Bei den Griechen abgeschaut - Griechische Architektur

Die Akropolis wird man nicht gleich nachbauen. Aber wer ein Faible für die Antike hat, findet unter klassischen Villen und mediterranen Landhäusern sicher seinen Favoriten.

Was wir heute im privaten Hausbau als mediterrane Architektur und klassische Villenarchitektur bezeichnen, hat eine lange Tradition. Den Grundstein legte bereits die griechische Architektur und später auch die römische Architektur der Antike, die in erster Linie städtisch orientiert waren.

Theater und Tempel, aber auch so manche Wohnbauten sind heute noch ein Muss für jeden Touristen, der sich Richtung Athen auf den Weg macht, aber auch Richtung ägäische Inseln oder zum damalig griechisch besiedelten Unteritalien und Sizilien sowie „Kleinasien“.

Die Römer übernahmen viele Elemente des griechischen Baustils. Heutige Einfamilienhäuser in mediterranem Stil, vor allem aber auch die sogenannten „Stadtvillen“, die in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erfahren, lassen sich in ihrem Erscheinungsbild auch mit dem Klassizismus assoziieren – einer Stilepoche des späten 18. Jahrhunderts und frühen 19. Jahrhunderts, in der die Nachahmung des klassischen Altertums, vorrangig der griechischen Antike, zum Programm erhoben wurde.

Antike Architektur modern interpretiert

Die antike Architektur brachte verschiedene Elemente hervor. Welche davon nun heute zu diesem Baustil gehören, ist – zumal sich auch schon mal Merkmale aus Historismus und Renaissance mit einmischen – eher verschwommen, modernen Gegebenheiten angepasst und obliegt dem persönlichen Geschmack.

Die klassische Stadtvilla wird mehr durch ihre strenge Symmetrie auffallen, dem mediterranen Haus dürfen die Säulen (griechische Architektur) oder manchmal auch Rundbogen (eher Erbstück der römischen Architektur) nicht fehlen. Ein nahezu quadratischer Grundriss, ein Dreiecks-Giebel, schmale und hohe Fenster, ein Zeltdach oder Walmdach können Ausdruck dieser architektonischen Richtung sein.

Antike Architektur vermittelt Wohlstand, vorallem im Inneren der Häuser dieses Baustils. Sie sind vor allem im Erdgeschoss großzügig und einladend gestaltet: Die Diele zeigt sich eher als Foyer, je nach geplanter Wohnfläche kann man sich bis zu einer Art „Empfangshalle“ steigern. Beidseitig führen breite, geschwungene Treppen ins Obergeschoss. Wer sich diesen Luxus nicht leisten möchte und das Ganze ein wenig bescheidener gestaltet, sollte zumindest im gesamten Wohnbereich nicht auf Doppelflügeltüren verzichten.

Natürlich sind die in der griechischen Antike wie im Klassizismus allgegenwärtigen Säulen nicht nur als dekorative „Lastenträger“ an der äußeren Fassade gerne gesehen – sie können durchaus auch im Wohnraum zusätzliche Akzente setzen. Und wer dann noch eine großzügige Terrasse sein Eigen nennt, ein paar Zypressen drum herum pflanzt und bei einem Glas Rotwein den Sonnenuntergang genießt, kommt sich vor wie ein Römer. Oder wie in Taormina. Oder wie auf Rhodos. Ob nun antik, klassizistisch oder von allem etwas – das Ziel ist erreicht, wenn man sich zuhause wie im Urlaub fühlt.

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