Das 1890 aus Basaltstein erbaute Haus mit seinen gerade mal 50 Quadratmetern Wohnfläche hatte der Bauherr in desolatem Zustand übernommen und kernsaniert. Viele lieblose An- und Umbauten, technisch falsch ausgeführte Renovierungen und zuletzt ein längerer Leerstand hatten dem Reihenhäuschen schwer zugesetzt.

Umbau-Beispiel: Bergarbeiterhaus in der Eifel

Das idyllische Dorf Kottenheim liegt in der Vordereifel, in der noch zahlreiche alte Basaltgruben an die früheren Bergbau-Aktivitäten erinnern. „Aber wir wussten ja seit der Renovierung unseres eigenen Wohnhauses am Ortsrand, was wir hier würden freilegen können, welche Bausubstanz uns nach der Entkernung erwartet“, erklärt der stolze Bauherr, der mit der tatkräftigen Unterstützung von Familie und Freunden, aber auch vieler Bauprofis seinen Traum vom kleinen Schmuckstück verwirklichen konnte. „Wir wollten eine Symbiose von Alt und Neu schaffen. Alte Bauteile wie die Deckenbalken, die noch zu retten waren, sollten aufgearbeitet werden. Sie haben wir z. B. sorgfältig freigelegt, abgeschliffen und nun bleiben sie im Küchen- und Wohnbereich sichtbar“, berichtet der 40-jährige Altbaufreund. Besonders interessant sind die alten Basaltsteinfliesen, die im Küchenbereich und im Bereich des Ofens freigelegt werden konnten.

Runderneuertes Dach

Die Hoffnung, auch den alten Dachstuhl erhalten zu können, erfüllte sich allerdings nicht. Das Dach musste komplett erneuert werden: „Am Schluss bedeutete das aber auch die Chance, die Wärmedämmung im Dach zeitgemäß auszulegen und vor allem, mit Wohndach- fenstern zusätzlich Licht und Luft in das kleine Haus zu holen.“ Schnell hatte der neue Eigentümer erkannt, dass durch die Auswahl geeigneter Dachfenster und deren Platzierung im neuen Schrägdach die Raumanmutung grundlegend zu verbessern sein würde. „Wir haben deshalb gleich vier Fenster mit besonderen Funktionen ausgewählt. Im Treppenhaus und im als Kinderzimmer oder Schlafkoje nutzbaren Dachboden haben wir je ein Schwing-Fenster, im Badezimmer und im großen Schlafzimmer jeweils ein Klapp-Schwing-Fenster einbauen lassen. Gerade im Schlafzimmer erzielt das große Fenster eine beeindruckende Wirkung. Dort schläft man nun im wahrsten Sinne des Wortes unter den Sternen. Ein echtes Erlebnis.“ Das neue Schrägdach entstand klassisch: Auf neu eingezogene Sparren einer Dicke von 140 x 100 mm wurde eine Holzsichtschalung aufgebracht. Die gewachste Fichte soll von innen sichtbar bleiben. Auf die Schalung wurde eine Dampfbremse aufgezogen sowie eine 140 mm dicke Aufsparrendämmung verlegt und eine moderne Dacheindeckung montiert. Das heute als Ferienhaus zu mietende Objekt verfügt im Erdgeschoss über einen offenen Wohnraum mit Fernseher, moderne Küche, Essbereich und Schlafcouch. Im oberen Stockwerk befinden sich ein großer Schlafraum mit integrierter begehbarer Dusche und ein kleines Badezimmer. Der Vermieter stellt in seiner Imkerei direkt am Haus Honig her – und nennt das Feriendomizil daher liebevoll „Rotes Bienenhaus“. Wer dort gerne auf Zeit wohnen möchte, findet auf www.rotes-bienenhaus.de die Kontaktdaten.

Einbau der Dachfenster

Bei den vier Fenstersystemen der Roto Dach- und Solartechnologie GmbH handelt es sich um einbaufertige Produkte, d. h., alle Bleche und Winkel sowie die Dampfsperrschürze sind vormontiert. Der Eindeckrahmen besteht insgesamt aus nur vier Blechen und ist ohne Schrauben zu montieren. Dadurch werden nicht nur potenzielle Fehlerquellen beim Einbau minimiert, sondern auch ein rascher Baufortschritt erzielt. Die vier Fenster konnten an einem Tag eingebaut werden und waren sofort funktionstüchtig.

Nachdem die Fensteröffnungen vorbereitet worden waren, wurden zunächst die gemeinsam verpackten und angelieferten Flügel und Rahmen der Roto-Wohndachfenster voneinander getrennt. Der Rahmen des einzelnen Fensters wurde an der zuvor angebrachten unteren Stützlattung an insgesamt acht Befestigungspunkten mit jeweils zwei Schrauben montiert. Im nächsten Arbeitsschritt wurden die mit jedem Roto-Fenster gelieferten Zusatzdämmblöcke in die Nut zwischen Fensterrahmen und Aufsparrendämmung geschoben. Nun konnte der Fensterflügel wieder eingesetzt und sofort aktiviert werden. Nachdem die Spaltmaße kontrolliert wurden, erfolgte die endgültige Fixierung des Fensters an der Lattung.

Um trotz der großen Fensterfläche eine effektive Verdunkelung sicherzustellen, wurde das „Roto WDF R85-KWD MW“ mit einem elektrisch angetriebenen Rollladen ausgestattet. Auch bei geschlossenem Rollladen kann das Fens­ter komplett geöffnet werden. Die Montage des Rollladens erfolgt vor Ort mit wenigen Handgriffen.

Abschließend wird die bereits in die Fenster integrierte Roto-Dampfsperrschürze luftdicht mit der Dampfbremse des Daches verklebt. Auf diese Weise wird eine luftdichte Ebene im Dachaufbau hergestellt, ohne dass ein aufwendiges Anarbeiten der vorhandenen Dampfbremse an den Fensterrahmen notwendig wird.

Alle Fenster lassen sich zukünftig mit dem mitgelieferten Sechskantschlüssel justieren. Die Flügel lassen sich damit vermitteln, die Federkraft und die Flügelbremsen nachstellen. Dieser Schlüssel ist aber auch schon das einzige Werkzeug, das zur Wartung benötigt wird.

Weiterführende Informationen

News Renovierung