Kleben oder Schrauben: Schnelle Hilfe beim Innenausbau

Hier finden Sie Tipps und Anleitungen für die richtige Befestigungsart beim Selbermachen.

Vielen Heimwerkern treibt die Frage nach der Art der optimalen Befestigung Falten auf die Stirn. In vielen Anwendungen hat der Kleber die Schraube dank neuer, effektiver Klebetechniken mittlerweile abgelöst. Doch ist Kleben das neue Schrauben? Wir verraten, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Befestigungsmethoden bieten.

Klebstoff – die schnelle, unkomplizierte Lösung

Klebstoff eignet sich gut für die flächige Montage von Gegenständen. Dabei bedient sich der Kleber der Technik der Stoffschlussverbindung: Richtig aufgetragen, ergibt sich eine starke und flächige Verbindung mit dem Untergrund – ganz ohne Spuren. Zudem wird der Untergrund nicht beschädigt und die Montage ist denkbar einfach. Nachteil: Sollte die Verbindung wieder gelöst werden, wird der Untergrund durch das Auftrennen teilweise mit abgetragen.

Auch Reparaturen können mit dem richtigen Kleber schnell und unkompliziert ausgeführt werden. Dank einer großen Produktvielfalt sind die Reparaturmöglichkeiten mit Klebstoff schier unendlich: Ob gesprungene Fliese, beschädigter Bodenbelag, gesprungene Keramik oder undichte Schuhe. Wichtig ist jedoch, dass der Kleber für den jeweiligen Untergrund geeignet ist, da er ansonsten nicht lange darauf haftet.

Nagel und Schraube – die universelle Lösung

Um etwas an der Wand zu befestigen, greifen viele zum Nagel. Dieser ist schnell in das Material gehämmert und hinterlässt nur geringe Spuren. Jedoch ist die geringe Tragkraft ein wesentlicher Nachteil: Während Bilder oder leichte Deko unkompliziert mit einem Nagel befestigt werden können, herrscht bei schweren Gegenständen Sturzgefahr. Zudem können Nägel nicht in alle Oberflächen gebracht werden. Bei den Baumaterialien Beton oder Mauerwerk beispielsweise wird er nichts ausrichten.

Schrauben benötigen zwar etwas mehr Vorbereitung, jedoch kann mit der richtigen Montage viel Gewicht gehalten werden. Wichtig ist, dass ein auf den Untergrund abgestimmter Dübel verwendet wird. Wenn dieser richtig sitzt und das Loch ideal vorgebohrt wurde, können schwere Zuglasten wie beispielsweise Hängeschränke gehalten werden.

Auch die Demontage ist recht unkompliziert. Die entstandenen Löcher müssen jedoch anschließend zugespachtelt werden. Ein weiterer Nachteil: Für eine Schraubverbindung wird Werkzeug, wie ein Bohrer mit zum Untergrund passenden Aufsätzen sowie kompatiblen Dübeln benötigt.

Fazit – die ideale Befestigungsmethode

Egal ob Reparatur oder Ausbau: Bei der Wahl der Befestigung kommt es darauf an, mit welchem Untergrund gearbeitet wird und welcher Gegenstand angebracht werden soll. Wollen Sie etwas auf lange Zeit montieren, den Untergrund nicht beschädigen und ist der Gegenstand flächig anzubringen, dann ist Kleber die richtige Wahl.

Sockelleisten, Fliesen oder Wandpaneele lassen sich auf diese Weise unkompliziert und ohne jegliche äußeren Spuren ganz einfach befestigen. Auch bei kleinen Lasten hat der Kleber mittlerweile Schraube, Nagel und Co. abgelöst.

Wollen Sie jedoch schwere Gegenstände an der Wand montieren, ist es ratsam, diese mit einer Schraubverbindung anzubringen. Dabei ist die Kontaktfläche entscheidend: Duschvorhangstangen, Regale, Hängeschränke oder Wandhaken haben oft nur eine kleine Kontaktfläche zur Anbringung. Bei stabiler und fachgerechter Anbringung wird diese Last problemlos durch Schraube und Co. getragen. Nach der Demontage müssen die entstandenen Löcher jedoch sachgemäß repariert werden.

 

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