Wiege selber bauen: Hängewiege

Das Schaukeln beruhigt und fördert das sanfte Ein- und Durchschlafen Ihres Kindes. Die Wiege, die wir Ihnen hier vorstellen, schaukelt nicht nur wenn sie angestoßen wird, sondern auch schon durch die Eigenbewegungen Ihres Säuglings.

Unsere Wiege steht im Gegensatz zu den meisten Wiegen nicht auf dem Boden, sondern hängt an der Zimmerdecke, was für besonders sanftes Schwingen sorgt. Die Wiege besteht aus 15 mm dicken Sperrholzplatten aus Birkenholz. Sperrholzplatten werden aus mehreren Furnierlagen kreuzweise schichtverleimt und sind deshalb in alle Richtungen belastbar. Als Verbindung zwischen den einzelnen Platten setzen wir Domino Dübel ein, alternativ können Sie aber auch Runddübel verwenden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die Wiege an der Decke befestigen können. In jedem Fall müssen zwei Haken in die Decke geschraubt werden. Daran wird, wie auf dem letzten Bild ersichtlich, mit  Karabinerhaken eine Kette eingehängt. An dieser Kette befestigen Sie entweder zusätzlich noch eine Dämpfungsfeder oder direkt das Seil.

Materialliste, Maschinenliste und Werkzeugliste

MaschinenlisteWerkzeugliste
  • Stichsäge
  • Akkuschrauber
  • Kantenfräse
  • Dübelfräse
  • Exzenterschleifer
  • Schleifklotz
  • Bohrer 15 mm
  • Zwingen
  • Hammer
  • Schnur
  • Winkel

Einzelteile zuschneiden

Schneiden Sie alle Teile auf das in der Materialliste angegebene Maß zu. Zeichnen Sie auf Kopf-/Fußteil (Pos. 2) ein Mittelkreuz ein.

Die Ellipse wird mit Hilfe einer Schnurschlaufe, einem Bleistift und zwei eingeschlagenen Nägeln angezeichnet. Damit die Nagellöcher nicht im späteren Möbel zu sehen sind, zeichnen Sie die Ellipse zunächst auf einer Hartfaserplatte an. Die Ellipse wird mit der Stichsäge ausgeschnitten und dann als Schablone benutzt. Dafür wird zunächst ein Mittelkreuz auf der Platte angezeichnet. Anschließend schlagen Sie im Abstand von 154 mm von der Mitte jeweils einen Nagel ein. Die Schnur wird um beide Nägel herumgelegt und zu einer Schlaufe verknotet. Die Schlaufe muss so lang sein, dass die Bleistiftspitze das größte Maß der Ellipse ergibt, wenn der Bleistift eingesteckt ist und die Schlaufe parallel zu den Nägeln gespannt wird. Bewegt man jetzt den Bleistift mit der gespannten Schnur auf dem Brett, so entsteht eine Ellipse.

Diese wird mit einer Stichsäge und einem Kurvensägeblatt ausgeschnitten und auf Kopf-/Fußteil (Pos. 2) übertragen. Anschließend schneiden Sie die Seiten mit einer Stichsäge aus.

Leisten zuschneiden und Position bestimmen

Schneiden Sie mit der Tauchsäge die beiden Längskanten des Bodens (Pos. 1) schräg ab. Zeichnen Sie sich auf einer Leiste (Pos. 3) das spätere Wellenprofil auf und schneiden Sie es mit der Stichsäge aus. Schleifen Sie die Leiste mit einem Bandschleifer oder einem Handschleifklotz. Übertragen Sie die Konturen auf die anderen Leisten und schneiden Sie auch diese aus.

