Tiny House als große Idee

Tiny House bedeutet aber auch jeden Zentimeter sinnvoll nutzen. Sich zu reduzieren ist ein Trend, ein Lebensgefühl, das weit über Wohnen im Minihaus hinausgeht.  Doch bei aller Sparsamkeit: Die wenigen Quadratmeter in einem kleinen Haus müssen dann besonders intelligent angeordnet werden. Aber auch ein Tiny Haus kann, was die Architektur angeht, groß herauskommen.

Minihaus mit moderner Architektur

Platz ist in der kleinsten Hütte, sagt man, wenn nur genügend zusammengerückt wird. Aber zu eng darf's im Tiny House auch nicht werden, sonst gehen sich die Bewohner bald an den Kragen. Voraussetzung fürs Wohlfühlen ist eine durchdachte und intelligente Grundrisslösung. Darüber hinaus können Minihäuser trotz ihres geringeres Flächenbedarfs eine attraktive Architektur bieten.

Kosten reduzieren durch ein Tiny House

Das Sparpotential beim Tiny House liegt zum einen in der kleineren Grundstücksfläche, die benötigt wird. Der Anteil der Baulandkosten an der Gesamtsumme beträgt - je nach Lage - manchmal bis zu 50 Prozent. Das kann aber auch als Nebeneffekt außerdem die Grundstückssuche erleichtern, da schmalere Baulücken für die Realisierung genügen. Zum anderen reduzieren sich die reinen Baukosten. Allerdings gilt hier die Prämisse: je einfacher desto preiswerter.

Minihaus und Modulhaus

Für die Wohnflächenermittlung sollten Sie eine realistische Bedarfsplanung vornehmen. Wie groß misst die jetzige Wohnung? Wieviel Raum wird im Minihaus benötigt? Hier sollte der tatsächliche Bedarf im Vordergrund stehen, nicht Wunschvorstellungen. Insbesondere spielt es eine Rolle, ob Kinder zu erwarten sind. Die Lösung könnten Ausbaureserven unterm Dach oder im Keller vom Tiny House sein. Ein Anbau dürfte die weniger elegante und sicherlich teuerste Möglichkeit sein. Allerdings gibt es auch intelligente Modulhäuser, die beliebig erweiterbar sind. Zeichnen Sie sich Ihren idealen Grundriss auf und vergleichen Sie ihn mit den Angeboten der Haushersteller. Gibt es tote Ecken, die Wohnraum verschenken? Muss eine Gästetoilette oder zweites Duschbad wirklich sein. Statt einem separaten Esszimmer finden viele Bauherren eine große Wohnküche mit Esstisch viel attraktiver. 

Optische Vergrößerung im Minihaus?

Wie lässt sich optisch vergrößern? Bodentiefe Fenster sorgen für mehr Helligkeit und Transparenz und lassen damit auch kleinere Wohnräume größer erscheinen. Wählen Sie zarte Farben für Wände und Boden, das wirkt für optische Vergrößerung. In kleinen Bädern helfen große Fliesenformate, Spiegel und Duschwände aus Glas.

Platz für Kinder planen

Die Abmessung der Kinderzimmer sollte auch von den Gewohnheiten der Familie abhängen. Werden sie zum Spielen genutzt, müssen Sie groß genug sein. Halten sich die Kleinen ohnehin immer im Wohnbereich auf, genügen kleinere Kinderzimmer als Schlafzimmer. Allerdings werden sich diese Gewohnheiten im Laufe der Jahre ändern und Jugendliche wünschen sich sicherlich einen ungestörten Rückzugsbereich für sich und ihre Freunde. Ein Kniestock im Dachgeschoss erhöht die Wohnfläche, dadurch dass schräge Wände nicht so sehr die Stehhöhe behindern. Unter einem Kniestock versteht man die Verlängerung der Außenwand über die Erdgeschossdecke hinaus.

Tiny House mit Platzreserven?

Die Entscheidung mit oder ohne Keller zu bauen ist nicht nur eine Frage des Geldes. Der Nutzen muss genau abgewägt werden, denn eine Nachrüstung wird nicht möglich sein. Abstellräume können auch ebenerdig oder außerhalb des Minihauses untergebracht werden. Für eine reine Abstellfläche ist er allerdings zu teuer. Als Wohnraumreserve muss der Keller den hohen Anforderungen an Wohnräumen entsprechen, ist in diesem Fall aber unschlagbar preiswerter Raum. Denn den Kosten für den Keller steht ein Mehr an Fläche gegenüber, das im Nachhinein nie mehr zu gewinnen wäre.

Stauraum im kleinen Haus

Je weniger Platz, desto besser müssen Sie sich organisieren. Stauraum bietet sich z. B. unter der Treppe, in raumhohen Einbauschränken, in Bettkästen. 

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