Auf alles vorbereitet sein

Der Klimawandel hat einige wenige positive Seiten, bringt mildere Winter und kürzere Heizperioden, andererseits lang anhaltende Hitzewellen, Orkane und stärkere Niederschläge. Auf die muss das neue Bauen sich einstellen, angefangen bei sturmsicherer Dacheindeckung und sommerlichem Hitzeschutz. Das Darmstädter Konzept nutzte dazu auch innovative Baustoffe. Der Holzständerbau wurde mit Gipsplatten geschlossen, die als Besonderheit so genannte Latentwärmespeicher oder PCM (Phase Change Materials) enthielten. Mikroskopisch kleine Kügelchen aus mit Wachs gefülltem Kunststoff erhöhen die Wärmespeicherfähigkeit der Platten um ein Vielfaches. An heißen Tagen nimmt das Wachs die Wärme auf und schmilzt. Das Entscheidende ist, dass es während dieses allmählichen Übergangs von fest zu flüssig keine Energie abgibt. Der Effekt hilft Leichtbauten, im Sommer die Temperaturspitzen zu kappen, wie es Massivbauten können; das Innenklima bleibt angenehm, weil erst nachts die Wärmeabgabe erfolgt.

PCM ist nur eines der zahlreichen, viel versprechenden neuen Bauprodukte. Den wagemutigeren unter den Bauherren wird man mit transluzentem Beton kommen dürfen. Mit mehr Zurückhaltung wird die Nano-Technik begrüßt werden, der die Umweltmedizin gerade ihre Aufmerksamkeit zuwendet. Materialien, an denen Schmutz und Staub nicht mehr haften, abriebfest, Geruchsfresser, antibakteriell, UV-unempfindlich, Metalle, die nicht mehr anlaufen – allerdings auch keine Patina mehr bekommen –, Fenster, die nicht mehr beschlagen, und das soll erst der Anfang sein.

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