Auf Montage am Ammersee

Am Ammersee entstand innerhalb eines Tages ein neues Kampa-Haus. Wir schauten Montageleiter Florian Halemba und seinem Team über die Schultern.

„Das ist wie bei einem Orchester“, antwortet der Kranfahrer mit strahlenden Augen auf die Frage, ob es manchmal einsam ist in seinem Führerhäuschen. „Alles muss zusammenpassen.“ Und tatsächlich funktioniert alles reibungslos. Jeder Handgriff sitzt. Florian Halemba und seine Fachkräfte sind ein eingespieltes Team. Der Montageleiter errichtet bis zu 72 Kampa-Fertighäuser pro Jahr. Mit Unterstützung von nur drei Baufacharbeitern wird das Haus gestellt – und zwar innerhalb von nur einem Tag. 

Teamwork

Seit 6 Uhr ist das Team am Start. Die größte Herausforderung? Das Wetter. Denn im Regen ist nicht nur die Arbeit mühsamer, auch die Materialen können durch die Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb geben die Vollprofis passend Vollgas. Ohne viele Worte zu verlieren, montieren die vier Fachhandwerker plus Kranführer das Einfamilienhaus von Matthias Loder und Martina Rein in Schondorf am Ammersee. 

Auf dem Grundstück neben dem Haus der Eltern des Bauherrenpaares – übrigens ebenfalls ein Fertighaus – entsteht auf 138 Quadratmetern das persönliche Traumhaus des Paares. Es ist in Holzständerbauweise ausgeführt und bietet künftig auf zwei Vollgeschossen ausreichend Platz für das Paar. Im Erdgeschoss befinden sich die Küche inklusive einer Speisekammer, ein großzügiger Wohnbereich sowie der Technikraum und eine Gästetoilette. Im Obergeschoss sind ein Schlaf- sowie zwei Gästezimmer untergebracht. Die Bauherrin erfüllte sich den Wunsch eines Ankleideraumes mit einem Bullauge. 

Von alledem ist aktuell aber noch nichts zu sehen. Erst einmal muss das Haus stehen. Und da kommen auch schon die Hauswände „angeschwebt“. Mit dem Kran werden die fertigen Wände mit integrierten Fenstern inklusive Rollos auf den Betonsockel gehoben. „Ich wäre dankbar, wenn die Treppenöffnung richtig gesetzt wird“, ruft die Bauherrin dem Kampa-Team lachend zu. Die einzelnen Elemente wurden zuvor im Werk vorgefertigt. Sogar die Öffnungen für Steckdosen und Leitungen sind bereits integriert.

Alles nach Maß

Hier wird Millimeter genau gearbeitet. Die Maßarbeit zahlt sich aus. Die Bauprofis „stecken“ die Außenwände zusammen. Das sieht zwar leicht aus, erfordert aber viel Manneskraft. Es ist schwül, aber immerhin: Es regnet nicht. Nachdem die Fassade steht, folgen die Innenwände. „Einen Zenti zu mir“, ruft ein Monteur seinen Kollegen zu. Präzision ist gefragt. In weniger als 45 Minuten stehen die vier Außenwände. Das erfahrene Team montiert mit höchster Konzentration das Haus. 

„Sind die Fenster nicht viel zu hoch?“ fragt die Bauherrin. Die Hausbesitzer sind sichtlich aufgeregt, beide haben in der Nacht zuvor nur wenig geschlafen. Aber sie sind glücklich. 13 Jahre waren sie zwischen Ammersee und Heilbronn gependelt. Dabei fuhren sie immer wieder am Hauptsitz von Kampa vorbei. „Das hat unsere Entscheidung beeinflusst“, schmunzeln die beiden. Sie entschieden sich für ein Effizienzhaus 40 Plus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht.

Unzählige Möglichkeiten

Eineinhalb Jahre Planung gingen dem heutigen Montagetag voraus. Es gab einige Aufgaben zu bewältigen – angefangen bei der Grundrissplanung mit den Architekten des Fertighausherstellers über die ersten Bodenproben und die Gründung bis hin zur Auswahl der Ausstattung. Was waren die größten Herausforderungen? Nicht zuletzt war das Paar überwältigt von den unzähligen Möglichkeiten. „Allein die Auswahl an Fliesen oder Bodenbelägen war gigantisch“, erinnert sich Matthias Loder und fügt lachend hinzu: „Außerdem mussten zwei Geschmäcker unter einen Hut gebracht werden.“ Dabei mussten auch einzelne Wünsche den realen Bedingungen angepasst werden. 

Ein junger, ambitionierter Verkäufer stand der Bauherrengemeinschaft zur Seite. Er beantwortete beispielsweise Fragen zur Beschaffenheit von Materialien. Welche sind putzintensiv, welche pflegeleicht? „Bei der Treppe entschieden wir uns schließlich für Eiche Echtholz“, verrät Martina Rein. Zunächst hatten sie eine günstigere Variante gewählt. „Doch bei der Bemusterung sagte ein anderes Paar zu uns: ,Die Treppe sehe ich danach jeden Tag.’ Also entschieden wir uns ebenfalls für eine elegantere Lösung.“ 

Die Treppe wird allerdings erst später eingebaut. Zunächst muss das Haus stehen. Kaum zu glauben, aber bis zum Nachmittag ist das Dach montiert. Das Team hatte Glück: Gerade noch rechtzeitig konnte eine Plane über das Dachgerüst gelegt werden, bevor der Regen doch noch kam. Am nächsten Tag wird das Dach dann eingedeckt. Als nächstes werden zunächst die Elektronik, danach die Heizungs- und Lüftungsanlage installiert. Im Anschluss folgt der Estrich, dann ist eine Trocknungspause geplant. In rund 16 Wochen findet die schlüsselfertige Übergabe des Hauses statt. Matthias Loder und Martina Rein können es kaum erwarten.

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