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Bolzenschweißen: Auch in der Bauindustrie sehr wichtig

Wichtigstes Schweißverfahren in der Bauindustrie: Wir erklären, wie die Technik des Bolzenschweißens funktioniert.

Bestimmte Schweißverfahren sind wichtig in der Industrie. Ohne Schweißnähte ist die Belastung von Gegenständen schlichtweg nicht gegeben. Je nach Bereich obliegt es gar der Schweißnaht, die Sicherheit zu gewährleisten.

Das Bolzenschweißen gehört wohl zu den wichtigsten Schweißverfahren in der Bauindustrie. Aber wie funktioniert das und wo wird diese Technik verwendet.

Wo wird Bolzenschweißen eingesetzt?

Das Bolzenschweißen ist ein Überbegriff für verschiedene Verschweißungen, die stets eine Gemeinsamkeit haben: Sie verbinden metallische Bauteile wie Haken, Ösen, Gewindebolzen und auch Stifte mit Blechen und Profilen dauerhaft. Beim Bolzenschweißen kommen zwei Punkte zusammen: 

  • Hitze: Durch die Hitze werden die beiden zu verbindenden Bauteile miteinander verschmolzen. Dieses Prinzip gleicht jedem normalen Schweißen.
  • Druckaufbau: Die zu verschmelzenden Bauteile werden fest aufeinandergepresst. Nur dies garantiert, dass die Schweißnaht rissfrei bleibt und hohen Belastungen standhält. 

Das Bolzenschweißen ist eine im Vergleich simple und einfache Technik. Somit hat sie einen wirtschaftlichen und konstruktiven Vorteil gegenüber anderen Befestigungsmittel. 

Und in welchen Einsatzgebieten kommt diese Schweißtechnik vor? Letztendlich ist sie quasi universell, denn wo immer Kleinteile mit Bauträgern verbunden werden müssen, kann das Bolzenschweißen eingesetzt werden.

Somit ist es nicht nur in der Bauindustrie gängig, es kann auch in Werkstätten oder gar im Hobby-Werkstättenbereich eingesetzt werden. Die obligatorischen Bereiche sind jedoch: 

  • Unsichtbare Verbindungen: Soll eine möglichst nicht sichtbare Verbindung zwischen Bauteilen und Stiften, Bolzen und Innengewinden hergestellt werden, ist das Bolzenschweißen die einzige Möglichkeit.
  • Automatisierbar: In der Industrie kommt es auf die Geschwindigkeit an. Das Bolzenschweißen ist ein automatisierbarer Prozess, der kurze Schweißzeiten aufweist und somit hohe Stückzahlen bewerkstelligen kann.
  • Einsatzbereiche: Im Maschinenbau, Schiffsbau, aber auch im Fahrzeugbau und in der Labortechnik wird das Bolzenschweißen angewandt. Selbst Heizkörper oder Türen- und Fensterbeschläge können so hergestellt werden. 

Sehr eindrucksvoll wird das Bolzenschweißen auf Groß- und Hochbaustellen angewandt. Die Verbindungen von Riesenkränen, die teilweise erst auf dem bereits begonnenen Bauprojekt zusammengebaut werden, werden über das Bolzenschweißen gefestigt.

Ein anderer Bereich ist mitunter der Aufbau eines Windrades. Gerade bei den Offshore-Parks ist das Anbringen von Bolzen unter Wasser notwendig und auch hier kann das Bolzenschweißen genutzt werden.

Was ist in Bezug auf das Equipment zu beachten? 

Die Nutzung entscheidet gewiss über die einzelnen Schweißgeräte. Ein Hobbyhandwerker hat natürlich andere Ansprüche als die Bauindustrie oder die industrielle Fertigung. Es kommt schon auf die Funktionsweise des Geräts an: 

