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Belinda Gold & Nino Kindermann: Los geht's – der Hausbau

Schwebende Hauswände und Betontreppen: Belinda Gold und Nino Kindermann staunen beim Bau ihres Traumhauses immer wieder aufs Neue.

Belinda Gold hat letzte Nacht kaum geschlafen. Denn heute wird die Bodenplatte gegossen. Das ist nach der Planung der erste bauliche Schritt auf dem Weg zum eigenen Traumhaus. Dafür haben sich die TV-Moderatorin und ihr Ehemann, Unternehmer Nino Kindermann, etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Liebeserklärung ans Haus

Die jungen Bauherren haben einen Liebesbrief an das zukünftige Eigenheim verfasst. "Den Brief gießen wir zusammen mit einem Glückscent in die Bodenplatte ein", so das Paar aufgeregt. Damit werden die "guten Wünsche" also Teil des gemeinsamen Eigenheims.

Belinda baut: Bodenplatte

In der ersten Folge unserer Video-Serie "Belinda baut" wird die Bodenplatte gegossen.

"Es sind private Wünsche für die Zukunft und Ziele, die das Haus betreffen“, erklärt Nino Kindermann. Und Belinda Gold ergänzt lächelnd: „Ein Liebesbrief an das Haus und uns.“

Schließlich wird der Zement für die Bodenplatte aufgeschüttet. Danach muss der Boden erst einmal ein paar Tage aushärten.

Haus ohne Keller

Bei ihrem Traumhaus, einem Architektenhaus in Holzbauweise, entschieden sich Belinda Gold und Nino Kindermann gegen einen Keller. "Dadurch geht nicht nur der Hausbau schneller voran, wir können auch in die Höhe und in die Weite bauen", erklärt Nino Kindermann. 

Im Erdgeschoss sind neben dem Eingangsbereich auch Büroräume und ein Technikraum untergebracht. "Diese Bereiche würden andere vielleicht in den Keller packen“, meint Belinda Gold, "aber wir wollten statt der dunklen Kellerräume helles Tageslicht in allen Räumen."

Der Wohnbereich befindet sich im Obergeschoss. Hier realisierten Belinda Gold und Ehemann Nino Kindermann einen großzügen Wohn-, Ess- und Kochbereich. Zudem ist hier ein großes Schlafzimmer inklusive Ankleide und Badezimmer untergebracht. Dank großen, bodentiefen Fenstern mit einer Breite von fast acht Metern gelangt viel Tageslicht in die Räume.

Eine besondere Treppe: 16 Stufen zum Glück

Ein paar Tage nach der Bodenplattenlegung ist es bitterkalt. Doch Belinda Gold ist bester Laune. "Egal, ob Eiseskälte oder Sommerhitze – das hindert mich nicht daran, beim Bau unseres Hauses dabei zu sein." 

Der Hausbau geht zügig voran. Regelmäßig sind Belinda Gold und Nino Kindermann auf der Baustelle – und staunen über die rasante Entwicklung. Ein lokaler Handwerksbetrieb ist für den Hausbau verantwortlich. 

Eines der Highlights des modernen Einfamilienhauses ist die puristische Betontreppe, die künftig das Erdgeschoss und den Eingangsbereich mit dem Wohnraum im ersten Stock verbindet.

Belinda Gold hat ein Prinzip, das ihr bei schwierigen Entscheidungen bei ihrem Hausbau hilft. "Anhand der drei Faktoren Ästhetik, Funktionalität und Preis kann man jeweils abwägen, was wirklich relevant ist", meint die junge Bauherrin. Und bei der Treppe siegte am Ende ganz klar die Ästhetik: "Unsere Treppe ist bestimmt nicht so warm wie eine Holztreppe und Beton ist sicherlich teurer – aber sie ist einfach bildschön."

Die Treppe wird per Kran auf die Bodenplatte gehoben. "Unsere Haustür ist zwar groß, aber da hätte die Treppe nicht mehr durchgepasst", lacht Belinda Gold, als über ihr die Treppe heranschwebt. Die Betontreppe ist aus einem Guss – und wiegt 5,5 Tonnen. "Angeliefert wird die Treppe über einen Spezialkran, der sogar zwischen 30 und 400 Tonnen heben kann", erläutert Belinda Gold, die über die Details rund um ihren Hausbau Bescheid weiß. 

Das Problem: Der extra bereit gestellte Kran für die Treppe blockiert den regulären Kran auf der Baustelle – die beiden blockieren sich also gegenseitig.

