So vermeiden Sie Bauverzögerungen

Wir verraten, wie Sie Bauverzögerungen vermeiden können.

Ein Hausbau lässt sich heutzutage genau planen und innerhalb weniger Monate realisieren. Trotzdem kann es aufgrund verschiedener Faktoren zu Bauverzögerungen kommen. Neben Fehlern beim Zeitmanagement sind hierfür häufig unvollständige Anträge und Kommunikationsschwierigkeiten verantwortlich.

Ebenso kann es passieren, dass das Wetter den Bauplänen einen Strich durch die Rechnung macht. Gelegentlich treten Verzögerungen aufgrund von Planungsfehlern auf oder die Bauherren überschätzen sich bei den Eigenleistungen. Auch Zusatzwünsche und Finanzierungsschwierigkeiten führen zu Verzögerungen.

Das Zeitmanagement weist Fehler auf

Das Zeitmanagement ist beim Hausbau extrem wichtig. Wer schon den Innenausbau angeht, obwohl der Rohbau noch nicht fertig ist, bekommt Schwierigkeiten.

Immer wieder kommt es zu Problemen, weil das Zeitmanagement nicht funktioniert. So werden beispielsweise notwendige Termine mit dem Architekten nicht koordiniert oder die Abstimmung zwischen Zulieferern und Handwerkern funktioniert nicht. Dann stehen beispielsweise Fachleute bereit, die aber benötigte Materialien nicht zur Verfügung haben. In einem solchen Fall können Bauverzögerungen durch Expresslieferungen von Materialien durch Spezialdienstleister möglichst kurz gehalten werden.

Es ist eine gute Idee, einen umfassenden Zeitplan zu erstellen, der sich am vorliegenden Bauplan orientiert. Ein solcher Zeitplan sollte sämtliche Projektaufgaben umfassen und Lösungen bieten, wie bei Bauverzögerungen zu reagieren ist. Im Zweifelsfall ist es immer besser, einen solchen Zeitplan mit professioneller Hilfe erstellen zu lassen, um nicht aufgrund von fehlender Erfahrung Probleme zu bekommen.

Anträge und Genehmigungen sind unvollständig

In Deutschland muss alles seine Ordnung haben. Deswegen findet kein Hausbau statt, der von den Behörden nicht genehmigt wurde. Solche Genehmigungen zu bekommen, kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Bauherren müssen entsprechende Anträge stellen und diese bei den zuständigen Behörden abgeben. Für die Prüfung der Unterlagen und die Ausstellung der benötigten Genehmigungen muss unbedingt genügend Zeit eingeplant werden, da es sonst zu Terminschwierigkeiten kommt.

Immer wieder kommt es vor, dass Anträge falsch oder unvollständig ausgefüllt werden. In einem solchen Fall ist es den Behörden nicht möglich, Genehmigungen auszustellen. Das sorgt für Bauverzögerungen. Deswegen sollten Bauherren bei allen Anträgen sehr sorgfältig arbeiten und sich gegebenenfalls durch Fachleute wie die Architekten unterstützen lassen.

  

Kommunikationsschwierigkeiten

Kommunikation ist beim Hausbau eine Grundvoraussetzung. Es kommt mit großer Wahrscheinlichkeit zu Bauverzögerungen, wenn die einzelnen Parteien nicht miteinander sprechen, sondern davon ausgehen, dass die anderen schon wissen, was zu tun ist. Deswegen wird von Bauherren ein großes Kommunikationstalent verlangt. Sie müssen mit den einzelnen Handwerkern ebenso sprechen wie mit dem Architekten und den Behörden.

Noch komplizierter wird die Angelegenheit, wenn ein Bauvorhaben nicht von einem Bauherren alleine umgesetzt wird, sondern sich mehrere Bauherren abstimmen müssen. Hier ist es nötig, Zeit für Gespräche, eventuelle Abstimmungen und die Entscheidungsfindung einzuplanen. Es ist dringend angeraten, dass alle Beteiligten den Zeitplan zur Verfügung haben, um genau zu wissen, zu welchem Zeitpunkt welche Aufgaben anstehen.

