Design für alle

Auch Jüngere ärgern sich über ein Wirrwarr winziger Tasten, kryptische Piktogramme, unübersichtliche Menüführungen und unverständliche Bedienungsanleitungen. Für ältere Menschen sind Produktmängel dieser Art aufgrund der altersbedingten Einschränkungen von Sehfähigkeit oder Motorik eine oftmals unüberwindliche Hürde für die Nutzung eines Gerätes.

Wer die zweite Lebenshälfte erreicht hat, ist ein erfahrener Konsument, er wählt kritischer aus, kauft klüger und qualitätsbewusster. Im Mittelpunkt der Entscheidung stehen der Nutzen und die Handhabung eines Produkts. Allerdings kommen spezielle Seniorenartikel vor allem bei den „jüngeren Alten“ weniger gut an. Wer will schon alt sein und dieses auch noch nach außen zeigen?

Universal-Design

Einige Hersteller haben das erkannt und gestalten viele ihrer Produkte so, dass sie von Menschen jeder Altersgruppe leicht bedienbar sind. Die erfolgreiche Umsetzung der Philosophie des „Universal Design“ oder des „Designs für alle“ findet man beispielsweise bei verschiedenen Freisprechtelefonen und Videosprechanlagen, deren Funktionen sich Nutzern jeder Altersgruppe intuitiv erschließen.

Ergonomisch angepasste Bedienelemente, eindeutige Beschriftungen in gut lesbarer Größe erleichtern insbesondere der älteren Generation die Anwendung. Auch unter „Weißer Ware“ gibt es gelungene Beispiele für dieses Konzept: So bietet der Markt Waschmaschinen und Trockner an, die sich auf die gebräuchlichsten Programme und Funktionen beschränken und hohen Bedienkomfort bieten: Hinterleuchtete Textfelder, kontrastreiche Displays und größere Schriftzüge sorgen für bessere Lesbarkeit. Knöpfe für Zusatzfunktionen sind in Klartext beschriftet und Drehschalter verfügen über eine spürbare Rasterung.

Darauf sollten Sie bei der Produktauswahl achten:

  • Gut bedienbare Knöpfe und Schalter
  • Ausreichend große, gut erkennbare Symbole und Beschriftungen
  • Blendfreie Displays mit gut lesbarer, kontrastreicher großer Schrift
  • Klar gegliederte und ausreichend bebilderte Gebrauchsanweisung in verständlicher Sprache, die nur das spezielle Gerät beschreibt.
  • Eine übersichtliche Menüführung, die sich möglichst intuitiv erschließen sollte. Bietet das Gerät die Funktionen, die Ihnen wichtig sind? Lassen sie sich einfach abrufen, z.B. per Direktwahltaste? Welche Funktionen sind unnötig?
  • Lassen Sie sich das Einstellen wichtiger Funktionen vorführen?

Telefon und Handy für Senioren

Die neuere Generation von ergonomisch konzipierten Festnetz- und Mobiltelefonen kommt teilweise im pfiffigen Design daher und bietet sich für alle an, die mit dem Gerät vor allem eines wollen: komfortabel telefonieren. Große, hinterleuchtete Tasten lassen sich auch ohne Lesebrille erkennen und zielsicher bedienen. Große Schriftzeichen heben sich kontrastreich vom Display-Untergrund ab. Neben üblichen Standards wie Telefonbuch oder Weckfunktion verfügen die meisten Ergonomie-Telefone über eine Freisprecheinrichtung, Notruffunktion, Kurzwahltasten und eignen sich auch für die Benutzung mit Hörgeräten.


Unser Buch-Tipp

Für qualitätsbewusste Verbraucher hat das Institut für Haushaltstechnik und Ökotrophologie (ihoe) mit Unterstützung u.a. des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine empfehlenswerte Broschüre herausgegeben: Nutzerfreundliche Produkte Leicht bedienbar und generationengerecht enthält ausführliche Checklisten für die Auswahl von Handys, Telefonen, Video- und DVD-Geräten, Stereoanlagen, Staubsauger, Dosenöffner und Korkenzieher. Die Broschüre steht als Pdf-Datei auf der Internetseite www.ihoe.de zum Herunterladen bereit.

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