Leuchtmittel als Lichtquelle

Mittel zum Zweck oder auch Designelement an sich: Leuchtmittel sind die eigentliche Lichtquelle. 1879 erfand Thomas Alva Edison die elektrische Glühlampe – oder besser gesagt, er verhalf der Glühlampe, die der deutsche Uhrmacher Johann Heinrich Goebel bereits 1854 entwickelt hatte, zur technischen Anwendbarkeit. Damals hing das künstliche Licht an einem zerbrechlichen Kohlefaden. Bei der Firma Osram wurde dieser 1905 durch einen wesentlich stabileren Metallglühdraht ersetzt.

Seitdem wurden Lampen kontinuierlich verbessert, neue Prinzipien zur Lichterzeugung erfunden und neue Werkstoffe eingesetzt. Die technischen Neuerungen der letzten Jahre verfolgen insbesondere zwei Ziele: höhere Wirtschaftlichkeit und größtmögliche Umweltfreundlichkeit.

Glühlampen – ein Auslaufmodell

Die gute alte Glühbirne mit ihrem warmen, anheimelnden Licht bildet für viele immer noch den Inbegriff des künst­lichen Lichts. Doch bei der Glühbirne wird die meiste Energie in Wärme und nur zu 5 % in Licht umgewandelt.

Deshalb soll die Glühbirne schrittweise bis 2012 verschwinden. Glühbirnen mit mattem Glaskolben und 100-Watt-Birnen dürfen bereits seit 2009 nicht mehr verkauft werden. Ab September 2010 müssen auch die klaren Lampen mit 75 Watt vom Markt verschwinden. Für die Standardglühlampe mit 60 Watt gilt ein Verkaufsverbot ab September 2011, für die Glühlampe mit 10 Watt ab September 2012.

Nach dem Beschluss der EU-Mitgliedstaaten soll der Stromverbrauch bei Haushaltslampen um mehr als ein Drittel gesenkt werden. Während Glühbirnen nur rund 1.000 Stunden halten, leuchten Energiesparlampen je nach Qualität zwischen 1.500 und 10.000 Stunden, oft sogar bis zu 15.000 Stunden. Das schlägt dann auch im Haushaltsbudget positiv zu Buche.

Energiesparlampen bzw. Sparlampen

Da Energiesparlampen – oder auch Kompakt-Leuchtstofflampen – die klassischen Schraubsockel E 14 und E 27 besitzen, können sie einfach in vorhandene Glühlampenleuchten eingeschraubt werden. Eine Energiesparlampe hält bis zu zwölf Jahren. Dimmbare Modelle sind speziell gekennzeichnet, allerdings auch ein wenig teurer.

Bei geschlossenen Leuchten eignen sich – wegen der größeren Lichtausbeute – Energiesparlampen mit sichtbaren Röhren ohne Ummantelung. Diese sehen in etwa aus wie gefaltete Mini-„Neonröhren”. Bei offenen Leuchten reicht die Palette von der klassischen Birnen- oder Tropfenform bis zur Kerze für den Kronleuchter.

Wegen der geringen Menge an Schadstoffen, etwa Quecksilber, gehören Energiesparlampen nicht in den Hausmüll. Sie müssen wie alte Batterien gesondert entsorgt werden.

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Halogenlampen bzw. Halogenspots

Halogenlampen gibt es in verschiedenen Formen und Lichtstärken. Sie haben eine Leistung von fünf bis 150 Watt und sind dimmbar. Infrarot-beschichtete Halogenlampen – Handelsname IRC – halten mit 4.000 bis 5.000 Betriebsstunden etwa doppelt so lange wie herkömmliche Halogenlampen.

Für den Betrieb von Halogenlampen sind in der Regel Transformatoren erforderlich, die die Netzspannung von 230 Volt auf die erforderliche Niedervolt-Spannung reduzieren. Entweder werden dabei jeder Halogenleuchte ein eigener Transformator zugeordnet oder für ­eine Reihe von Strahlern Sammeltransformatoren installiert. Seit einigen Jahren gibt es auch Halogenlampen in Hochvolt-Technik, teilweise auch mit Schraubsockeln als direkten Ersatz konventioneller Glühlampen.