  • Spitzenzündung: Die Unterseite des Bolzens besitzt eine kleine Spitze. Zum Schweißen wird das Element in den Bolzenhalter gegeben und auf das Werkstück aufgesetzt. Der Lichtbogen erfasst direkt die Spitze des Bolzens und schmilzt sowohl die Spitze als auch das Grundmaterial. Trifft nun der Bolzen auf das Werkstück, erlischt der Lichtbogen und das Werkstück kann in das Schweißbad getaucht werden. Dieses Schweißverfahren ist sehr vielseitig und kommt in der Elektroindustrie, dem Fassadenbau, aber auch im Gehäusebau zum Einsatz. Auch die Automatisierung lässt sich leicht herstellen.
  • Hubzündung: Bei dieser Variante müssen Bolzen und Werkstück miteinander in Berührung kommen. Ein Hubmagnet hebt den Bolzen ein wenig an und regelt den Lichtbogen, der zur Verschmelzung beiträgt. Im Stahl- und Maschinenbau, aber auch im Schiffsbau ist diese Praxis sehr gängig. 

Bei der Wahl des Equipments ist somit auch die Variante des Bolzenschweißverfahrens wichtig. Außerdem gilt es zu beachten: 

  • Nutzung: Was soll geschweißt werden? Nicht jedes Bolzenschweißgerät vermag es, sämtliche Bolzentypen zu verschweißen.
  • Untergrund: Mit welchen Untergründen werden Verbindungen benötigt? Ein Bolzenschweißgerät, das auf dünnen Blechen mit M10er-Bolzen funktioniert, ist nicht dasselbe wie eines, das auch große Bolzen auf eher kritischen Flächen verschmelzt.
  • Steuerung: Ist eine CNC-Steuerung vorhanden oder angedacht? Für die CNC-gesteuerte Schweißung können nur bestimmte Geräte genutzt werden, da es besonders auf die Positionsgenauigkeit ankommt. Dafür bieten diese Geräte die Option, unterschiedliche Werkstücke nutzen zu können.

Andere Fragen befassen sich gezielt mit dem Nutzungsort. In der Bauindustrie sind natürlich auch Bolzenschweißer gefragt, die mobil sind und mühelos auf den Baustellen bewegt werden können. Andere Modelle sind recht unbeweglich, bieten sich dafür aber in der Industrie und in der Werkstatt an.

Es gibt beim Bolzenschweißen somit diverse Unterschiede. In der maschinellen Produktion im Fahrzeug- oder Schiffsbau kommen CNC-gestützte und automatisierbare Geräte gehäuft vor. Voraussetzung für die Wiederholung der Vorgänge ist die Automatisierung. Zudem sind die Nutzungsorte identisch, sodass nicht auf eine leichte Transportmöglichkeit des Geräts geachtet werden muss. 

Anders sieht es beim Bolzenschweißen auf Baustellen aus. Der Einsatzort variiert, oft genug findet er in großer Höhe und auf unebenen Untergründen statt. Das Gerät allein muss somit flexibel sein und eben diese Einsätze unterstützen. 

Beinahe einfach haben es hingegen Eigentümer kleiner Werkstätten oder auch Hobby-Handwerker. Die Einsatzgebiete sind im Regelfall überschaubar, auch der Einsatzort bleibt weitestgehend stabil. Ein kleines automatisierbares CNC-Gerät lohnt sich in diesem Fall dennoch, sofern die Voraussetzungen für die CNC-Steuerung gegeben sind.

Bolzenschweißen: Ein wichtiger Aspekt der Industrie

Beim Stichwort "Schweißen" denken die meisten Menschen an den defekten Auspuff, der mit einem Blechstück verschweißt wird. Im Handwerks- und Heimwerkerbereich folgen das Flicken von Rohren oder das Zusammenführen von Leitungen.

In der Bauindustrie mit all ihren Ausprägungen, im Fahrzeugs- und Schiffsbau und selbst in der Medizin- und Labortechnik nimmt das Schweißen jedoch einen besonderen Stellenwert ein. 
Ohne das Bolzenschweißen wäre es nicht möglich, wichtige Verbindungskonstruktionen fest miteinander zu verbinden. Ein Bolzen säße ohne die Verschmelzung niemals so fest, dass eine Brücke verkehrssicher wäre.

Um die Sicherheit und Haltbarkeit zu gewährleisten, kommt es allerdings auch auf das richtige Gerät zum Bolzenschweißen an. Die Untergründe und Einsatzgebiete sind mitentscheidend und für die Industrialisierung natürlich die Option, das Gerät vollautomatisch mit in die Produktionskette einzugliedern.

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