Ein Haus mit schlechter Dämmung und alter Heizungstechnik belastet die Umwelt – und den Geldbeutel der Bewohner. Doch schon eine Verbesserung der Dämmung von Dach, Fassade und Keller macht riesige Unterschiede. Und wenn Sie denken, eine nachträgliche Dämmung sei zu teuer, versichern wir Ihnen, dass Sie die Kosten allein durch die Ersparnisse beim Heizen schnell wieder einholen.

Dämmung

Kurze Kostenübersicht

Wärmedämmung|Kosten
Außenwände mit Dämmplatten|75–170 €/qm
Innendämmung|35–60 €/qm
Dämmung Oberste Geschossdecke|20–35 €/qm
Dämmung Dach|100–120 €/qm
Dämmung Keller|15–40 €/qm
Austausch Fensterverglasung|100–150 €/qm
Austausch Fenster|150–400 €/qm

Dämmung spart Geld - Mehr als jeder Wechsel der Heiztechnik

Eine schlechte Dämmung fällt insbesondere durch zwei große Temperaturunterschiede auf: Während man es im Winter nicht schafft, eine wohlige Wärme in den Räumen zu erzeugen, obwohl die Heizung aufgedreht ist, wird es im Sommer so heiß, dass man es in der Wohnung kaum aushalten kann. Vor allem unter dem Dach. Wenn Sie genau solche Probleme haben, wird es Zeit für eine nachträgliche Dämmung. Solche Modernisierungsmaßnahmen werden zumeist auch vom Staat gefördert. Informieren können Sie sich z.B. bei der KfW Förderbank über deren Kredite und Zuschüsse bei nachträglicher Dämmung. Außerdem steigert eine bessere Energie auch den Wert einer Immobilie – nachweislich per Energiepass.

Und generell gilt: Wechseln bzw. sanieren Sie zunächst die Haushülle, bevor Sie es mit einer anderen Heiztechnik versuchen. Denn die Dämmung und Abdichtung der Haushülle leistet den Löwenanteil bei der Einsparung.

Dachdämmung mit Aufsparrendämmung und Dämmung zwischen Sparren

Ob Sie eine gute Dachdämmung haben, können Sie besonders im Winter bei Schneefall überprüfen: Bleibt der Schnee liegenund bildet eine Haube, ist ihr Dach gut gedämmt. Schmilzt der Schnee hingegen, entweicht zu viel Hitze von innen.

Sie können zwischen zwei Arten von Dachdämmung wählen: auf und zwischen den Sparren. Eine Dachdämmung zwischen den Sparren kann dabei nur so dick sein wie die Sparren selbst, weshalb sie von innen erfolgt. Bei einer Aufsparrendämmung, die sowohl bauphysikalisch als auch wirtschaftlich die beste Variante darstellt, erfolgt eine durchgehende Dämmschicht über die gesamte Dachfläche, wodurch die Sparren keine Wärmebrücken mehr bilden. Mit einer Neueindeckung des Daches erhält man neben einer optimalen Dämmung auch eine Modernisierung.

Sollte der Dachraum nicht ausgebaut, aber begehbar sein, muss die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Dadurch kann keine Wärme aus den darunterliegenden Wohngeschossen entweichen. Man verwwendet dazu entweder Dämmmatten oder eine Schüttdämmung.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Dachdämmung.

Fassadendämmung durch Außenwand dämmen

Eine gute Dämmung der Außenwand hat nichts mit deren Dicke zu tun. Je nach Dämmstoff ist eine unterschiedliche Dicke notwendig. Fassadendämmung besteht aus Platten, die wiederum aus verschiedenen Komponenten bestehen: Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle. Die Platten werden mit Mörtel direkt auf die Fassade geklebt, mit Dübeln gesichert und zuletzt verputzt. Die Mindestdicke sollte 12 cm betragen, wobei mehr noch besser ist.

Es kann vorkommen, dass eine Dämmung von innen vorgenommen werden muss, z.B. bei denkmalgeschützten Fassaden. In solchen Fällen muss die Dämmung mit besonderer Sorgfalt angebracht werden, damit Wärmebrücken vermieden werden.

Gütesicherung und Qualität bei Fassaden

Die Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden e.V. ist eine vom RAL anerkannte Gütegemeinschaft. Auf Wärmedämmung im Verbundsystem spezialisierte und qualifizierte Unternehmen haben sich hier freiwillig zusammengeschlossen, die über die üblichen Leistungen hinausgehende Anforderungen erfüllen. Die Mitglieder der Gütegemeinschaft arbeiten nach erhöhten Qualitätskriterien – den RAL-Güte- und Prüfbestimmungen. Die Gütesicherung erfolgt bei Planung und Ausführung von Wärmedämmarbeiten durch kontinuierliche Eigenüberwachung und regelmäßige Fremdüberwachung. Die Gütegemeinschaft verleiht Unternehmen, die die betrieblichen und personellen Kriterien erfüllen und die Qualifikation während einer Erstprüfung nachweisen, das RAL-Gütezeichen „Wärmedämmung von Fassaden im Verbundsystem”.

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Kellerdämmung

Haben Sie schnell kalte Füße, weil der Fußboden immer so kalt ist? Dann kann es daran liegen, dass Ihr Keller nicht beheizt wird und diese Kälte durch die ungedämmte Kellerdecke dringt. Sogar Schimmelpilz und Bauschäden sind nicht auszuschließen. Abhilfe schaffen in der Regel Dämmpaltten, die entweder verschraubt oder festgeklebt werden.

Soll der Keller hingegen als Hobby-, Arbeits- oder Spielraum dienen, muss er beheizt werden. In solch einem Fall müssen sowohl der Boden als auch die Wände ebenso gedämmt werden.

Denken Sie auch daran, im Heizungskeller den Heizkessel, Leitungen und Armaturen zu mit hitzebeständigem Dämmstoff zu isolieren.

Dämmung einer Kellerdecke Schritt für Schritt

Haushülle vor Heizung

Die geltende Energieeinsparverordnung versucht durch gesetzliche Vorschriften dem Verschleudern von Energie Herr zu werden. So müssen Eigentümer zugängliche, ungedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen in nicht beheizten Räumen dämmen. Außerdem muss die oberste Geschossdecke, also die Decke zwischen Wohnräumen und Dachboden, so gedämmt werden, dass der Wärmedurchgangskoeffizient 0,30 W/(m2K) nicht überschreitet. Allerdings nimmt der Gesetzgeber viel Rücksicht: Häuser mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden, müssen erst bei einem Eigentümerwechsel nachgerüstet werden. Der Bundesrat hat aber im März über eine verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) beraten, die aller Voraussicht nach im Herbst 2009 in Kraft treten soll. Jeder seriöse Energieberater wird einem Althausbesitzer, der unter zu hohen Heizkosten leidet, ans Herz legen, zuerst die Sanierung der Haushülle anzugehen, dann erst um den Austausch der Heiztechnik. Die Dämmung und Abdichtung der Haushülle leistet den Löwenanteil der Einsparung. Ein Abwägen lohnt sich, noch haben die Kosten für Öl, Gas und Strom die Grenzen ihres Wachstums nicht erreicht.

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