Das Wetter spielt nicht mit

Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist ein Hausbau nicht möglich. Viele Gewerke geben an, unter welchen Witterungsbedingungen es ihnen nicht möglich ist, ihrer Arbeit nachzugehen. Bauherren sollten daher immer Puffer einbauen, um Tage mit schlechtem Wetter überbrücken zu können. Gelegentlich ist es möglich, bestimmte Aufgaben bei Unwetter auszutauschen. So kann beispielsweise bereits mit dem Innenausbau begonnen werden, auch wenn noch nicht alle Außenaufgaben erledigt sind.

Verzögerungen durch Planungsfehler

Planungs- und Koordinationsfehler führen immer wieder zu Bauverzögerungen. Wenn die einzelnen Arbeitskräfte nicht aufeinander abgestimmt werden und das Materialmanagement unprofessionell erfolgt, kann dies kostspielige Verzögerungen nach sich ziehen. Deswegen ist es ratsam, mit sogenannten Tracking-Tools zu arbeiten. Mit diesen können die einzelnen Arbeitsschritte überwacht und eingeschätzt werden. Kommt es zu Verzögerungen, wird dies schnell erkannt und es können Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Zusätzlich ist es angeraten, dass die Bauherren die Baustelle regelmäßig besuchen und sich einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten machen. Zudem sollten sie sich regelmäßige Berichte der einzelnen Handwerker einholen, um den Baufortschritt seriös einschätzen zu können. Sollte es nötig werden, können bestehende Termine und Budgets so angepasst werden, dass das Bauvorhaben im Zeitrahmen bleibt. Bei der Auswahl von Bauträgern sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch Erfahrungen im Projektmanagement mitbringen.

Bauherren überschätzen sich bei den Eigenleistungen

Aufgaben beim Hausbau von Handwerkern erledigen zu lassen, kostet Geld. Viele Bauherren entscheiden sich deswegen dafür, Eigenleistungen zu erbringen. Wenn sie sich handwerklich auskennen, können sie so ihr Haus in Teilen selbst errichten und eine Menge Geld sparen. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, selbst am neuen Zuhause mitgewirkt und dieses den eigenen Wünschen gemäß gestaltet zu haben.

Wenn sich Bauherren in diesem Bereich allerdings überschätzen, kommt es zu Bauverzögerungen. In einigen Fällen sind sie nicht in der Lage, die anstehenden Aufgaben so zu erledigen, wie es notwendig ist. In anderen Situationen gelingt es nicht, die Hausbauaufgaben mit dem Beruf oder den privaten Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Fehlende Zeit führt dann dazu, dass wichtige Aufgaben liegenbleiben und es zu Bauverzögerung kommt. Deswegen sollten Eigenleistungen nur in einem Rahmen erbracht werden, der tatsächlich eingehalten werden kann.

Zusatzwünsche und größerer Aufwand

Im Idealfall haben die Bauherren und Architekten einen konkreten Bauplan entwickelt, der nur noch abgearbeitet werden muss. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Bauherren im Laufe des Bauprozesses noch Ideen kommen, die sie gerne umgesetzt sehen wollen.

Solche Zusatzwünsche erzeugen einen größeren Mehraufwand. Der Bauplan muss entsprechend angepasst werden und gelegentlich müssen weitere Handwerker gefunden und bestellt werden. Außerdem ist es wichtig, die neuen Wünsche auf die bereits erledigten Aufgaben anzupassen.

Finanzierungsschwierigkeiten

Für Bauprojekte ist es essentiell, einen konkreten Finanzierungsplan zu erstellen. Wenn im Laufe des Bauprozesses die Gelder ausgehen, hat das massive Bauverzögerungen zur Folge. Deswegen sollten Bauherren nicht zu knapp kalkulieren, sondern finanzielle Puffer für unerwartete Mehrkosten bereitstellen.

Zusätzliche Gelder und Kredite zu beantragen und bewilligt zu bekommen, kostet schließlich eine Menge Zeit. Besser ist es, im Voraus etwas mehr Zeit in die Finanzplanung zu investieren, um dann sorgenfrei bauen zu können.

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