Die Verringerung der Treibhausgase zur Abmilderung des Klimawandels ist eines der wichtigsten aktuellen politischen Projekte. Trotz Rückschlägen wie dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen wird dieses Ziel in Deutschland intensiv weiterverfolgt. Ein Baustein ist hierbei die Reduzierung des Ausstoßes von C02 im privaten Bereich. Hier spielt die energetische Lösung von bereits vorhandener Bausubstanz eine zentrale Rolle. Entsprechend gibt es verschiedene Formen der staatlichen Förderung für entsprechende Maßnahmen.

Energetisch und ökologisch sanieren - Welche Förderungen bestehen und wann macht es wirklich Sinn?

Verbilligte Kredite und direkte Förderung

Die wichtigsten beiden Institutionen im Hinblick auf eine Steigerung der Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Entsprechend bedarf es im Hinblick auf die Sanierung eines Hauses immer einer Mischkalkulation. Nach Ermittlung der für die Sanierung notwendigen Kosten werden zunächst die direkten staatlichen Hilfen in Abzug gebracht. Neben den deutschlandweiten Programmen der BAFA gibt es vielerorts außerdem weitere Förderungsmöglichkeiten lokaler Form oder auf Landesebene. Insofern lohnt es sich, sich immer auch vor Ort hinsichtlich weiterer möglicher Programme kündig zu machen. Für die verbleibende Summe kann dann in vielen Fällen ein gegenüber den marktüblichen Zinsen deutlich verbilligter Kredit bei der KfW aufgenommen werden. Hier sind die Ersparnisse in Hochzinsphasen allerdings deutlich größer als bei niedrigen Leitzinsen. Die finanzielle Belastung durch den Kredit ist im nächsten Schritt in Relation zur möglichen Ersparnis zu setzen, die sich durch die verringerten Kosten in Sachen Energie-Verbrauch ergibt.

Zukünftiger Preisanstieg für Energie und Wertsteigerung

Ob sich eine Sanierung lohnt ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen den laufenden Kosten des Darlehens und den monatlichen Einsparungen bei Heizung und Warmwasser. Allerdings gilt es hier zwei wichtige Punkte zu beachten. Der eine Punkt betrifft die zukünftig zu erwartenden Preissteigerungen im Energiesektor, da die Vorkommen fossiler Brennstoffe wie Öl, Erdgas und Kohle weltweit weniger werden und alternative Energien deren abzusehenden Rückgang noch nicht vollständig auffangen können. Zum anderen bedeutet eine Sanierung von Gebäuden im Hinblick auf Energieeffizienz immer auch eine Wertsteigerung für das energietechnisch modernisierte Haus. Auch diese beiden Aspekte gilt es bei der endgültigen Entscheidung mit zu berücksichtigen. Am einfachsten lassen sich all diese Überlegungen anhand eines praktischen Beispiels nachvollziehen.

Welche Sanierungsmaßnahmen werden gefördert?

Bei der Sanierung von Gebäuden im Hinblick auf eine effizientere Nutzung von Energie sind grundsätzlich zwei mögliche Wege gegeben. Der erste Weg betrifft die Verbesserung der Wärmedämmung des Gebäudes. Dies kann zum einen im Bereich des Dachs und der Fassade erfolgen und zum anderen durch eine Erneuerung von Fenstern und Türen, da durch die Öffnungen im Gebäude regelmäßig die meiste Energie entweicht. Die Werte der Fenster in Sachen Wärmedämmung lassen sich dabei oft aufgrund des Alters eines Gebäudes bestimmen. Neben der Dämmung kommt es zum Zweiten aber auch darauf an, auf welche Art ein Gebäude beheizt wird. Gerade für moderne alternative Formen der Beheizung gibt es eine Reihe von Fördermöglichkeiten wie etwa einen BAFA Zuschuss für Biomasseanlagen und Wärmepumpen.

Die Alternativen vor Ort untersuchen

Welche Technik Sinn macht, hängt in hohem Maße vom jeweiligen Standort des Gebäudes ab. Vor Klärung der Finanzierung und von Förderungsmöglichkeiten geht es bei der Heizung deshalb vor allem darum, zunächst die tatsächlich vor Ort vorhandenen technischen Möglichkeiten zu prüfen. Hierbei ergeben sich oftmals neuartige Chancen. So war bisher die Nutzung von Fernwärme eher eine Alternative in Ballungsräumen. Mit dem vermehrten Bau von Biogasanlagen besteht diese Möglichkeit inzwischen auch vielfach auf dem Land. Ein entsprechender Anschluss wird oftmals in hohem Maße von öffentlicher Seite gefördert, da sich die Nachfrage bisher in der Regel in engen Grenzen hält. Sich unabhängig von Öl und Gas zu machen ist aber in jedem Fall zumindest eine Überlegung wert.

 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Bosch Thermotechnik GmbH.

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