert, sondern eher geschliffen, geflammt, gebürstet oder getrommelt werden.

Keramische, elastische und textile Beläge: Hier kann die Rutschfestigkeit durch das Anbringen spezieller Kantenschutzprofile verbessert werden.

Was macht eine sichere Treppe aus? Treppen-Experte Jörg Kenngott von Kenngott-Treppen erklärt es im Video.

Treppen aus Beton

Ein schon länger anhaltender Trend geht in Richtung Betontreppen. Um einen Sturz zu verhindern, lassen sich Betontrppen mit rutschfesten Beschichtungen oder Anstrichen versehen oder werden als Betonfertigteiltreppen auf Wunsch mit Strukturmatritzen geliefert. Eine terrazzoähnliche Oberfläche erhalten Ortbetontreppen, wenn man sie schleift.

Als Beläge von Betontreppen verwendet man gelegentlich auch porösen Naturstein wie Sandstein oder Travertin. Wird dieser poliert, ist er zwar leichter zu reinigen, verfügt jeoch über eine geringere Rutschfestigkeit. Ist die Oberfläche des Steins aber geschliffen, geflammt, gebürstet oder getrommelt, sind die Stufen relativ rutschfest.

Auf Sicherheit setzen

Neben einem rutschfesten Material für die Treppenstufen sind noch weitere Punkte zu beachten: So sollten die einzelnen Stufen gut zu sehen sein. Dabei hilft zum einen helles Material, aber auch eine gute Ausleuchtung der Treppe durch Tages- oder künstliches Licht.

Attraktiv und gleichzeitig effektiv in puncto Sicherheit ist eine Ausleuchtung der einzelnen Stufen mithilfe von Halogenspots in den Sockelleisten. Und sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal stolpern, kann man sich am Handlauf, der idealerweise beidseitig und in einem Abstand von mindestens fünf Zentimetern von der Wand entfernt montiert wird, einhalten und einen Treppensturz verhindern.

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