Nun zeichnen Sie auf jeder Leiste an beiden Enden einen Mittelstrich an. Zeichnen Sie die Position des Bodens auf Kopf-/Fußteil an. Die Positionen der Leistenoberkante werden auf dem Mittelstrich markiert und nach außen übertragen. Zeichnen Sie eine Linie im Abstand von 20 mm von der Ellipsenkante ein. Wo sich Abstandslinie und Markierung der Oberkante schneiden, stellen Sie senkrecht die Leisten auf und markieren jeweils die Mitte und die Außenkanten. Auf diese Art werden alle Positionen angezeichnet. Dann werden die Positionen der beiden Löcher für das Seil angezeichnet.

Dübellöcher fräsen

An der Dübelfräse montieren Sie den 5 mm Fräser und den Leistenanschlag. Stellen Sie den Leistenanschlag so ein, dass jeweils die Oberkante der Leiste anliegt und der Mittelstrich auf der Leiste mit dem der Maschine übereinstimmt. Die Klappenhöhe wird auf eine Materialdicke von 20 mm eingestellt.

Fräsen Sie in jedes Leistenende ein Dübelloch mit der exakten Dübelbreite und einer Tiefe von 20 mm. Zum Fräsen der Löcher in die Seiten spannen Sie einen Anschlagklotz auf die Fläche und stellen Sie die Frästiefe auf 12 mm ein. An diesem Klotz können Sie die Fräse anlegen und die Löcher fräsen. Anlegepunkt ist auch hier wieder der Mitte-Anriss. Legen Sie den Boden flach auf Kopf- und Fußteil und spannen Sie Ihn genau auf seiner späteren Position fest (Oberkante an Oberkante).

Zunächst werden senkrecht auf der Seite stehend die Verbindungslöcher gefräst (Frästiefe 12 mm). Danach werden horizontal die Gegenlöcher in den Boden gefräst (Frästiefe 20 mm).

Dübeln

Alternativ können Sie auch normale Holzdübel (6 mm x 30 mm) verwenden. Bohren Sie dafür in die Leisten jeweils zwei Löcher (6 mm), Bohrtiefe 20 mm.

Stecken Sie in diese Löcher Dübelspitzen ein und übertragen Sie die Positionen auf die Seitenteile.

Beim Boden verfahren Sie entsprechend oder verwenden Sie eine Dübelschablone.

Schleifen und zusammensetzen

Runden Sie alle sichtbaren Kanten mit einer Kantenfräse oder einem Handschleifklotz. Schleifen Sie alle Flächen mit einem Exzenterschleifer, letzter Schliff Körnung P 180.

Die Domino Dübel werden zunächst in die Schmalflächen eingeleimt. Danach geben Sie Leim in die Gegenlöcher von Kopf- und Fußteil und fügen die Teile zusammen. Verspannen Sie alles mit Zwingen und Zulagen. Bohren Sie in die inneren Grundplatten der Seilführungen die Löcher für das Aluminiumrohr und verkleben Sie die Einzelteile der Seilführung.

Wie das Seil in der Führung verläuft sehen Sie auf dem nächsten Bild. Nachdem der Leim getrocknet ist, werden alle Leimreste entfernt und mögliche raue Stellen nachgeschliffen. Die Oberflächenversiegelung muss in diesem Fall für die Verwendung bei Kinderspielzeug geeignet sein.

Seilaufhängung zusammenfügen

Umwickeln Sie alle Seilenden vor dem Abschneiden mit Packband und versiegeln Sie nach dem Schneiden die Schnittstellen mit Kleber. Dadurch kommt es nicht zum Aufspleißen der Schnur.

Die beiden Seile werden seitlich an den Führungen entlang gelegt, auf eine Seite durchgezogen und so verknotet, dass sich oben eine Schlaufe ergibt. Am oberen Ende dieser Schlaufen wird jeweils eine Kausche eingelegt und das Seil darunter mit Paketschnur zusammengebunden. In dieser Kausche wird später der Karabinerhaken eingehängt. Die beiden unteren Seilenden werden durch die Löcher in den Seiten geführt und verknotet.

Es ist ratsam, die Kette zwischen Haken und Wiege etwas länger zu lassen, so kann man nach Bedarf die Höhe später noch einmal korrigieren.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de

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