Und stießen die beiden Kräne aneinander, könnte die Treppe dabei zu Bruch gehen. Ein Kampf um jeden Zentimeter entbrennt. "Am Ende ging der kleinere wie eine Giraffe beim Trinken in die Knie", berichtet Belinda Gold erleichtert, schließlich liegt ihr die Betontreppe besonders am Herzen.

Kran-Krimi

 

Beim Aufstellen der Treppe kommt es zum "Kampf der Kräne". Dabei geht es um jeden Zentimeter.

„Die Treppe ist genauso, wie wir sie uns gewünscht haben", schwärmt sie. "Wir wollten unbedingt Betonanteile, denn das passt perfekt zum Bauhausstil unseres Hauses." Die schlichte Treppe wird später im Eingangsbereich offen zu sehen sein.

Es dauert eine halbe Stunde, bis die Betontreppe ausrangiert ist. Im Anschluss wird sie auf die Bodenplatte gehoben und montiert. "Ich bin mega aufgeregt! Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein großer Schritt", ruft Belinda Gold. "16 Stufen zum Glück!"

"Mein Haus ist da!"

Im nächsten Bauschritt folgt die Montage der Wände. Auf einem LKW werden die Innen- und Außenwände geliefert. "Mein Haus ist da!" ruft Belinda Gold über die Baustelle. Zumindest die künftigen Wände sind schon hier. 

In Sachen Dämmung entschieden sich Belinda Gold und Ehemann Nino Kindermann für Holzfaserdämmstoffe. Denn den beiden Bauherren war das Thema Wohngesundheit besonders wichtig. "Wir haben uns für ein Holzhaus entschieden, weil es umweltfreundlich und wohngesund ist. Deshalb setzen wir auch auf ökologische Baustoffe aus Holz – inklusive Holz- und Gipsfasern. Nicht zuletzt sorgen diese warmen Oberflächen auch für behagliche Räume."

Eine Förderung für eine besonders hohe Energieeffizienz haben die beiden nicht beantragt. Die Wände sind folgendermaßen aufgebaut:

  • 12,5 Gipsfaserplatte Rigidur H
  • 60 mm Holz UK inkl. Gefachdämmung Holzfaser 60 mm WLS 038
  • 15 er OSB – 3
  • 240 mm Holzständerwand vollflächig ausgedämmt mit Holzfaser Einblasdämmung WLS 045
  • 60 mm Holzfaser Putzträgerplatte WLS 045
  • 10 mm Putzsystem

Per Kran werden die einzelnen Wandelemente über die bereits stehende Garage gehoben. Über Belinda Golds Kopf schwebt gerade eine weitere Holzwand. "Ich habe keine Ahnung, welche Wand das gerade ist", lacht sie. Zum Glück haben die Facharbeiter alles im Griff. Der Bauleiter weiß genau, welche Wand gerade am Kran durch die Luft schwebt. Belinda Gold staunt. "Es ist spannend zu sehen, wo am Ende welche Wand hinkommt. Das ist wie bei einem Puzzle."

Sobald die Wände mithilfe des Krans an ihrem vorgesehenen Platz stehen, werden sie fixiert. So wird das gesamte Erdgeschoss von gerade mal drei Fachkräften gestellt.

Die Hauswände kommen

"Mein Haus ist da!" freut sich Belinda Gold, als ihre Wände per LKW kommen.

Die Wände wurden mithilfe eines speziellen Trocknungsverfahrens chemiefrei vorbereitet, dass die Witterung dem Holz nichts anhaben kann. Nicht nur auf der Baustelle ist detailgenaue Arbeit erforderlich, bereits bei der Vorproduktion war höchste Präzision gefragt. Jeder Millimeter wurde von Computern berechnet, Wände und andere Bauelemente dann nach diesen Plänen in einer Halle angefertigt.

Am Ende des Tages spaziert Belinda Gold durch ihr künftiges Haus – respektive den Wänden entlang. "Man denkt am Anfang immer, die Räume wären total klein. Aber jetzt werden die realen Dimensionen deutlich und man sieht, wie groß alles ist", so die junge Bauherrin aufgeregt.

Im nächsten Teil der Serie entsteht die Decke im Erdgeschoss.

Die Decke entsteht

"Eigentlich bin ich schwindelfrei, aber wenn man hier oben herumläuft, ist es doch ganz schön hoch." Belinda Gold steht auf der Decke ihres Erdgeschosses. Das ist gleichzeitig der künftige Boden des Wohnraums im Obergeschoss. Testweise hüpft die TV-Moderatorin auf dem Dach herum. "Es hält", schmunzelt Belinda Gold.

