Türen selber einbauen - bei schrittweisem Vorgehen ganz einfach

Innentüren können Sie mit etwas handwerklichem Geschick selbst einbauen. Wir zeigen Ihnen, worauf es dabei ankommt. 

Ausmessen, Montage, Türklinke dran, fertig – so einfach ist das. Oder vielleicht auch nicht, denn ein bisschen mehr braucht es dann doch, wenn eine Tür eingebaut werden soll.

Immerhin soll sie dicht schließen, darf nicht klemmen und muss gerade sitzen. Trotzdem: Schritt für Schritt nach Anweisung ist das gar nicht so schwer.

Planung ist alles

Im ersten Schritt muss klar sein, was die Tür leisten soll. Klar, sie muss gut aussehen. Aber vielleicht handelt es sich um eine Eingangstür, die häufig genutzt wird? Türen sind heute aus drei Materialien erhältlich:

  • Holz und Holzverbundstoffe
  • Metall
  • Kunststoff

Holz ist jahrelang das Nonplusultra gewesen, denn das Material hat von Natur aus hervorragende dämmende Eigenschaften und isoliert hervorragend. Allerdings muss Holz pfleglich behandelt werden, denn das Material arbeitet und verzieht sich bei wechselnder Luftfeuchtigkeit und wechselnden Temperaturen. Holztüren sind schwer und kostenintensiv, dazu kommt die nötige Pflege.

Daher wird heute oft Kunststoff als Außenmaterial genutzt. Außenmaterial? Genau, nur die Verkleidung der Tür ist aus Kunststoff. Innen sind moderne Türen aus mehreren Lagen isolierenden Materialien sowie komplizierten Schließmechanismen aus Metall aufgebaut.

Von Metalltüren unterscheiden sie sich nur oberflächlich – und das sprichwörtlich. Wenn die Metalltür dann noch pulverbeschichtet ist, kann man Metall und Kunststoff als Laie auf den ersten Blick gar nicht immer unterscheiden. Also: Was soll die Tür leisten, wie stark wird sie beansprucht? Auch im Innenbereich ist das wichtig.

Zarge oder nicht?

Natürlich kann man Türen auch ohne Zargen verbauen. Diverse Heimwerkerforen geben zahlreiche Tipps, wie das zu bewerkstelligen ist. Aber ist das immer eine gute Idee? Optisch ist die Tür ohne Rahmen auf jeden Fall faszinierend. Und nicht immer, wenn die Zarge nicht sichtbar ist, ist sie auch nicht vorhanden.

Türzargen gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und mit verschiedenen Funktionen. Das Material ist genauso ausschlaggebend wie die Verarbeitung. Türzargen für verschiedene Anwendungsbereiche können aus Metall oder Holz, Holzverbundmaterialien oder Kunststoff gefertigt sein. Wie bei der Tür gilt: Jedes Material hat Vor- und Nachteile. Und rahmenlose Innentüren sind eben auch gerade ein Trend. Aber wie wird die Tür nun eingebaut?

In sechs Schritten zur eigenen Innentür

  1.  Türöffnung ausmessen (Höhe, Breite, Tiefe der Labung)
  2. Anschlagrichtung der Tür feststellen (bei Linksanschlag kommen die Angeln nach links, bei Rechtsanschlag nach rechts)
  3. Zarge montieren (Elemente auslegen, Gehrungsschnitte verleimen oder klammern, Zarge reinigen)
  4. Zarge aufstellen und ausrichten (in die Laibung stellen, fixieren, ausrichten, Spreizhölzer einsetzen)
  5. Zarge ausschäumen (nach dem Ausschäumen das überschüssige Material abschneiden und die Fugen mit Silikon füllen)
  6. Zierbekleidung und Türblatt montieren (Zierbekleidung zusammenbasteln und anbringen, Türblatt einsetzen, nachjustieren, Drückergarnitur montieren)

Fazit: Innentüren selbst einbauen ist kein Zauberwerk!

... zumindest dann, wenn man weiß, was man will. Sollen Türen unsichtbar in der Wand verschwinden, ist eine entsprechend versenkte Zarge (bei den sogenannten zargenlosen Türen) nötig. Zierzargen dagegen sind nicht nur sichtbar, sondern auffällig. Stark beanspruchte Türen, die häufig genutzt werden und gegebenenfalls auch mal einer gröbere Behandlung erfahren, sollten aus entsprechend unempfindlichen Materialien bestehen. Der Einbau selbst ist einfach und unterscheidet sich bei den unterschiedlichen Materialien kaum.

Meist geklickte Beiträge:

Hier geht's zurück zur Startseite

News Ratgeber