Über Generationen saniert: Dach und Fassade mit Schieferplatten

Das Haus in dritter Generation sanierte die Baufamilie mit einer Fassade und einem Dach aus Schieferplatten.

Altes Dach und alte Fassade

Wenn Architekten für die eigene Familie bauen, gibt es immer etwas zu tun. Und das seit mehr als 60 Jahren. In diesem Fall wurde die letzte Altlast beseitigt: Dach und Fassade schimmern nun zeitlos, modern und natürlich in Schiefer.

In dritter Generation hat das Ehepaar dem gemeinsam mit den Eltern bewohnten Anwesen die jüngste Sanierung verpasst. Der Senior-Bewohner (83) schmunzelt: "Eigentlich hat es nie aufgehört: Wenn ein Bauabschnitt fertig war, haben wir schon den nächsten geplant."  So alle "zwei Jahre" habe sich "irgendwas verändert", auf dem gerade einmal 600 Quadratmeter großen Grundstück im sauerländischen Olpe.

Die Familiengeschichte des Hauses, das heute aus zwei Gebäuden und einer gemeinsamen Dielen-Verbindung besteht, führt zurück ins Jahr 1953. Damals kaufte der heutige Senior "das kleine Siedlungshäuschen aus der Zeit der Währungsreform".

Gebaut wurde es 1948 ursprünglich für Menschen, die im Zuge des Staudammprojektes am Biggesee – heute noch einer der großen Trinkwasserspeicher in Nordrhein-Westfalen – umgesiedelt wurden. 

Erste große Sanierungsphase

Mitte der 60er Jahre erfolgte die erste große Sanierungsphase: Nach einer Tischlerlehre und dem Studium zum Architekten eröffnete der Senior ein eigenes Büro im elterlichen Domizil. Weil auch der Familiennachwuchs Platz brauchte, kam ein Flachdachanbau mit Diele, Ess- und Wohnzimmer in Richtung Garten dazu. 

Der Um- und Ausbau des Altbaus schloss sich an – einhergehend mit der gründlichen Sanierung des Daches und einer Aufstockung des Flachbaues um ein Bad und zwei Zimmer, da inzwischen drei Kinder untergebracht werden mussten. Das Anwesen wuchs auf 22 Meter Länge und zehn Meter Breite bei optimaler Ausnutzung des Grundstücks.

Um den inzwischen drei Bauabschnitten eine gemeinsame Optik zu geben, entschied sich der damalige Bauherr in den 70er Jahren für eine durchgängige Fassadenbekleidung. "Weil selbst wir als Fachleute es nicht besser wussten, nahmen wir damals günstige Faserzementplatten – sowohl auf dem Dach als auch an der Wand."

Altlast Asbest

Erst Jahrzehnte später dämmerte die Erkenntnis: Die Platten enthielten Asbestfasern, die im zunehmenden Alter gefährlich werden konnten. Eine Altlast, die auch der Tochter des Bauherren keine Ruhe ließ, nachdem sie als Architektin ins elterliche Büro eingestiegen war – und später auch privat in das Elternhaus zurückkehrte. Sie trat nicht nur mit der Übernahme des Architekturbüros in die Fußstapfen des Vaters, sondern setzte auch die Tradition der permanenten Erneuerung des Familienbesitzes fort.

Aus dem großen Haus entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein ansehnliches Zwei-Generationen-Objekt: Die Eltern zogen in den Anbau, die Tochter mit dem Ehemann in den komplett sanierten Altbau – gemeinsam unter einem Dach und doch getrennt durch die alte Verbindungsdiele, auf der sich heute eine gut geschützte wie sonnige Dachterrasse befindet.

Ökologisches Bauen

Die Tochter, als Architektin spezialisiert auf kostengünstiges wie ökologisches Bauen und inspiriert von der innovativen holländischen Bauweise, lacht: "Wir haben ein lebendiges Haus: Immer, wenn wir aus einem Urlaub zurückkehren, gibt es neue Ideen. Spätestens im Frühjahr werden die Möbel gerückt."

