Feng Shui galt eine Zeitlang als einer der wichtigen Wohntrends. Inzwischen wurde es etwas ruhiger um die fernöstlichen Wohnweisheiten.

Wohnberatung von Feng Shui bis Wohnpsychologie

Um Feng Shui ist es ruhiger geworden, doch die fernöstlichen Wohnweisheiten werden weiterhin gern angenommen. Zusammen mit anderen esoterischen Ratschlägen von Vastu-Spezialisten und Radiästheten. Außerdem beraten Wohnpsychologen.

Feng Shui ist das Regelwerk fürs Leben und Wohnen in Harmonie mit dem Universum. Darüber hinaus gibt es auch Vastu, die indischen Variante. Außerdem kann man sich an Erdstrahlen und Wasseradern orientieren.

Laut dem Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V., ist das Interesse an esoterischer Wohnberatung unter Bauherren vorhanden. Natürlich ist das nicht unbedingt jedermanns Sache.

Feng Shui – Die Lehre von Chi und Bagua

Nach Feng Shui ist das Chi gegenwärtig. Es ist pure Lebensenergie, treibt und beherrscht Wind (Feng), Wasser (Shui) und alles andere. Es kann gelenkt und an bestimmten Orten konzentriert werden, sodass die Hausbewohner in Harmonie miteinander umgehen, ausgeglichen, glücklich und erfolgreich sind. Die sogenannte Kompass-Schule unterteilt einen Grundriss mittels eines quadratischen Drei-mal-drei-Felder-Rasters. Danach ordnet sie den acht äußeren Zonen dieses Bagua, die mit den acht Himmelsrichtungen korrespondieren, bestimmte Werte oder Lebensaspekte zu, etwa „Reichtum“, „Partnerschaft“, „Kinder“, „Karriere“. Die Mitte bleibt leer. Fließt das Chi in diesen Zonen, klappt es auch im Leben. Wird es blockiert, drohen familiäre Probleme, Krankheiten, Arbeitslosigkeit.

Radiästheten – Wünschelrutengeher

Wünschelrutengeher – oder Radiästheten – spüren Wasseradern und schädliche Erdstrahlen auf. Diese sollen schädlich für die Gesundheit des Menschen sein. Diese Art der esoterischen Wohnberatung steht jedoch in der Kritik, da es keinerlei beweise für die Effizienz gibt, jedoch viele dagegen.

Wohnpsychologie – Bewohner im Mittelpunkt

Wohnpsychologen stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Gemäß der Hamburger Psychologin Antje Flade kann man die Wirkung der gebauten Umgebung in einem Koordinatensystem zwischen den vier Punkten Anregung und Entspannung sowie schlicht angenehmer und unangenehmer Empfindung darstellen.

Die hohe Kunst besteht darin, die einzelnen Räume so zu planen, dass in jedem Zimmer die jeweils gewünschte Wirkung zustande kommt. Das geschieht durch Zuschnitt und Größe, Wahl der Farben, und Lichteinfall. Man soll sich überall wohlfühlen. Im Arbeitszimmer jedoch soll die Atmosphäre anregen, im Schlafzimmer hingegenberuhigen.

Antje Flade kritisiert in diesem Zusammenhang, dass Kinderzimmer auf Kosten riesiger Wohn- und Essbereiche zu klein angelegt werden. Dadurch spielen die Kinder im Wohnzimmer und die Räume werden nicht nach ihrer Intention genutzt. Eine gewisse Angleichung der Raumgrößen ist also empfehlenswert und macht den Grundriss offener für spätere Umgestaltung.

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