Das Fenster als multifunktionaler Wohlfühlspender

Vom Loch in der Wand zum multifunktionalen Wohlfühlspender – Fenster sind zentrale Bauteile für ein gesünderes Haus. Doch es gibt dabei einige Punkte zu beachten.

Wohlfühlfenster

Ein Alleinstellungsmerkmal hat das Unternehmen Kneer-Südfenster beim Thema Wohngesundheit als Partner des Sentinel Haus Instituts. Angeboten werden wohngesunde Fenster für eine angenehmere Innenraumluft, die vom Kölner Eco-Institut auf Emissionen geprüft sind und die weit unterhalb der gesetzlich geforderten Grenzwerte für sehr schadstoffarm und unbedenklich befunden wurden.

  • Eine gesunde Innenraumluft steht für die Fensterhersteller von Kneer-Südfenster an oberster Stelle. Foto: Kneer-Südfenster
  • Das Holz für die wohngesunden Fenster stammt überwiegend aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Holzprofile werden mit umweltfreundlichen Farbsystemen beschichtet. Foto: Kneer-Südfenster
  • Kunststoff-Fenster tragen das „Green-Line“- Markenzeichen. Foto: Kneer-Südfenster

Die neuen Fensterstandards

„Na ja, irgendwie brauchen wir ja auch noch neue Fenster.“

Wer so gleichgültig an die Fensterfrage herangeht, braucht eindeutig mehr Informationen. Denn die Zeiten, in denen Glas in der Wand ein Schlupfloch für Wärme und damit eher ein notwendiges Übel war, sind lange vorbei. Im Gegenteil: Nie war der Fensteranteil an der Gebäudehülle größer als heute. Damit werden wohngesunde Fenster heutzutage immer wichtiger.

Möglich machen diese Entwicklung vor allem Fenstergläser mit drei Scheiben. Ihre Dämmwirkung ist so gut, dass sich auch große Flächen damit ausstatten lassen. Konkret: Auch bei eisigen Temperaturen bleibt ihre Innenseite warm, niemand muss mehr seinen Sessel vom Fenster wegrücken. Das Wohlbefinden Zuhause wird eindeutig gesteigert. Auch der früher an kalten Fensterscheiben entstehende Luftzug gehört der Vergangenheit an; Heizkörper müssen nicht mehr zwangsläufig den Ausblick verbauen. Davon profitieren Bauherren von Neubauten genauso wie Sanierer alter Gebäude.

Durch die seit 2016 verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnung sind bei Neubauten Fenster mit drei Scheiben zum Quasi-Standard geworden. Formal ausreichend sind aber nach wie vor Wärmeschutzfenster mit zwei Scheiben und einem Uw-Wert von 1,3 W/(m2K) („w“ für das gesamte Fenster), die mit modernen Fensterrahmen auch noch mit einem Zweischeiben-Isolierglas und Ug-Werten (nur für das Glas) von 1,0 bis 1,1 W(m2K) möglich sind.

Energiesparen beim Wohlfühlfenster

Wer nach hohen energetischen Standards neu bauen will und die staatliche KfW-Förderung in Anspruch nehmen möchte, kommt aber um dreifach verglaste Fenster nicht herum, das hat die Förderbank in ihren Standards festgeschrieben. Nennenswert teurer ist die Entscheidung fürs Energiesparen beim Fenster nicht mehr: Dreifachglas kostet nur noch zehn bis 15 Prozent mehr als solches mit zwei Scheiben. Und wer im Altbau den Austausch als Einzelmaßnahme über die KfW finanziert, erhält 7,5 Prozent Zuschuss, sodass die Mehrkosten kaum noch zu Buche schlagen.

