Heller Landhausstil für altes Siedlerhäuschen

Landhausstil in hellen Farben für ein altes Siedlerhäuschen. Familie Werth nahm den Umbau selbst in die Hand: von den Möbeln bis zum neuen Grundriss.

Nach einem längeren Aufenthalt in Mexiko kehrte Barbara Werth mit ihren zwei Kindern zurück in vertraute Gefilde. Ein altes Siedlerhäuschen in ihrem Heimatort Wetter im Ruhrgebiet weckte ihr Interesse. Sie zog ein und begann, es mit viel Liebe zum Detail im Landhausstil umzubauen und einzurichten.

Das Bedürfnis, nach Hause zurückzukehren, war groß, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum im Ruhrgebiet gering. Als Familie Werth mit zwei Kindern und einem Schäferhund nach der Trennung von ihrem Mann aus Mexiko zurückkehrte, wollte sie unbedingt wieder in ihrer Heimatstadt Wetter in Nordrhein-Westfalen wohnen.

So begab sie sich auf die Suche nach einem familientauglichen Haus und wurde am Rande des Städtchens fündig. „Ich hatte Heimweh“, gesteht sie, „und fünf meiner Geschwister lebten dort.“

Inspirationen vom Umbau im Landhausstil

  • Barbara Werth strich die Holzdecken, brachte moderne Tapeten mit schönen Leisten als Abschluss an und verlegte neues Laminat. Foto: Fister
  • Die selbst renovierten Möbel im Landhaustil schaffen eine freundliche und wohnliche Atmosphäre. Foto: Fister
  • Die Möbel sind nahezu alle aus zweiter Hand. Mit großem Geschick schliff die passionierte Heimwerkerin sie ab und strich oder lackierte sie neu. Foto: Fister

Verwahrlost, aber idyllisch gelegen

Von malerischen Hügeln umgeben, an ein kleines Wäldchen grenzend, in einen großen Garten eingebettet, aber ziemlich heruntergekommen war das alte Siedlerhäuschen, das der Familie ins Auge stach. Ideale Voraussetzungen, um sich den Traum des Landhausstils zu erfüllen.

„Es war das hässlichste Haus in der Straße“, lacht Frau Werth, „und innen eine richtige Rumpelkammer.“ Aber von der ruhigen Lage und dem Garten begeistert beschloss sie, mit ihren Kindern dort zu wohnen und das Haus im Landhausstil umzubauen. „In Mexiko hatten wir selbst ein Haus gebaut und dabei habe ich viel gelernt“, erklärt die geschickte Heimwerkerin, die zurück in Deutschland nahezu alle Gewerke beim Umbau selbst in die Hand nahm.

Außen aufpoliert im Landhausstil

Die schlichte Architektur des Nachkriegshäuschens kam der Familie sehr entgegen, denn schon mithilfe weniger Maßnahmen konnte sie das alte Gebäude im gewünschten Stil umbauen und einladend einrichten.

Die Hausherrin strich die Fassade mit sonnig gelber Farbe, ließ die alten blinden Fenster gegen große neue Sprossenfenster austauschen und versah einige noch mit grauen Fensterläden aus Holz. „Die Fensterläden haben zwar keine Funktion, man kann sie nicht einklappen“, verrät sie, „aber sie verleihen dem Häuschen den gewünschten Charakter im Landhausstil.“

Innen umgebaut ...

  • Eine Fenstertür mit Sprossen öffnet den Essbereich in Richtung Garten. Im Sommer werden die Mahlzeiten draußen eingenommen. Foto: Fister
  • Echte Handarbeit: Alle Rollos, Vorhänge, Kissen und Decken fertigte die leidenschaftliche Näherin selbst. Foto: Fister
  • Neue große Fenster geben den Blick in die Natur frei. Foto: Fister

Auch in den Innenräumen setzte die passionierte Heimwerkerin den Landhausstil konsequent um. Zunächst passte sie den Grundriss an die Bedürfnisse der Familie an, unterteilte das große Schlafzimmer in zwei Kinderzimmer und brachte das Bad aus den 70er-Jahren technisch und optisch auf den neuesten Stand. Sie selbst verzichtete auf ein eigenes Schlafzimmer und nächtigte auf der Schlafcouch im Wohnbereich.

Dort weckte sie allerdings jeden Morgen schon ganz früh ihr Sohn. Er wollte im Wohnzimmer spielen oder fernsehen. Als sie sich eines Tages heftig darüber beschwerte, erwiderte er: „Nimm dir doch die Küche als eigenes Schlafzimmer, dann hast Du Deine Ruhe!“

Das war die Initialzündung dafür, die Küche in ein weiteres Schlafzimmer umzuwandeln und das Kochareal in den Wohnbereich zu integrieren, von den Anschlüssen her zum Glück kein Problem.

... und selbst mit viel weißem Holz möbliert

Nachdem sie im Wohnbereich Laminat verlegt, im Bad neu gefliest, alle Decken aus Holz mit weißer Farbe frisch gestrichen und die alten Tapeten mit Silberstreifen durch moderne ersetzt sowie mit schönen Leisten versehen hatte, machte sich die Hausherrin an die Möblierung ihres neuen Familiendomizils. „Da das Budget damals gering war, haben wir viele Möbel gebraucht geholt“, berichtet sie.

„Ich habe das Holz abgeschliffen und mit weißer Farbe gestrichen oder lackiert.“ Auch der Tresen in der Küche, der den Kochbereich vom Wohnraum trennt, ist Marke Eigenbau.

Durch das geschickte Händchen der Heimwerkerin und das Auge für eine stimmige Inneneinrichtung fällt diese Tatsache nicht weiter auf. Im Gegenteil: Die selbst aufbereiteten Möbel im Landhausstil verleihen dem Familienidyll zusammen mit selbst genähten Vorhängen, Hussen und Kissen eine warme und verspielte Note.

Die Bar mit ihren vier Hockern aus Holz im Landhausstil wurde neben der Terrasse zu einem der Lieblingsplätze von Familie und Gästen. Von hier aus lässt sich das Panorama am besten genießen, das die breite Fensterfront in Richtung Garten eröffnet. Wenn sie dann gemeinsam den Pferden auf der benachbarten Koppel beim Weiden zusehen, ist das laut Freunden und Verwandten „wie im Urlaub“.

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