Ein seriöses Bauunternehmen finden

Worauf Sie bei der Wahl des richtigen Baupartners achten sollten.

Wer ein Haus baut, erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum. Viel Geld wird in die Hand genommen, um die Vorstellungen vom Traumhaus umzusetzen. Dennoch sind sich viele Bauherren in der Anfangsphase sehr unsicher, was die Wahl des richtigen Bauunternehmens angeht – hört man doch immer wieder von Pfusch am Bau. Die Entscheidung sollte daher gründlich durchdacht sein.

Zahlreiche Bauunternehmen bieten ihre Leistungen an, locken mit verschiedenen Angeboten und unterscheiden sich natürlich auch hinsichtlich der Bauweise und des Stils. Für Bauherren steht vor der Realisierung des Bauprojektes zunächst eine ausgiebige Recherche auf dem Plan und die Entscheidung, wer oder ob überhaupt jemand den Bau begleiten soll.

Den Baupartner auswählen

Bauunternehmen ist nicht gleich Bauunternehmen, denn es gibt sozusagen drei Möglichkeiten für Bauherren, den Hausbau voranzutreiben.

  1. Wer möglichst wenig mit der ganzen Materie zu tun haben möchte, kann sich für Generalübernehmer entscheiden. Diese suchen selbstständig nach Grundstücken, entwickeln dort schließlich eigene Bauprojekte und vermitteln die fertigen Häuser dann an Interessenten. Der Nachteil ist dabei, dass Bauherren hier keine individuelle Planungsfreiheit haben, was das künftige Eigenheim angeht, sondern gleich das Komplettpaket erhalten. 
  2. Wer aktiv am Baugeschehen mitwirken möchte, kann sich an Generalunternehmer wenden – diese realisieren das Projekt auf einem bereits gekauften Grundstück der Bauherren und beauftragen innerhalb der Bauphase alle Subunternehmen für den Hausbau. Bauherren können schließlich am Grundstück selber schon Arbeiten vornehmen, beispielsweise das Beseitigen von Sträuchern oder das Verdichten der Bodenbeläge mit einer Rüttelplatte rund um das Haus.
  3. Als dritte Möglichkeit steht Bauherren noch der Gang zu einem Architekten offen, der jedoch häufig mit den beiden genannten Bauunternehmen zusammenarbeitet und für die Gestaltung des Eigenheims zuständig ist.

Recherche betreiben

Die Recherche steht ganz am Anfang der Bauphase. Bauherren können sich verschiedene Referenzen einzelner Bauunternehmen einholen oder sich ganz gezielt deren Referenzobjekte anzuschauen. Die Häuser im Musterpark bieten leider keine Garantie für eine Umsetzung nach dem gleichen Maßstab – Bauherren können bei der Baufirma die Besichtigung anderer Referenzobjekte anfordern. Es kann dabei helfen, in einen Dialog mit anderen Bauherren zu treten, die bereits mit der Firma gearbeitet haben. Auch das Einholen von Wirtschaftsauskünften kann wichtig sein, um die Gefahr einer Insolvenz absehen zu können.

Angebote vergleichen

Ist die Wahl der Baufirma nun abgeschlossen, sollten Bauherren unbedingt verschiedene Angebote einholen und diese miteinander vergleichen. Dabei werden sich die Preise natürlich voneinander entscheiden, jedoch ist bei scheinbar günstigen Angeboten Vorsicht geboten: Vor allem beim Hausbau sollten Bauherren nicht geizig sein, denn darunter leidet häufig auch die Qualität der Rohstoffe und der Bauweise. Auch die aufgeführten Leistungen sollten miteinander verglichen werden, denn es kann sein, dass sich die Preise aufgrund fehlender Ausstattungsmerkmale unterscheiden.

Vertrag prüfen

Im Idealfall lassen Bauherren den Vertrag von einem Anwalt prüfen und wirken zudem aktiv an der Vertragsgestaltung mit. So können alle Fragen gleich zu Anfang geklärt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Musterverträge sollten nicht unterzeichnet werden, denn so individuell wie das Eigenheim soll schließlich auch der Vertrag sein.

Vor allem sollten im Bauvertrag alle wichtigen Punkte enthalten sein, um die Rechte als Bauherr durchsetzen zu können. Der Baubeginn sowie der Termin für die Fertigstellung sollte dabei aufgelistet sein, aber auch die Art und Qualität der Baustoffe, der Ausstattungsstandard des Hauses sowie der gesamte Leistungsumfang müssen vertraglich festgehalten werden. 

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