Wirkung von Tageslicht beachten

Oft genug wird darüber diskutiert, was durch das Fenster nach draußen geht, nämlich teure Heizwärme. Mindestens ebenso wichtig ist, was ins Haus reinkommt: Tageslicht und Sonnenwärme.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse um die Wirkung natürlichen Lichts auf unseren Körper und unsere Stimmung haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Tageslicht steuert unseren Hormonhaushalt, ist mitverantwortlich für unseren Schlafrhythmus, steuert unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Die meisten Menschen halten sich zu 90 Prozent der Zeit in geschlossenen Räumen auf, um genügend Tageslicht zu bekommen ist das zu viel. Eigentlich sollte man täglich zwei bis drei Stunden im Freien verbringen, um das durch das Tageslicht gesteuerte Gleichgewicht im Körper beizubehalten.

Umso wichtiger ist es, Aufenthaltsräume mit großen Fensterflächen auszustatten. Die Vorgaben der Landesbauordnungen, die je nach Bundesland 10 bis 12,5 Prozent der Grundfläche eines Raumes als Fensterfläche vorschreiben, sind viel zu wenig. Große Fensterflächen in Wänden und im Dach vorzusehen, ist beim Neubau einfacher als beim Umbau bestehender Gebäude. Denn beim Umbau müssen Fensterstürze und komplette Wandkonstruktionen statisch neu berechnet werden. Doch es lohnt sich, gerade bei Häusern, deren Baujahr schon einige Jahrzehnte zurückliegt und deren Fenster oft genug wirklich nur Löcher in der Wand waren.

Gesunder Sonnenschutz

Sonnenlicht besteht unter anderem aus sichtbaren Lichtwellen, aber auch aus infraroten Wärmestrahlen. In der Übergangszeit und im Winter sind diese im Haus hochwillkommen, im Sommer können sie zur Überhitzung und zu unkomfortablen Wohnbedingungen führen. Mehr Fensterfläche bedeutet deshalb zwangsläufig auch mehr Sonnenschutz, nicht nur an der Südseite, sondern auch nach Osten und Westen. Eine genaue Planung bewahrt hier vor teuren Nachbesserungen.

Dabei wirken außen liegende Systeme deutlich effektiver als innen am Fenster angebrachte Jalousien oder Stores. Rollläden schützen am stärksten, haben aber den Nachteil, dass der Raum komplett dunkel wird. Jalousien, spezielle Sonnenschutzgewebe, aber auch ein großer Dachüberstand sind überlegenswerte Alternativen. Kombiniert mit cleveren elektronischen Steuerungen und Sensoren sorgen sie eigenständig für angenehmen Wohnkomfort.

Lüften fördert die Wohngesundheit

Werden alte Fenster gegen neue getauscht, verschwinden auch offene Ritzen und Fugen. Durch diese wurde die Luft im Haus unkontrolliert, aber „automatisch“ ausgetauscht. Wer nach dem Fenstertausch seine Lüftungsgewohnheiten nicht ändert, handelt sich vor allem in Altbauten rasch gesundheitsgefährdenden Schimmel ein. Wessen Haus nicht über eine Lüftungsanlage verfügt, sollte drei bis vier Mal am Tag intensiv lüften, um Feuchte, Gerüche und Luftschadstoffe aus dem Haus zu befördern.

Vorgeschrieben ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6, sobald mehr als ein Drittel aller Fenster eines Hauses erneuert werden. Öffnungen im Fensterrahmen sorgen für die nötige Grundlüftung, zum Beispiel Schlitze im Fensterfalz oder schmale Öffnungen im Rahmen. Der Luftdurchlass muss richtig berechnet werden, damit es nicht zieht.

Auch die Fenster selbst können beim Lüften helfen: kleine Lüftungsanlagen werden dazu in den Fensterrahmen integriert. Diese sorgen dann mit kleinen Ventilatoren und teilweise sogar mit einer Wärmerückgewinnung für den nötigen gesunden Luftaustausch. Auch elektrisch gesteuerte Dachfenster eignen sich sehr gut zum automatischen Lüften. Die dazu notwendigen Sensoren und Steuerungen sind vorhanden und per Touchpad oder Tablet recht einfach zu programmieren und zu bedienen.

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