So bleibt das Haus nach dem Bau "gesund"

Wir erklären, worauf Sie bei Neu- und Altbauten achten müssen, damit das Haus "gesund" bleibt. 

Altbau und Neubau unterscheiden sich in vielen Punkten. Wer ein gebrauchtes Haus bezieht, renoviert in der Regel als Erstes. Damit ist der zusätzliche Aufwand beim Einzug in einen Altbau in der Regel schon erledigt. Wer aber in sein neu gebautes Haus einziehen möchte, sollte ein paar Dinge beachten, damit er noch viel Freude an seinem Haus hat.

Gerade die Gesundheit spielt eine große Rolle beim Beziehen von frisch gebauten Häusern. Es gilt in jedem Fall, den Neubau vor Feuchtigkeit zu schützen, um Schimmel vorzubeugen. Allerdings sind auch andere Punkte für den Bezug eines neuen Hauses unabdingbar, die wir mit Ihnen in diesem Beitrag teilen.

Verbaute Materialien

Egal ob Asbest oder sämtliche Stoffe zur Dämmung: Ein neu gebautes Haus steckt voll mit vielen Tücken, die man beachten sollte. Viele Materialien, die im Haus verbaut werden, riechen beim frischen Bezug etwas künstlich. Dieser künstliche Geruch kann sogar manchmal gesundheitsschädlich sein. Je nachdem, welche Materialien in dem Haus verbaut sind, muss man unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um schädliche Stoffe zu entschärfen.

Das Wichtigste für die Vorbeugung von Themen dieser Art ist, dass man darauf achtet, welche Materialien man konkret verbauen möchte. Einige klassische und oftmals schädliche Materialien lassen sich heute durch andere Materialien ersetzen. So kann Asbest als Dämmstoff heutzutage von anderen Zuschlagsstoffen ersetzt werden. Achten Sie also in jedem Fall schon bei der Bauplanung darauf, dass Sie die Gefahren von verbauten Stoffen kennen und sich über Alternativen informieren.

Um den Geruch der verbauten Stoffe aus dem Haus zu befördern, sollten Sie außerdem in jedem Falle und bei so vielen Gelegenheiten wie möglich lüften. Die Zirkulation der Umgebungsluft befördert die in der Luft gebundenen Stoffe nach draußen und entzieht ihnen somit ein Risiko. Das regelmäßige Lüften hat außerdem den Vorteil, dass Baunässe aus der Wand gezogen wird. Das Entziehen der Nässe aus den frischen Wänden sorgt wiederum dafür, dass der Schimmel es schwieriger hat.

Ein weiterer Tipp um die Gefahren der Luftbindung von gefährlichen Stoffen zu minimieren ist schlicht, das Einzugsdatum spät genug zu wählen, dass sich die Stoffe in die Umgebung absondern und beim Einzug kaum noch vorhanden sind. Diesen Vorgang beschleunigt man dadurch, dass auch in der unbewohnten Zeit das Gebäude bestmöglich gelüftet wird. Sollte es wenig Regnen und draußen die Temperatur etwas kühler sein, hat das einen zusätzlich positiven Effekt.

Luftfeuchte vorbeugen

Im vorherigen Absatz haben wir bereits darüber gesprochen, dass Baufeuchte ein Grund für Schimmel in Neubauten ist. Neben dem regelmäßigen Durchlüften gibt es noch andere Tipps, die Sie beachten sollten, um feuchte Luft im Neubau zu vermeiden.

Der erste Tipp besteht darin, dass Sie auf die Bautrocknung achten. Sobald der Rohbau steht, ist es empfehlenswert diesen vor dem Anbringen der Verkleidung austrocknen zu lassen. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich diese Zeit zu nehmen, denn letztendlich ist eine ausreichende Bautrocknung die halbe Miete.

Bei dem Einrichten der Wohnung kann man ebenfalls viel gegen eine zu hohe Luftfeuchtigkeit tun. So sollten Sie in den ersten Monaten Ihres Einzugs keine zu großen Bilder an die Wand hängen. Frisch errichtete Wände atmen noch einige Monate nach. Wenn Sie zu schnell großflächige Bilder an den Wänden anbringen, kann es passieren, dass sich die Feuchtigkeit dahinter anstaut. Das wiederum hat zur Folge, dass eben hinter diesem Wandschmuck eine erhöhte Schimmelgefahr besteht. Das Gleiche gilt auch für die Platzierung der Möbel. Beim Aufstellen der Inneneinrichtung ist es stets geboten, einen Spalt zwischen dem Möbelstück und der Wand zu haben. So kann die Luft gegebenenfalls entstehende Feuchtigkeit mitnehmen und so weitere Schimmelgefahr entziehen.

Je nach Jahreszeit ist die richtige Mischung aus Heizen und Lüften auch ein weiterer Faktor, der sich auf die Luftfeuchtigkeit auswirkt. Das generelle Beobachten der Lufttemperatur und das Beachten von Lüftungs- und Heizungsempfehlungen unterstützt dies ebenfalls.

Kleine Helfer für die Wohnqualität

Heutzutage gibt es natürlich auch Geräte und sonstige kleine Helfer, die das Gebäude "gesund" halten.

Ein Luftentfeuchter beispielsweise ist ein gutes zusätzliches Gerät, das der Luft die Feuchtigkeit entzieht. Gerade nach der Fertigstellung des Baus lohnt es sich, einen Luftentfeuchter zu nutzen. Dieses Gerät sorgt dafür, dass das Gebäude schneller trocknet und somit auch früher bezogen werden kann. In diesem Fall lohnt sich aber vor allem ein elektrisches Gerät. Es gibt auch Luftentfeuchter, die ohne Elektrizität funktionieren. Diese eignen sich allerdings in erster Linie für die konstante Anwendung während das Gebäude bewohnt ist. Zur Trocknung des Neubaus ist daher ein elektronisches Gerät besser geeignet. Das gilt auch, sollten Sie einmal einen Wasserschaden im Haus beseitigen müssen und eine schnellere Lufttrocknung benötigen.

Zur Regulierung der Luftbilanz kann außerdem ein Ionisator von Vorteil sein. Von Natur aus kommen Ionen (also geladene Teilchen) in der Luft vor. Diese können positiv (Kationen) und negativ (Anionen) geladen sein. Zu viele Kationen, also positiv geladene Teilchen haben manchmal einen negativen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden. Der Ionisator als Gerät sorgt für einen entsprechenden Ausgleich der geladenen Teilchen in der Luft.

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