Halogenlampen werden vor allem als Einbauleuchten oder in Leucht- bzw. Seilsystemen in das Wohnumfeld integriert. Sie produzieren harte Schatten, was zu interessanten Lichteffekten auf den angestrahlten Objekten führt. Da sie das Licht bündeln, können sie gut zur Objektbetonung oder als Leselampe eingesetzt werden.

Leuchtstofflampen bzw. Neonröhren

Leuchtstofflampen, gemeinhin als Neonröhren bekannt, sind der Renner in Sachen Wirtschaftlichkeit. Sie brauchen nur ein Fünftel des Stroms einer Glühlampe, und ihre Lebensdauer erreicht mehr als 12.000 Stunden. Die Rohrdurchmesser werden immer geringer. Leuchtstofflampen brauchen ein in der Leuchte eingebautes Vorschaltgerät. Dabei muss man zwischen warmweißen und neutralweißen Röhren unterscheiden. Gerade bei Letzteren ist das Licht besonders grell, fast bläulich.

LED – das Zukunftsmodell?

Eine Leuchtdiode wird prinzipiell mit Gleichstrom betrieben und reagiert bereits auf äußerst geringen Stromfluss. Sobald der Strom in die richtige Richtung fließt wird ein Lichtsignal gesendet. Über neunzig Prozent weniger Stromverbrauch als bei einer herkömmlichen Glühlampe ist ein Wert, den nur die Leuchtdiode erzielen kann. LEDs haben zudem eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden, entwickeln wenig Wärme, beinhalten keine Schadstoffe und sind unempfindlich gegenüber häufigen Schaltzyklen.

Die LED-Lampen können sowohl in der 220-Volt-Ausführung auf den üblichen Sockeln E14 und E27 geliefert werden, als auch mit Niedervolt-Steuerung, meist 12 oder 24 Volt auf Spot-Sockeln.

Einige Hersteller investieren in die Forschung und Entwicklung, um die LED effizienter zu machen und für immer mehr Arbeits- und Wohnbereiche zu optimieren. Langsam mausert sich die LED vom reinen Anzeige-Element hin zu einem echten Leuchtmittel. 

Fachbegriffe rund ums Licht

Wissenschaftlich betrachtet versteht man unter Licht elektromagnetische Strahlung, die im menschlichen Auge eine Hellempfindung hervorruft, also gesehen werden kann. Dabei handelt es sich nur um einen winzigen Teil des uns bekannten Spektrums elektromagnetischer Strahlung.

Lichtstrom bzw. Lumen = die von der Lichtquelle abgegebene Strahlungsleistung
Beleuchtungsstärke bzw. Lux = gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche auftrifft
Lichtausbeute bzw. Lumen/Watt = gibt an, mit welcher Wirtschaftlichkeit die aufgenommene elektrische Leistung in Licht umgesetzt wird.

Licht aus verschiedenen Quellen

Experten empfehlen drei, besser noch vier oder fünf unterschiedliche Lichtquellen für die Beleuchtung eines Raumes. Für die Grundbeleuchtung, die den Raum übersichtlich ausstrahlt, eignet sich indirektes Licht, z.B. mittels Deckenstrahlern. Daneben benötigt man dann noch einzelne Akzentleuchten: für den Tisch, zum Lesen, im Regal und als Spots für bestimmte Gegenstände. So werden Objekte oder einzelne Bereiche aus dem allgemeinen Beleuchtungsniveau hervorgehoben – es entstehen optische Schwerpunkte, die dem Auge ein Ziel bieten und den Blick festhalten, der Raum wird strukturiert.

Zusätzlichen Komfort bieten Dimmer, mit denen die Helligkeit nach Wunsch reguliert werden kann. Als sehr flexibel erweisen sich Seil- oder Stangensysteme mit einer Kombination aus Strahlern mit breit streuendem Licht für die Grundbeleuchtung und Spots für die gezielte Anleuchtung ausgewählter Objekte.

Einzelne helle Zonen, die durch gebündelte Strahlen geschaffen werden, bezeichnet man als Lichtinseln. Sie lenken auf elegante Weise von weniger attraktiven Ecken ab. Darüber hinaus werden Leuchtobjekte, bei denen das Design im Vordergrund steht, zum Hingucker. Als eigenständige Lichtskulpturen ziehen sie das Interesse des Betrachters auf sich. Erst die geschickte Kombination all dieser Komponenten führt zu einer faszinierenden Lichtinszenierung.

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