Die Holzbalken werden verlegt. Nur ein Teilstück wird am Ende freigelassen. Denn für den Eingangsbereich ihres künftigen Einfamilienhauses haben sich Belinda Gold und ihr Ehemann Nino Kindermann etwas Besonderes einfallen lassen: einen begehbaren Glasboden.

Besonderes Feature

Das Erdgeschoss wird mit einer Holzbalkendecke abgeschlossen. Belinda Gold erklärt, wie die Statik des Hauses funktioniert.

Für den Eyecatcher im Eingang wird Spezialglas verwendet.  "Ich hoffe, dass ich am Ende keine Angst haben werde, darüber zu gehen", lacht Belinda Gold. 

Drei Tage sind für die Montage der Decke eingeplant. Danach folgen die Wände des Obergeschosses und schließlich das Dach.

Wind und Wetter – Belinda Gold weiß Bescheid

Ein paar Tage später. Belinda Gold steht auf dem Dach ihres künftigen Hauses. Als sie das Gerüst hochklettert, ist die junge Bauherrin sichtlich aufgeregt. "Ich bin zwar schwindelfrei, aber es ist doch sehr windig", sagt sie. 

Überhaupt weiß Belinda Gold seit ihrem Hausbau genauestens über die Wetterverhältnisse Bescheid, schließlich hängen davon die weiteren Bauschritte ab. Obwohl es ausnahmsweise einmal nicht regnet, muss der Einbau der bodentiefen Fenster verschoben werden. "Der Wind ist einfach zu stark", erklärt Belinda Gold.

Das Dach kommt!

In der fünften Folge kämpfen die Dachdecker gegen stürmischen Wind und eisige Gerüste.

Aufgrund des heftigen Windes wurde sogar die Dachplane, die das Holzdach vor Regen und Hagel schützt, mit Brettern fixiert. "Sobald es wieder windstill ist, werden die Fenster eingesetzt", berichtet Belinda Gold.

Traumhaus-Making-of

Belinda Gold besichtigt ihr derzeit noch unfertiges Haus. "Es kommt mir alles sehr klein vor", sagt sie und fügt hinzu: "Es ist unglaublich zu sehen, wie aus den Skizzen, die wir zusammen mit dem Architekten angefertigt haben, unser Traumhaus entsteht."

Im Schlafzimmer bleibt sie stehen. Hier bietet in Zukunft ein bodentiefes Fenster einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung. "Ich bin mir nicht ganz sicher, wo das Schlafzimmer aufhört und die Ankleide anfängt", schmunzelt Belinda Gold. "Aber dieses Fenster gehört auf jeden Fall noch zum Schlafbereich."

Schlafzimmer und Ankleide werden durch eine große Schiebetür, die in der Wand verschwindet, getrennt. "An der Schiebetür wird noch ein großer Spiegel angebracht", erklärt Belinda Gold. Dadurch werden die Räume optisch vergrößert. Das Ankleidezimmer wird zudem von zwei Dachfenstern mit Tageslicht versorgt. 

Auch in der Küche gewährleisten bodentiefe Fenster viel Tageslicht. "Mein Mann und ich kochen gerne, wir werden also sicherlich viel Zeit in unserer Küche verbringen", verrät Belinda Gold. Von hier aus hat man ebenfalls einen wunderbaren Blick über die Terrasse mit Pool bis hin zu den Alpen.

Richtfest calling!

Mit der Fertigstellung des Dachs ist der Hausbau beendet. Höchste Zeit fürs Richtfest! Ursprünglich wollten Belinda Gold und Nino Kindermann kein Richtfest ausrichten. "Aber ein 'Hebauf', wie es in Bayern heißt, ist Pflicht", so das Bauherrenpaar. "Wenn man kein Richtfest feiert und der Blitz einschlägt, ist man quasi selbst Schuld", lacht Belinda Gold.

Außerdem ist ein Richtfest die beste Gelegenheit, sich bei den vielen Fachwerkern und Handwerkern, die am Hausbau beteiligt sind, zu bedanken. "Sie machen alle einen ausgezeichneten Job", freuen sich Belinda Gold und Nino Kindermann.

Obwohl das Haus steht, ist es natürlich noch lange nicht fertig. Als nächstes steht der Innenausbau an. Dafür haben Belinda Gold und Nino Kindermann jede Menge Ideen. Ob ihre Wunschvorstellungen alle umsetzbar sind, verraten wir im nächsten Teilunserer Serie. 

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