Wohnen im Grünen

In seiner Einfachheit lebt das Haus von Sandra und Marco Scheffler durch architektonische Gegensätze. Zur Straße hin zeigt es sich verschlossen, zum Garten öffnet es sich seinen Bewohnern weit für ein wunderbares Wohnen im Grünen.

Die besten Ideen kommen meist spontan und in gemütlicher Runde. So auch bei Familie Scheffler. „Wir haben oft mit dem Architekten zusammengesessen und über den Entwurf und die Details ­diskutiert“, erklärt der Bauherr: „Denn eins wussten wir: Es kommt nur ein Haus infrage, das genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist.“  Die Chemie zwischen Architekt Thomas Wittenburg von atelier 05 und der Familie stimmte von Beginn an. „Mit dem Bauherrn war es ein sehr angenehmes sowie auch ein erfreuliches Zusammenarbeiten. Denn Familie Scheffler hatte ganz konkrete architektonische Vorstellungen, die mit in die Planung einfließen mussten: eine kompakte Kubatur mit klaren Formen“, berichtet der Planer.

Blick ins Grüne

Der Blick ins Grüne war Ausgangspunkt der Planung. Thomas Wittenburg fügte den schlanken Baukörper harmonisch und gradlinig in das Gelände ein, wobei der längliche Grundriss sich dem Zuschnitt des Grundstücks anpasst. Trotz seiner Kompaktheit bietet das Haus ungeahnte Großzügigkeit. Die äußere Erscheinung ist das Ergebnis wirkungsvoll aufeinander abgestimmter, verschiedener Fassadenelemente, die den Anspruch nach Funktionalität und Ästhetik gleichermaßen erfüllen. Zur Straße unterstreichen die klare Linienführung der weißen Putzflächen sowie ­stilvoll angelegten Lichtbänder die gewünschte Schlichtheit und sachliche Außenwirkung. Eine Gabionenwand und Kugelleuchten begleiten den Zugang zum Haus. So wird bereits vor dem Eintreten ins Haus die Betonung der Gradlinigkeit spürbar.

Vom Garten hat die Familie eine wunderbare Sicht auf die Landschaft des Dassower Sees. Blickfang – von innen und außen – ist die Süd-West-Ecke. Hier verbindet ein Luftraum Erd- und Obergeschoss, deutlich sichtbar in Form von durchgängigen fünf Meter hohen Fensterglaselementen. Sie setzen optische Akzente und heben das offene Wohnkonzept hervor. Gleichzeitig wird eine direkte Verbindung zum großen Garten und zur umgebenden Natur geschaffen. Die große Fensterfront ermöglicht über zwei Geschosse bis weit ins Haus hinein ein großzügig natürliches Lichterlebnis. Das einfallende Sonnenlicht wird von den weißen Wandflächen reflektiert und es entsteht eine helle und freundliche Raumatmosphäre. „Hier fühle ich mich so gut und so wohl, als stände ich mitten in der Natur“, schwärmt Sandra Scheffler. „Und wenn es die Sonne mal wieder zu gut meint, schützen elektrisch betriebene Raffstores vor der Hitze.“

Innenleben

Architekt Wittenburg hat es gut verstanden, die geometrisch klare Gliederung des Baukörpers im Inneren des Hauses weiterzuführen. „Familie Scheffler legte großen Wert auf eine strikte Trennung zwischen Wohn- und Individualräumen“, berichtet er. „Die kommunikativen Bereiche wie Wohnen, Essen, Kochen haben wir im Erdgeschoss so platziert, dass sie ineinander übergehen und Offenheit vermitteln. Der Boden ist durchgehend mit einem Holzfußboden aus geölter Eiche belegt, der in Verbindung mit der Fußbodenheizung für wohlige Wärme sorgt. Im Gegenzug ist das Bedürfnis nach Rückzug durch Einzelräume im Obergeschoss berücksichtigt. Es umfasst die beiden etwa gleich großen Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer sowie das Familienbad.

„Ich bin von dem Wohnerlebnis begeis­tert. Die Wellness-Atmosphäre des Badezimmers gehört ebenso dazu wie die offene Wohnsituation im Erdgeschoss. Im Übergangsbereich Küche/Essplatz schließt sich der geräumige Wohnbereich an. Das ist für mich Familienleben”, erklärt die Bauherrin. „Die Sitzgarnitur haben wir separat in einer vom Wohnbereich abgeschirmten, aber offenen Nische innerhalb der Galerie untergebracht. Wir sind rundum zufrieden. Auch unsere zwei Kinder fühlen sich hier pudelwohl. Insbesondere ihre eigenen Zimmer im Obergeschoss und der große Garten haben es ihnen angetan. Hier ­können sie nach Herzenslust spielen und sich mit ihren Freundinnen und Freunden austoben.“

Grundrisse Haus Scheffler

In Ruhe ausgewählt

„In regelmäßigen Abständen habe ich ­Familie Scheffler eine Auswahl von verschiedenen Ausstattungsgegenständen präsentiert und die Familie konnte auf ­diese Weise alles in Ruhe und ohne Stress auswählen. So haben sich die Bauherren auch für den Wandbaustoff Kalksandstein entschieden. Sie wünschten sich ein massives Haus mit einer sehr guten Energie­effizienz. Es sollte einen bestmöglichen Schutz vor Lärm bieten sowie eine hohe Wärmespeicherfähigkeit besitzen, um ein angenehmes Wohlfühlklima im Haus zu schaffen. Last, not least wurde sehr großer Wert auf die ökologische Unbedenklichkeit des Wandbaustoffs und kostengüns­tiges Erstellen des Rohbaus gelegt. Aus ­Erfahrung weiß ich, dass der Kalksandstein all diese Kriterien bestens erfüllt“, erläutert der Architekt. Für die angestrebte Energie­effizienz ist eine einfache wie auch äußerst wirkungsvolle Maßnahme gewählt, das Mauerwerk erhielt ein Wärmedämmverbundsystem auf der Fassade. So ist das ­gesamte Haus gegen eindringende Kälte sicher geschützt und Wärmebrücken werden vermieden.

Text: B. Niebuhr

Bautafel

Wohnfläche: 144 m²
Bauzeit: 7 Monate
Kosten: 1.300,00 Euro/m²
Wandbaustoff: 17,5 cm Kalksandstein-Mauerwerk + 14 cm dickes Wärmedämmverbundsystem, Kalksandstein von Heidelberger Kalksandstein,
Lieferwerk Kavelsdorf Kalksandstein von Heidelberger Kalksandstein, www.heidelberger-kalksandstein.de
Architekt: Thomas Wittenburg, atelier 05 Jürgenshagen, www.atelier05.de

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