Mit Schiefer lässt sich ein stilvolles neues Dach eindecken, das dank des hochwertigen Natursteins eines besondere Anmutung zeigt.

Interview mit Rathscheck Experte

Jens Lehmann ist Dozent, Dachdeckermeister und Berater des Schiefer-Fachverbandes in Deutschland. Bei Rathscheck Schiefer entwickelt er unter anderem neue moderne Deckarten für das 400 Millionen Jahre alte Gestein.

U+M: Warum sollte ich mein Asbestzementdach sanieren?

Es gibt dazu in Deutschland noch keine gesetzliche Verpflichtung, wie sie vom Jahr 2024 an in den Niederlanden bestehen wird. Dennoch spricht bei Asbestdächern alles für eine Sanierung. Asbest ist ein gefährlicher Werkstoff. Verwittern oder brechen die Platten, können sich feinste Fasern freisetzen, die als besonders gesundheitsschädlich eingestuft sind. Je älter ein Asbestdach wird, je brisanter kann es für das Umfeld werden. Dazu kommt: Ein solches Dach mindert den Wert.

U+M:  Warum ist Naturschiefer die gesunde Alternative?

Weil Schiefer durch und durch natürlich und baubiologisch völlig unbedenklich ist.  So dauerhaft wie kaum ein anderes Material schützt der Naturstein Gebäude vor Wind und Wetter. Dazu kommt: Schiefer ist in Kombination mit einer modernen Deckart und unter Berücksichtigung der Langlebigkeit wesentlich preisgünstiger als viele Bauherren glauben. Wer heute mit Schiefer baut, hinterlässt zudem seinen Kindern keine schwer zu entsorgende Altlast.

U+M: Kann man Schiefer überall eindecken?

Ob Gartenlaube, Haus oder Schloss – es gibt kaum Einschränkungen. Ab einer Dachneigung von zwölf Grad lässt sich Schiefer eindecken. Durch seine vielfältigen Formate eignet er sich hervorragend für klassische und moderne Architektur. Auch an der Fassade macht er eine gute Figur, an kleinen Flächen wie Gauben, Kaminen oder Attiken setzt er besondere Akzente.

U+M: Ist Schiefer im heutigen Wohnungsbau zeitgemäß?

Millionen Jahre altes Urgestein und modernes Design passen perfekt zusammen. Neue Rechteckformate in verschiedenen Größen machen an Dach- und Fassade wie im Innenbereich markante Gestaltungen möglich, die selbst ganz besondere Wohnträume wahr werden lassen. Bei wechselndem Lichteinfall sorgt der feine Glimmer dabei immer wieder für neue seidenglänzende Effekte auf der blaugrauen Oberfläche.

U+M: Wie lange hält ein Schieferdach?

Aktuelle Untersuchungen gehen von einer Haltbarkeit von 75 bis weit über 100 Jahren aus. Qualitativ hochwertiger Schiefer gehört damit zu den langlebigsten Materialien. Es gibt Schieferdächer auf Burgen, die erst nach mehr als 200 Jahren saniert werden mussten. Nicht, weil der Schiefer schlecht war, sondern weil die Befestigungsnägel verrostet waren!

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