Holz – Schutz vor Schall und Schimmel

Einfachste Maßnahmen reichen, um Holzhäuser vor ihren natürlichen Feinden – Dauerfeuchte, Pilzen, bestimmten Insekten sowie Feuer – zu schützen. Pfosten, Rahmen und Holzdämmstoffe, mit Gips- oder Lehmplatten verkleidet, sind ausreichend brandsicher, regelgemäße Konstruktionen halten dem Feuer mindestens 30 Minuten stand.

Abwehr von Gefahren

Wenn es brennt, sind Gase, PVS, Polystyrol und Polyurethan die größere Gefahr. Was die wenigsten wissen: Holzbalken erfüllen ihre Funktion in den Flammen sehr viel länger als etwa Stahlträger. Viele Versicherungen haben ihre früher recht hohen Beiträge auf ein "Normalmaß" zurückgeschraubt, gerade was Fertighäuser betrifft.

Hausbock, Nagekäfer und Pilze dagegen mögen es schön feucht. Ihnen verdirbt man ein gemütliches Umfeld durch konstruktiven Holzschutz. Mittels weiter Dachüberstände wird die Fassade vor Regen geschützt. Hält sie mindestens 30 Zentimeter Abstand zum Boden, kann ihr auch das Spritzwasser nichts anhaben.

Überall muss dafür gesorgt sein, dass Regenwasser von den Holzteilen abfließen, abtropfen oder verdunsten kann. Bewitterte Teile sollten aus widerstandsfähigen Holzarten bestehen.

Gefahr droht aber auch von innen in Form von Luftfeuchtigkeit. Für eine lang same, geregelte Diffusion, also den Abtransport der Luftfeuchte, sorgt eine Dampfbremsfolie und macht das Haus gleichzeitig winddicht.

Schall wird gestoppt

Das Problem der Hellhörigkeit bekam man zugleich mit dem Wärme- und Feuchteschutz in den Griff. Eine bessere Abdichtung der Außenhülle und dichter schließende Fenster halfen gegen den Lärm von draußen. Bauteile, die mit Dämmschichten voneinander entkoppelt sind, verhindern die Übertragung von Körperschall.

So genannte "schwimmende" Fußbodenaufbauten etwa lassen Trittschall kaum noch durch, gedämmte Wandaufbauten wesentlich weniger Luftschall. Auch hier gilt natürlich: Nur ordentliche Arbeit bringt den zeitgemäßen Standard.

Naturklimaanlage

Im Kernholz beispielsweise der Polarkiefer finden sich 600 feine Kapillargefäße pro Quadratmillimeter (rechts in 200facher Vergrößerung). Eine durchgängig dampfdiffusionsoffene Wand sorgt mit ständiger Feuchtigkeits- und Temperaturregulierung für das sprichwörtliche Wohlfühlklima – und aromatische Holzinhaltsstoffe können Gerüche in der Raumluft neutralisieren. Die Holzoberflächen zeigen im Gegensatz zu anderen Baustoffen keine negativen Auswirkungen durch elektrostatische Aufladung und sie wirken sogar antibakteriell. In solch einem Massivholzhaus atmen nicht nur Allergiker auf.

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