Das neue GebäudeEnergieGesetz GEG

Das neue GebäudeEnergieGesetz GEG soll kommen, es wird wohl aber eher Spätsommer oder Herbst 2019 werden. Der aktuell vorliegende Entwurf zum GEG ist vielen Branchenexperten zu „zahm“.

Gesetzesentwurf zum GebäudeEnergieGesetz GEG

Zur Zeit gelten verschiedene Regelungen – von der EnEV über die EEWärmeG bis zum EEG, die Bauherren und Renovierer beachten müssen. Um mit dem schwer zu durchblickenden Regelungs-Dschungel Schluss zu machen, soll ein einziges Regelwerk zukünftig alles zusammenfassen: das GebäudeEnergieGesetz GEG. Es soll alles beinhalten, was es zum Energiestandard eines Gebäudes zu beachten gilt. Das heißt konkret sowohl Anforderungen an die Gebäudehülle, also Wärmedämmung etc., beinhalten, aber auch Bestimmungen über den Einsatz regenerativer Energien festlegen. Dabei sollte eigentlich das Ziel sein, sowhl neue Häuser als auch ältere Gebäude immer energieeffizienter zu machen. Doch genau hier setzt die Kritik der Gegner des jetzt vorliegenden Gesetzesentwurfs des GEG an, die sagen, dass man Bauherren und Renovierer nur zu Investitionen bewegen kann, wenn sie Planungssicherheit vorfinden. Doch da der Gesetzesentwurf zum GEG momentan noch nicht einmal die EU-Gebäuderichtlinie erfüllt, steht zu befürchten, dass in kürzester Zeit wieder nachgebessert werden müsste. Je anspruchsvoller die an ein Gebäude gestellten Anforderung sind, desto mehr treibe dies auch die Baukosten in die Höhe. Das wiederum müsste unbedingt mit Fördermaßnahmen für private Bauherren und Renovierer abgefedert werden.
Vielen Kritikern geht der Entwurf zum GebäudeEnergieGesetz GEG für den Altbau auch noch nicht weit genug. Nachweislich gibt es bei Bestandsbauten die größten Potenziale. Um Modernisier aber zu motivieren, müssen Annreize über Fördermaßnahmen geschaffen werden. Wie diese konkret aussehen sollen ist derzeit noch nicht klar.

Auf europäischer Ebene kommt 2021 eine EU-Gebäuderichtlinie, die für private neu gebaute Wohngebäude einen besonders niedrigen Energiestandard fordert.

News Neubau