Wohngesunde Möbel

Nicht nur beim Hausbau ist auf die Wohngesundheit zu achten, sondern auch bei der Auswahl der richtigen Möbel.

Möbel und Schadstoffbelastungen
Hier finden Sie mehr zu einzelnen Herstellern wohngesunder Möbel, möglichen Schadstoffbelastungen im Möbelbereich und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Ausdünstungen.

Schadstoffbelastungen in Möbeln

Schadstoffe – was wirklich drin ist
Formaldehyd (HCHO), das den chemischen Namen Methanal trägt, wird in Form vom Formaldehydharz in Holzwerkstoffen wie Span- oder Faserplatten als Bindemittel eingesetzt. Daraus hergestellte Möbel, Paneele oder Fertigparkettböden können das süßlich-stechend riechende Gas bis zu zwei Jahrzehnte ausdünsten.
Lösemittel und andere flüchtige Schadstoffe (VOC - volatile organic compounds) wie Toluol, Benzol und Styrol kommen häufig in Farben, Klebern und Lacken vor, aber auch in Kunststoffen, Bauteilen und Möbeln. Lösemittel sind prinzipiell neurotoxisch, eine Reihe von ihnen gilt als krebserzeugend.
Pestizide und andere schwerflüchtige Schadstoffe wie z.B. Chlorpestizide, PCP, Lindan, DDT oder Weichmacher sind nicht so leicht durch Lüftung zu entfernen wie VOC, weil sie an den Oberflächen „kleben". Diese Schwerflüchter sind oft gefährlicher als Formaldehyd oder VOC, weil sie kaum oder gar nicht riechen. Entsprechend bemerkt man diese Stoffe auch nicht, und so können sie über einen längeren Zeitraum erheblich gesundheitliche Schäden anrichten, ohne dass man einen direkten Zusammenhang zwischen der körperlichen Beeinträchtigung und dem Möbelstück sieht. Kritisch ist dabei vor allem die Aufnahme über die Atemluft und die Haut.

Möbel-Hersteller

Immer mehr Hersteller produzieren ökologische Möbel mit hohem Designanspruch. Ein paar Beispiele:
Der österreichische Naturmöbel-Hersteller Team 7 zum Beispiel verarbeitet für seine Möbel ausschließlich regionale Laubhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Stücke werden formaldehydfrei verleimt, die Oberflächen mit Kräuteröl bearbeitet. www.team7.at.
Dem Erfinder der Wohnlandschaft und bekannten deutschen Luxuslabel Rolf Benz müssen alle Lieferanten garantieren, dass ihre Produkte keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten. Rolf Benz bezieht sein Holz aus nachhaltigen Waldwirtschaften in Europa und Nordamerika und produziert ausschließlich in Deutschland. Polstermaterialien werden frei von FCKW hergestellt, die verwendeten Kleber sind wasserlöslich. Alle Materialien sind wiederverwertbar und können ohne Schadstoffrückstände entsorgt werden. www.rolf-benz.com.
Wer eine neue Küche kaufen möchte, ist mit dem Hersteller SieMatic gut beraten. Ausgestattet mit dem internationalen Umweltlabel FSC, dem Siegel GS geprüfte Sicherheit und dem Goldenen M, nimmt SieMatic in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterposition ein. So werden Lacke auf Wasserbasis verwendet und Holzabfälle zu hundert Prozent recycelt oder in den eigenen Heizanlagen in Energie umgewandelt. www.siematic.de.
Das traditionsreiche Familienunternehmen Hülsta aus dem Münsterland kennzeichnete erstmals 1993 ein Programm mit dem „Blauen Engel“. Mittlerweile tragen alle Kastenmöbel und Federholzrahmen von hülsta und now! by hülsta das Umweltzeichen. Hülsta entwickelte außerdem eine Reihe an lösungsmittelfreien UV-Lacksystemen und veredelt seine Möbel heute mit besonders umweltfreundlichen Lacken. Zu den neuesten Innovationen gehört EverNatural, ein Lack für Massivholzoberflächen, der dauerhaft versiegelt, pflegeleicht ist und ein sehr geringes Allergiepotenzial aufweist. www.huelsta.de.
Auch Rauch Möbel, der deutsche Marktführer für Schlafräume, verwendet ausschließlich wasserlösliche Lacke und versorgt sein eigenes Unternehmen mit alternativer Energie: Als Wärmequelle nutzt die Firma hauseigene Holzabfälle. Deshalb dürfen sich auch seine Produkte mit dem „Blauen Engel“ schmücken. www.rauchmoebel.de.
Tische zum Falten, Regale zum Spannen, Küchen zum Aufhängen: Das im bayerischen Aschau am Chiemsee ansässige Unternehmen Moormann stellt originelle Möbel her, deren Entwürfe in der Regel von jungen Designern stammen und zahlreiche nationale wie internationale Preise gewonnen haben. „Ich bin ein bisschen weltverbesserisch unterwegs", sagt Firmenchef Nils Holger Moormann, der seine Möbel auch von Handwerkern in der Region und nicht im asiatischen Ausland fertigen lässt. www.moormann.de.
Kleiner Nachteil: Da die Ökomöbel in geringer Stückzahl und in kleinen Manufakturen per Hand gefertigt werden, sind sie oftmals deutlich teurer als Möbel vom Fließband. Dafür erhält man aber auch ein qualitativ hochwertiges Möbelstück, das schadstoffgeprüft und frei von Allergieauslösern ist. Das ist gut für die Umwelt – und fürs Raumklima.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei ausdünstenden Möbeln

Wer schadstoffbelastete Möbel besitzt, kann selten alle durch gesunde und ökologische Möbel ersetzen. Also müssen Übergangsmaßnahmen her, um die Belastung durch die enthaltenen Schadstoffe so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört
-    weniger ist mehr: Vom Trend zu vielen Kleinmöbeln, insbesondere in kleinen Räumen, ist auch ökologischer Sicht eher abzuraten. Viel besser aber ist es, kleine Räume mit nur wenigen Möbeln auszustatten. Gemäß dem Motto „Wo nichts ist, kann auch nichts ausdünsten“ sollte man die Anzahl der Möbel im Raum so gering wie möglich halten. Braucht es wirklich noch den Beistelltisch? Ist das Regal wirklich erforderlich? Gut überlegt ist halb getrennt.
-    frische Luft: Viel Lüften, am besten zwei- bis dreimal täglich, trägt dazu bei, den Schadstoffgehalt im Raum zu reduzieren. Raumdüfte hingegen übertönen nur den fiesen Geruch eines Möbelstücks, beseitigen ihn aber natürlich nicht. Im schlimmsten Fall lösen sie selbst sogar allergische Reaktionen aus – und das toxische Gemisch ist perfekt.
-    Natur: Einige Pflanzen sind in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu absorbieren und so zu einer deutlich gesünderen Raumluft beizutragen. So ist beispielsweise die Grünlilie in der Lage, den Formaldehydgehalt einer geschlossenen Kammer (der 10mal höher als in normaler Wohnraumluft war) innerhalb von 24 Stunden um 86 Prozent zu reduzieren. Der Drachenbaum schluckt ebenfalls Formaldehyd, Efeu baut Benzol ab. Allerdings: Ein einsames Pflänzchen auf der Fensterbank bringt wenig. Wirklich effektiv  ist nur ein kleiner Zimmerwald.

Wohntextilien und Heimtextilien

Ein ausführliches Interview mit dem Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V., Martin Auerbach, über Siegel finden Sie hier.

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