Klimageräte effizient einsetzen – so geht’s

6 Tipps, wie Sie Klimageräte effizient einsetzen und Geld sparen, ohne auf Komfort zu verzichten.

Während langanhaltender Hitzeperioden wie im Jahr 2018 denken viele Menschen über den Kauf einer Klimaanlage nach. Die Geräte verschaffen an heißen Tagen Abkühlung, machen die Arbeit erträglicher und erleichtern den Schlaf.

Das Problem: Klimaanlagen verbrauchen viel Energie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sie effizient einsetzen und Geld sparen, ohne auf ihren Komfort verzichten zu müssen.

Tipp 1: Klimaanlage frühzeitig einschalten

Der wichtigste Hinweis zuerst: Aktivieren Sie die Klimaanlage nicht erst, wenn der Raum bereits überwärmt ist. Schalten Sie die Klimaanlage gleich morgens ein, wenn die Temperaturen noch niedrig sind. So kann sich die Raumtemperatur frühzeitig stabilisieren. Der Vorteil besteht hierbei darin, dass der Teillastbetrieb deutlich effizienter arbeitet als die höchste Leistungsstufe. Es muss zwar insgesamt eine etwas größere Wärmemenge entfernt werden, diese wirkt sich aber nur geringfügig auf den Verbrauch aus.

In diesem Zusammenhang sollte auch die Nutzung einer smarten Steuerung in Betracht gezogen werden. Mit Sensortechnik registriert sie die Personenanzahl im Raum und reguliert anhand der gemessenen Daten ihre Kühlleistung. Besonders in Gewerberäumen mit schwankender personeller Auslastung kann dies eine sinnvolle Investition sein.

Extra-Tipp: Bei der Auswahl einer Klimaanlage ist auch die Raumgröße zu berücksichtigen. Hier empfiehlt sich eine umfassende Vorabberatung durch einen Spezialisten wie www.klimaberatung.de

Tipp 2: Die richtige Ventilatorleistung

Kann die Leistung des Ventilators manuell reguliert werden, entscheiden Sie sich für eine höhere Stufe. Der Stromverbrauch ist dadurch zwar geringfügig erhöht, dafür arbeitet das Kälteaggregat wesentlich effizienter. Außerdem fühlen sich höhere Temperaturen tendenziell erträglicher an, da der schnellere Ventilator für eine bessere Luftzirkulation sorgt.

Bei großen gewerblich genutzten Klimaanlagen, kann auch ein Austausch von überalterten Ventilatoren durch moderne Ausführungen für eine Effizienzsteigerung sorgen. Hinweise dazu gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (bmi) in dieser Infobroschüre

Tipp 3: Energie sparen beim Lüften

Richtiges Lüften ist im Sommer genauso wichtig wie im Winter. Wie beim Betrieb einer Heizung sollten die Fenster bei der Klimaanlagennutzung nicht angekippt werden. Ein kompletter Luftaustausch durch Stoßlüften am Morgen oder nachts ist die bessere Variante. Morgens lässt sich die Raumtemperatur allein dadurch schon ein wenig reduzieren. Die Klimaanlage benötigt entsprechend weniger Energie, um die Raumluft abzukühlen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, im Sommer nur morgens und abends zu lüften. So verhindert man, dass unnötig viel warme Luft in die Räume gelangt. Wer in den Morgenstunden nach dem Lüften die Jalousien und Rollläden herunterlässt, wirkt einer starken Aufheizung der Räume ebenfalls entgegen und entlastet seine Klimaanlage.

Tipp 4: Reinigen Sie den Filter regelmäßig

Für einen erhöhten Stromverbrauch sind nicht selten unzureichend gereinigte Filter verantwortlich. Sind die Poren durch Staub verschlossen, reduziert sich die Umluftmenge drastisch. Das verringert wiederum die Effizienz der Kühlung. Auch unter hygienischen Gesichtspunkten sind angegriffene Filter problematisch. Vermerken Sie die regelmäßigen Reinigungen deshalb am besten im Kalender.

In Außengeräten sind normalerweise keine Filter vorhanden. Hier sind oft nur relativ grobe Gitter verbaut. Doch auch die können durch Staub oder Laubblätter verstopft werden. Deshalb sollten auch sie im regelmäßigen Monatsabstand entfernt und gereinigt werden.

Tipp 5: Was Sie vor dem Kauf tun können

Einen zentralen Einfluss auf den Stromverbrauch einer Klimaanlage hat weiterhin die Energieeffizienzklasse. Geräte der günstigen Kategorien haben oft eine niedrige Klasse. So sparen Sie zwar beim Kauf, büßen die Einsparung aber später bei der Nutzung wieder ein. Entscheiden Sie sich deshalb am besten für ein Modell mit Energieeffizienzklasse A++ oder A+++. Sie sind in der Anschaffung preisintensiver, rentieren sich aber langfristig.

Wenn Sie über eine Klimaanlage in ihrem Unternehmen nachdenken, könnten Sie auch für eine Förderung infrage kommen. Welche Möglichkeiten Ihnen dabei offen stehen, erklärt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (bmu) in seiner Broschüre zur Kälte-Klima-Richtlinie.

Tipp 6: Alternativen zur Klimaanlage

Zu guter Letzt ist es immer ratsam, sich gelegentlich auch ohne Klimaanlage abzukühlen. Hier haben wir ein paar unkomplizierte Alternativen zusammengefasst:

  • Wenn möglich, Teppiche wegräumen
  • Kühlschrank nicht zu kalt einstellen, um Wärmeabgabe zu reduzieren
  • Feuchte Tücher oder Laken aufhängen
  • Fenster schließen und abdunkeln, wenn niemand im Raum ist
  • Auf Nutzung elektrischer Geräte möglichst verzichten

 

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