Die Grundlagen der nachhaltigen Renovierung

Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit. Auch im Bereich des Hausbaus und der Modernisierung. Wie gelingt eine nachhaltige Renovierung.

Leitbild Nachhaltigkeit

Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten unserer Zukunft. Unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten sollen zukünftigen Generationen eine intakte Umwelt sowie möglichst gleiche Lebenschancen ermöglicht werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, strebt Nachhaltigkeit nach einer Minimierung von Energie und Ressourcen.

Für die Renovierung und Modernisierung von Gebäuden heißt dies zum Beispiel:

  • Minimaler Transport von Baumaterialien
  • Geringer Einsatz von Betriebsmitteln
  • Reduzierung des Energiebedarfs
  • Rückführung von Baumaterialien in den natürlichen Stoffkreislauf
  • Schutz von Naturräumen und sparsame Flächennutzung

Ökonomische Ebene

Die ökonomische Ebene bezieht sich dabei auf die Reduzierung von Kosten wie beispielsweise Anschaffungskosten, Nutzungskosten, Instandhaltungskosten etc. Gerade Instandhaltungskosten können sich negativ auf die Gesamt-Lebenszykluskosten-Bilanz auswirken.

Diese Kosten können beispielsweise durch hohe Nutzungskosten von Heizungen entstehen. Die Bewertung sämtlicher Kosten erlaubt es Ihnen, sich einen Überblick über Nutzungskosten und Einsparungsmöglichkeiten, die beispielsweise auch durch spezifische Renovierungen erzielt werden können, zu verschaffen.

Ökologische Ebene

Die ökologische Ebene fokussiert dabei auf die Schonung von Ressourcen sowie den Einsatz und die Nutzung von umweltschonenden Materialien. Beim Einsatz von Materialien wird deren Umweltfreundlichkeit von der Gewinnung über den Transport bis hin zum Ein- und Rückbau bewertet, ebenso wie die lokalen wie auch globalen Umweltauswirkungen, die aus der Herstellung dieser resultieren.

Unter diese Kategorie fällt unter anderem auch die Reduzierung des Strom- und Wasserverbrauches sowie die Flächennutzung von Gebäuden. Mehr Informationen zum energetischen und ökologischen Sanieren erfahren Sie hier.

Soziale Ebene

Der Mensch und die soziale, wie kulturelle Identität, d.h. wie der Mensch seine Umgebung bewertet, wirken sich positiv oder negativ auf das Wohlbefinden der Menschen aus. Aus diesem Grund müssen bei der Renovierung von Gebäuden auch soziale Bedürfnisse berücksichtigt werden.

So fallen akustische, visuelle sowie thermische Faktoren beispielsweise unter die sozialen Gesichtspunkte. Auch immaterielle Werte wie Lebensqualität, Gesundheit, Bildungsmöglichkeiten und Kulturangebote werden hier betrachtet. Diese Ebene der Nachhaltigkeit bewertet also nicht nur Nutzerbedürfnisse, sondern auch die Funktionalität eines Gebäudes.

Anwendung der nachhaltigen Renovierung

Wie deutlich wird, bedarf die Renovierung von Gebäuden einer ganzheitlichen Betrachtung. Der Einsatz von umweltfreundlichen Materialien bezieht sich so auf nachwachsende und in der Natur vorkommende Ressourcen. Beispiele solcher selbsterhaltenden Materialien sind z.B. Holz, Lehm oder Stein.

Diese legen nicht nur den Grundstein für Nachhaltigkeit, sondern verleihen dem Zuhause auch ein gesundes und natürliches Wohlfühlklima und Wohngesundheit. Holz hat beispielsweise nicht nur wärmende, sondern auch dämmende und antibakterielle Fähigkeiten. Ebenso ist es in der Lage Feuchtigkeit aus der Luft zu entziehen.

Beim Kauf von Holz sollte darauf geachtet werden, dass es mit den Labeln "FSC" und "PEFC" versehen ist. Die stellen sicher, dass keine umweltschädlichen Substanzen verwendet wurden. Im Informationsportal des Bundesinnenministeriums kann sich über die Nachhaltigkeit und Lebensdauer von Baumaterialien informieren.

Schonung der Ressourcen

Weitere praktische Beispiele zur Umsetzung von Nachhaltigkeit sind die Reduzierung des Trinkwasserverbrauches oder die Schmutzwasseraufbereitung. Um diese Ziele zu erreichen, kann ein sogenanntes Betriebswassernutzungskonzept in Erwägung gezogen werden. Auch die verstärkte Nutzung von Regenwasser oder Wasser, das beim Duschen oder Händewaschen entsteht, sogenanntes Grauwasser, kann ein Weg sein, um die natürlichen Ressourcen zu schonen.

Weitere Wege sind umweltschonende Lüftungs- wie auch Recyclingkonzepte. Ein zusätzlicher Schritt für mehr Nachhaltigkeit im Eigenheim ist die bewusste Nutzung von Strom und Gas, wie beispielsweise durch das Heizen mit erneuerbaren Energien. Dabei muss nicht zwingend das gesamte Heizsystem überholt werden.

Ein erster Schritt kann ein sogenannter Stromvergleich sein, über den ein Ökostromanbieter gefunden werden kann, der nicht nur das neue Eigenheim mit erneuerbarer Energie versorgt, sondern auch die Schonung der Ressourcen unterstützt.

Fazit

Ziel des Leitbildes "Nachhaltigkeit" ist die langfristige Ressourcenschonung, um die Bedürfnisse gegenwärtiger wie auch zukünftiger Generationen erfüllen zu können. Im Zuge des nachhaltigen Renovierens werden deshalb sowohl die ökonomische und ökologische als auch die soziale Ebene betrachtet.

Die Auswahl nachwachsender und selbsterhaltender Baumaterialien ist dabei nur ein Beispiel, wie man seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren und einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt leisten kann.

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