Die Holzfassade

Für die Gestaltung der Fassade eignet sich heimisches Holz: besonders robust und wetterfest sind Lärche, Eiche oder Rotzeder. Ein Holzhaus bzw. dessen Holzfassade braucht auch im Außenbereich keinen chemischen Holzschutz. Eine lange Lebensdauer garantieren drei Dinge:

1. die heute übliche technische Trocknung des Baustoffs Holz vor dem Einsatz auf der Baustelle auf eine Restfeuchte von etwa 16 Prozent,

2. die sorgfältige Materialverarbeitung und

3. ein guter konstruktiver Holzschutz.

Konstruktiver Holzschutz

Beim konstruktiven Holzschutz geht es darum, Baudetails so auszuführen, dass sie der Witterung möglichst wenig ausgesetzt sind, Regenwasser ablaufen und sich nirgends Nässe in Ritzen und Fugen ansammeln kann. Maßnahmen wie eine Hinterlüftung der Außenverkleidung, so genannte Tropfnasen an den Fensterbänken oder weite Dachüberstände zum Schutz der Fassade vor Schlagregen gehören dazu. Neuralgische Punkte wie Fensteranschlüsse müssen „sauber“ nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt werden. Der Abstand der Holzverkleidung zum Boden sollte mindestens 30 Zentimeter betragen, damit Spritzwasser der Fassade nichts anhaben kann. Für all das sind die renommierten Holzhaushersteller und Handwerker verantwortlich. Darüber hinaus können die Bewohner nach dem Einzug weiter für den Werterhalt der Holzfassade sorgen.

Pflege der Holzfassade

Damit die Schönheit einer Holzfassade über Jahrzehnte erhalten bleibt lautet die wichtigste Regel: Schadhafte Stellen im Außenbereich sofort beheben. Streichen braucht man nicht, wenn man die Holzfassade unbehandelt vergrauen lassen möchte – der Vorgang ist ein natürlicher Schutz­prozess des Holzes, hervorgerufen durch UV-Strahlung und Regen. Diese „Versilberung“ dauert mehrere Jahre und soll die Oberfläche ohne Pflege jahrzehntelang erhalten.

Ansonsten gilt: Wer einmal streicht, muss immer wieder streichen. Keine Angst, man muss nicht gleich jedes Jahr den Pinsel schwingen. Je nach Lage des Hauses, abhängig von der Wetterseite und vor allem von der Art der Oberflächenbehandlung, sind die Pflegeintervalle recht unterschiedlich. Alle zwei bis drei Jahre sollte bei einer offenporigen Lasur nachgestrichen werden, bis zu fünf Jahre kann man bei einer Dickschichtlasur mit dem Überpinseln warten, und ein Deckanstrich sollte nach drei bis längstens acht Jahren erneuert werden.

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