Neue Tapeten selber tapezieren

Wirkt Ihr Zuhause nicht mehr so richtig wohnlich? Dann kann es auch am Anblick der Wände liegen! Ein Tapetenwechsel wirkt Wunder – und ist mit etwas Geschick und den richtigen Arbeitsmitteln auch gut selbst zu bewerkstelligen.


Irgendwann hat man sie satt, die Schatten und Abnutzungserscheinungen an Decken und Wänden. Dann hilft nur noch eins: Der alte Wandbelag muss runter. So verhelfen frisch eingekleidete Wände zu einem neuen Wohngefühl und schaffen noch ganz nebenbei ein gesünderes Raumklima.

Nach Streichen zählt Tapezieren zu den Spitzenreiter-Tätigkeiten von Heimwerkern.  Und das ist auch nicht verwunderlich, denn kaum etwas geht selbst Anfängern so einfach von der Hand wie ein Tapetenwechsel.

Selbst gemacht! – voller Stolz präsentieren Bauherren die frisch tapezierten Räume ihres neuen Heims. Selbermachen macht Spaß – und entlastet das Baubudget. Doch für welche Tapete soll man sich entscheiden, wenn die Auswahl so riesig ist?

Raufasertapete – richtig tapezieren

Ein absolut strapazierfähiger, wohngesunder und preisgünstiger Wandbelag ist nach wie vor die Raufaser. Der Klassiker ist robust, verzeiht eventuelle Ungleichmäßigkeiten, hat keine zu berücksich­tigende Muster oder Strukturen und lässt sich deshalb unproblematisch verkleben.

Hiernach auch die restlichen Bahnen auf Stoß, das heißt direkt nebeneinander, ankleben und die überstehenden Ränder an Decke und Boden mit Schere abschneiden oder entlang einer Spachtelkante abreißen.
Fotos: Erfurt

Auf Weichzeit der Tapete achten

Beachten Sie, dass sich die Tapete durch das Einkleistern pro Bahn ca. einen Zentimeter ausdehnt, die Weichzeiten sind unbedingt einzuhalten. Damit sich eine Bahn beim Trocknen an der Wand nicht wieder auf die ursprüngliche Breite zusammenzieht, muss der Kleister schneller trocknen als die Tapete und die Bahn unter Spannung mit dem Untergrund verbinden. Durchzug und Heizungswärme sind zu vermeiden.

Da alle Bahnen dieselbe Weichzeit haben sollten, immer nur so viele einkleistern, wie in 15 Minuten verarbeitet werden können.

Vliestapete – tapezieren

Anders als die Papiertapeten, die zuerst eingeweicht werden müssen, wird hier der passende Vlieskleister direkt auf die Wand aufgetragen. Die Tapete wird dann sofort von der Rolle an die Wand gelegt und angedrückt. Die Überstände werden ganz einfach abgeschnitten. Die Vliestapete gilt als extrem robust, sie dehnt sich weder aus noch schrumpft sie und kann sogar Risse an der Wand überdecken. Der Vorteil der leichten Verarbeitung gilt auch für den Renovierungsfall, da ist sie nämlich wieder trocken von der Wand abzuziehen.

Fotos: Marburger Tapetenfabrik

Unauffälligere Tapeten-Nähte

Immer vom Fenster in den Raum hinein arbeiten. Nicht sitzende Nähte werden mit einem, glatten Nahtroller vorsichtig korrigiert. 

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