Dabei gibt sie augenzwinkernd zu: "Es ist nicht immer lustig, mit der Familie für die Familie zu bauen, wenn man Neues schaffen und Vorhandenes bewahren möchte."

Einig waren sich aber alle, als es um die letzte große Sanierung im Sommer 2018 ging: Klare Linien in Verbindung mit natürlichen Baustoffen sollten dem Anwesen einen modernen wie zeitlosen Charakter verleihen – und ökologisch wie ökonomisch im Einklang stehen: "Das eigene Haus ist ja immerhin auch ein Aushängeschild für jeden Architekten."

Neues Schiefer-System

Auf der Suche nach geeigneten Materialien stieß die Planerin auf das Rathscheck Schiefer-System powered by Nulok, das erst vor kurzem auf dem deutschen Markt neu eingeführt wurde. Die Verbindung von langlebigen Natursteinen im modernen großformatigen Rechteck-Design mit einer schnellen wie kostengünstigen Montage machte die Entscheidung einfach.

In Zusammenarbeit mit den Experten des Unternehmens aus Mayen in der Eifel lagen zwischen Entscheidung und Umsetzung nur wenige Wochen. Dann ging alles recht zügig: Innerhalb von ein paar Tagen entsorgte man das alte Asbestdach fachgerecht und installierte eine neue Öko-Dämmung aus Holzfasern.

Nach dem Einbau der neuen Dachfenster auf Straßen- und Gartenseite begann die Montage des Schieferdaches – unter den kritischen Augen des Seniors, der Schiefer eher in der traditionellen Verarbeitung auf Holzschalung kannte: "Faszinierend, wie akkurat und dennoch enorm schnell das Schiefer-System eingebaut wurde, obwohl es auch für die Dachdecker eine Premiere war." Weil das System vorkonfektioniert an die Baustelle geliefert wurde und für den Einbau keine Spezialwerkzeuge notwendig waren, gab es während der Bauphase kaum Lärmbelästigung für die Nachbarn und nur wenig Abfall.

Schieferplatten einfach verlegt

Einer der großen Vorteile des neuen Rathscheck Schiefer-Systems liegt in der schnellen und einfachen Verarbeitung: Statt traditionell auf einer Holzschalung mit Nägeln befestigt, werden die großformatigen rechteckigen Schieferplatten nur noch in einem Metall-Trägersystem fixiert.

Der Aufwand für Arbeitslohn und Material reduziert sich in der Regel um mehr als 50 Prozent gegenüber der traditionellen Verlegetechnik. Besonders geeignet ist das System für rechtwinklige und geradlinige Steildächer und Fassaden sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau. Fertig verlegt (Material und Lohn) wird der Quadratmeter – je nach Dachneigung und Steingröße – bereits ab rund  67 Euro angeboten. Solarstromelemente lassen sich flächenbündig integrieren.

Weitere Projekte

Mit viel Liebe und Ideen plante die Architektin selbst Details – zum Beispiel die verdeckte Dachentwässerung: Vor dem Badezimmer beherbergt die Kastenrinne neben dem Ablauf auch eine integrierte Kräuter- und Gemüsekiste. Tomaten und Paprika reifen im milden Klima zwischen den Schieferfassaden prächtig.

Die gemütliche Holzterrasse zwischen den beiden Gebäuden wurde durch einen Dachgarten ergänzt. An der Seitenwand sorgt ein lebensgroßer Birkenwald als Digitalprint für dauerhafte Urlaubsstimmung. Wenn sich Familie jetzt im Liegestuhl sonnt, reifen bereits die nächsten Sanierungspläne: Im kommenden Jahr soll das Dach der Senioren-Hälfte neu gedämmt und eingedeckt werden. Natürlich mit Schiefer.

Mehr Infos, Bauherrenberatung und E-Books zum Thema Schiefer gibt es unter www.schiefer.de und bei Rathscheck Schiefer unter der Telefonnummer: 0 26 51/95 50.

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