Wände streichen leicht gemacht

Wer sich nach einer schnellen Lösung für die Wandgestaltung sehnt, der greift häufig zu Pinsel und Farbe. So geht Wände streichen richtig. 

Tipps von TV-Innenarchitektin Eva Brenner

Häufige Stolperfallen beim Wände streichen

Jeder hat vermutlich schon mal Wände gestrichen – und festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist. Was sind die größten Stolperfallen? "Man sollte davor auf jeden Fall abdecken – egal ob man sprüht oder streicht."

Auch das Abkleben der Wände sei entscheidend, um gut Streichen zu können, so der Profi. "Viele kleben die Wände vor dem Streichen nicht vernünftig ab und versuchen dann hinterher, die bereits getrocknete Farbe von Stellen entfernen", sagt Eva Brenner.

Ansonsten sollte man sich vor dem Streichen die Beschaffenheit der Wandoberfläche genau ansehen. Ist die Wand saugfähig oder muss man noch einen Tiefgrund auftragen? "Letzteres ist in der Regel nicht der Fall, wenn eine Wand bereits zuvor farbig gestrichen wurde", erklärt Eva Brenner. "Aber eine verputzte Wand muss zunächst natürlich grundiert werden, bevor der endgütige Anstrich folgt."

Das richtige Werkzeug

Es gibt Pinsel, Rollen und Sprühsysteme. Welches Werkzeug ist wann am besten geeignet? Natürlich hängt die Auswahl zunächst von der Größe des jeweiligen Projektes ab. Grundsätzlich gilt: "Das Werkzeug muss im Verhältnis zur Größe des Projektes stehen – und dementsprechend natürlich auch der Anschaffungspreis", betont Eva Brenner.

Für Ausbesserungsarbeiten reicht ein Pinsel oder eine Rolle. "Eine große Wand hingegen lässt sich angenehm sprühen."

Richtig grundieren

Bei der Grundierung ist auf die richtige Farbe zu achten. "Wenn man zum Beispiel mit Silikatfarben arbeitet, muss auch eine Silikat-Grundierung verwendet werden", erklärt Eva Brenner. 

Kommt hingegen Dispersions- oder Latexfarbe zum Einsatz, trägt man einen Acrylgrund auf. "Das ist sehr wichtig, damit der Aufbau der Wand stimmt", unterstreicht die Expertin in Sachen Wände streichen.

Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an atmungsaktiven Silikatfarben, die auch für Allergiker geeignet sind. "Damit wird nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Wohnraum positiv beeinflusst", so Eva Brenner.

Wände streichen in Eigenleistung

Welche Tipps haben Sie für Hausbesitzer, die in Eigenleistung streichen? "Wenn man sich in Eigenleistung an Farbe herantraut, sollte man sich den Luxus erlauben, vorher eine große Wandfläche zu streichen, bevor man sich entscheidet", empfiehlt Farbexpertin Eva Brenner. Schließlich liegt das Thema Farbe nicht jedem.

"Also lieber erst einmal nur eine Farbprobe kaufen – die gibt es meistens in kleinen Gebinden. Zu Hause dann ein, zwei Quadratmeter streichen und erst auf sich wirken lassen, bevor man sich entscheidet."

Bei der Entscheidung sollten auch der Lichteinfall, der Bodenbelag, die Raumgröße sowie die Möbel berücksichtigt werden. "Diese Faktoren kann man als Laie vorab weniger gut einschätzen", meint Eva Brenner. "Deshalb lieber einen Probeanstrich anbringen und gegebenefalls nochmals darüber streichen, bevor man eine Entscheidung fällt."

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