Modernes Bad auf kleinstem Raum

Das Häuschen der Familie Matusche in Bayreuth ist knapp 100 Quadratmeter groß. Ein Reihenendhaus aus den 60er-Jahren. Die Vorbesitzer hatten bereits einen Teilanbau realisiert, das Wohnzimmer sozusagen raus gezogen und damit auf 50 Quadratmeter vergrößert sowie eine zweite Garage angebaut. Vor allem wegen seiner Nähe zur familieneigenen Metallbaufirma entschlossen sich Matusches damals vor 12 Jahren, das heruntergekommene Haus zu kaufen und renovierten es umfangreich.

 

Gerade fertig, stellten die Matusches fest, dass der Traum vom Heim mit zwei Kindern doch etwas zu klein geraten war. „2007 haben wir uns mit einem Architekten zusammengesetzt und eine eigentlich simple Lösung erarbeitet: Wir haben einfach auf diese zweite Garage eine Etage aufgesetzt, dort ein weiteres Bad integriert, im unteren Bereich die Garage als solche aufgelöst um weiteren Wohnraum zu schaffen und im ehemaligen Wohnhaus das Gästebad renoviert,“ erzählt Sigrun Matusche . „Und da wir schon mal dabei waren, haben wir auch gleich das Haus isoliert und verputzt.“ Obwohl das Wort „verputzt“ hier völlig falsch gewählt ist. Denn nur der Anbau hat einen Putz im herkömmlichen Sinne erhalten. Alles andere trägt die Handschrift eines Metallbauers: Eine Fassade aus gewelltem Alublech, eine selbst gefertigte Hauseingangstür, ein umgestalteter Eingangsbereich mit Edelstahlstelen, eine Sitzbank aus Edelstahl sowie ein Edelstahlrohr als Handlauf.

 

Die Inneneinrichtung der neu hinzugewonnenen Räume hat die 36-Jährige Hausherrin in Eigenregie übernommen und beschritt dabei in Farb- und Formgebung auch ungewöhnliche Wege. Aus dem nur 5 Quadratmeter großen neuen Badezimmer ließ sie einen echten Hingucker mit bodengleicher Dusche und flexiblem Raumteiler zaubern. Die Gelegenheit war günstig, außerdem dem alten Bad im Wohnhaus zu neuem Glanz als hübsches Gäste-WC zu verhelfen. Zunächst wurden aber Ideen gesammelt: „Ich habe mir Anregungen in Wohn- und Badzeitschriften geholt, mich mit unserem Installateur besprochen und dann alle Produkte rein über die jeweiligen Prospekte der Hersteller ausgesucht. Da wir gar keine Ausstellung in der Nähe haben, blieb mir ja auch wenig anderes übrig. Es hat aber alles prima geklappt.“ Wie zum Beispiel bei den WC-Betätigungsplatten im neu geschaffenen Bad: „Ich wollte auf gar keinen Fall Plastik oder runde Tasten. Nach langem Suchen habe ich dann in einer Einrichtungszeitschrift die neuen WC-Betätigungsplatten von Viega gesehen – in Metall und als besonders interessante Variante in Glas. Und da wir Glas nicht nur für unsere flexible Trennwand ausgewählt haben, sondern auch eine beschichtete Glasplatte auf dem Waschtisch einsetzten, war für mich sofort klar: Die oder keine.“
Sigrun Matusche weiß, dass das kräftige Pink im Bad an Wand und Decke sowie als farbliche Beschichtung unter der Waschtisch-Glasplatte den einen begeistert, den anderen überfordert. Aber: „Falls es uns irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kann alles leicht überstrichen und ausgetauscht werden.“ Einstweilen wird das neue Bad über der Garage aber Bewohner und Besucher sicher noch einige Jahre zumindest faszinieren, meist aber sogar begeistern.

Renovierung des Gäste-WCs

Keine Frage, auch das alte Bad im Wohnhaus benötigte eine Radikalkur. Als Gäste-WC erblühte es dann zu neuem Leben. Die dunkle Farbe der Fliesen bildet einen schönen Kontrast zur roten Waschkonsole sowie zur WC-Betätigungsplatte aus Einscheiben-Sicherheitsglas.

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